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News Bei RB Leipzig steht vorn und hinten die Null - kein Zweiligateam mit weniger Toren pro Spiel
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10:53 18.12.2014
Aalens Dominick Drexler (r.) kämpft mit Leipzigs Diego Demme um den Ball. Quelle: dpa
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Aalen

Danach folgte eine zerfahrene Partie auf dem matschigen Platz in der Scholz-Arena.

„Wenn wir die eine dicke Chance gleich zu Beginn der Partie rein gemacht hätten, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen“, analysierte Mittelfeldspieler Diego Demme stellvertretend. Auf jeden Fall wäre die Partie nicht wieder torlos ausgegangen. So blieb es bei dem bekannten Schema vieler Auswärtsspiele von RB Leipzig in dieser Saison. Schon beim FSV Frankfurt und SV Sandhausen gab es torlose Unentschieden, beim 1. FC Nürnberg und SV Darmstadt jeweils 0:1-Niederlagen mit kaum nennenswerten eigenen Chancen. Und beim 1:0 am vergangenen Freitag bei der SpVgg Greuther Fürth erzielte Innenverteidiger Niklas Hoheneder den Siegtreffer im Nachschuss nach einer eher zufällig durchgerutschten Ecke.

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Angesichts dieser Ergebnisse - bei keinem anderen Zweitligisten fallen in dieser Saison weniger Tore pro Spiel - ist es nicht schwer, auszumachen, wo die Probleme bei RB Leipzig liegen. Denn während die Defensive meist sehr aufmerksam agiert, fehlt es in der Offensive an Alternativen zum dänischen Nationalstürmer Yussuf Poulsen. Die beiden Neuzugänge Terrence Boyd und Ante Rebic plagen sich mit Verletzungen, Daniel Frahn und Matthias Morys stoßen öfter an ihre Grenzen.

Vor eineinhalb Jahren spielten beide noch in der Regionalliga. In Aalen waren sie stets bemüht, verbreiteten aber keinerlei Torgefahr. Trainer Alexander Zorniger nannte es „Probleme, offensiv effektiv dagegen zu spielen“. Doch zunehmend entsteht der Eindruck, dass es Leipzig an spielerischen Lösungen fehlt. Auch deshalb wird bereits spekuliert, ob und wie die Mannschaft im Winter verstärkt wird.

Ein Stürmer soll auch wegen der Ausfälle von Boyd und Rebic noch kommen, ein kreativer Mittelfeldspieler wird gesucht - aber auch Innenverteidiger André Ramalho vom Partnerverein Red Bull Salzburg wird gehandelt. Lediglich im Tor dürfte es zurzeit keinen Handlungsbedarf geben, auch wenn regelmäßig Namen wie der von Eintracht Frankfurts Keeper Kevin Trapp kursieren. Doch der 34-jährige Fabio Coltorti und Ersatzmann Benjamin Bellot zu Saisonbeginn ließen keinerlei Zweifel aufkommen.

In Aalen war Coltorti bester Leipziger. Sebastian Heidinger nannte es eine „Kampfleistung“ und ergänzte: „Wir haben das gezeigt, was der Platz hergegeben hat - ob jetzt schön oder nicht, sei dahingestellt.“ In der Tat trug der schlechte Rasen, später Schlamm, in Aalen seinen Teil zum schwachen Spiel bei. Diese Ausrede gibt es am kommenden Montag in Leipzig nicht. Für die Partie gegen 1860 München wurde extra ein neuer Rasen verlegt, nachdem es beim letzten Spiel gegen Herbst- und Wintermeister FC Ingolstadt (0:1) Beschwerden gegeben hatte.

Nicht dabei beim letzten Spiel des Jahres ist der Dauerbrenner der Leipziger Defensive. Linksverteidiger Anthony Jung hatte bis zum Spiel in Aalen sämtliche Minuten der Saison bestritten, sah aber nach 56 Minuten wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Wobei er mit seinen Grätschen gegen den frei durchgebrochenen Nejmeddin Daghfous wohl mindestens ein sicheres Gegentor verhinderte und somit seinen ganz persönlichen Beitrag dafür leistete, dass wieder die Null stand.

John Hennig

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