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News Auswärtsschwäche bringt RB Leipzig um den Aufstieg
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14:39 23.03.2015
"So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, das war fast kein Fußball" kritisiert Stürmer Yussuf Poulsen die Spielweise von RB Leipzig" Quelle: GEPA Pictures
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Nach dem mutlosen 0:1 am Sonntag in Heidenheim gab Leipzigs Torjäger Yussuf Poulsen zu: "Wir sind angeschlagen und traurig, die Niederlage tut weh." Dabei war die Euphorie nach dem furiosen 3:1-Heimerfolg gegen Düsseldorf im Vorfeld groß. Doch den Kampfansagen im heimischen Rund folgte in der Ferne das Absacken auf Tabellenplatz sieben.  

Die Schwäche im gegnerischen Stadion zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison des Aufsteigers. In 13 Partien holten die Sachsen bloß zwei Siege und stehen in der Auswärtstabelle mit zwölf Zählern auf Rang 14. Der Vergleich zur Heimstatistik spricht Bände: 25 Punkte erkämpfte der Neuling im eigenen Stadion und rangiert in der Heimtabelle auf Platz drei – einem Aufstiegsrang. Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer brachte die Gründe für die Leipziger Pleite in Heidenheim auf den Punkt. "Weil wir mehr Chancen hatten und geiler auf den Sieg waren", fasste er zusammen. Leipzigs Interimstrainer Achim Beierlorzer sagte: "Ich bin schwer enttäuscht, dass wir verloren haben. Einfach, weil wir nach den ersten Minuten unser Spiel gut durchgebracht und die Heidenheimer Abwehr vor Probleme gestellt haben. Bei dem Gegentreffer werden wir dann für unsere Passivität bestraft. Das hat uns schon sehr beeindruckt."

Ab diesem Zeitpunkt fand sein Team nicht mehr zurück in die Partie. Während Heidenheim mit viel Biss auftrat und die Entscheidung erzwingen wollte, ergab sich Leipzig seinem Schicksal. "So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, das war fast kein Fußball", kritisierte auch der dänische Nationalspieler Poulsen. Nach dem 0:1-Rückstand in der 51. Minute erarbeiteten sich die Sachsen keine Torchance mehr. Nur zwei Treffer erzielte RB Leipzig überhaupt in den letzten neun Auswärtspartien. Dabei hätten es die Leipziger noch einmal spannend gestalten können, wären mit einem Sieg auf fünf Punkte an die begehrten Aufstiegsränge heran gerückt.

Zu dem gebrauchten Nachmittag passte die fünfte Gelbe Karte für Diego Demme, der nun zum Heimspiel nach der Länderspielpause am Ostersonntag gegen den 1. FC Nürnberg gesperrt ist. Ob Stefan Hierländer nach seiner Knöchelverletzung in Heidenheim bis dahin wieder fit wird, ist offen. Trotz des erneuten Rückschlags und des Rückstands von acht Punkten auf den Aufstiegs-Relegationsplatz bleibt Beierlorzer zuversichtlich. "Ich bin Mathematik-Lehrer, und rein rechnerisch ist es noch möglich. Wir werden so lange daran glauben, so lange es möglich ist", meinte er in Bezug auf den möglichen Aufstieg. Sportdirektor Ralf Rangnick scheint die Zahlenspiele aufgegeben zu haben und ließ sich nach der Pleite in Heidenheim nicht vor den Kameras blicken. Er widmet sich der Kaderplanung für die neue Saison. Bei etwa einem Drittel der Spieler laufen die Verträge aus.

Anne Grimm, dpa

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