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News Bei Sieg auf St. Pauli: RB-Fußballer bekommen Ausgang auf der Reeperbahn
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18:53 30.04.2015
Achim Beierlorzer hat bei seiner Erfolgsquote als RB-Trainer derzeit gut lachen. Quelle: Christian Modla
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Sportdirektor Ralf Rangnick merkte allerdings scherzhaft an: „Um die Uhrzeit ist doch dort noch gar nichts los.“

Rangnick selbst hat vor allem an das Stadion am Millerntor positive Erinnerungen, denn er ging als Trainer mit dem SSV Ulm, der TSG 1899 Hoffenheim und Schalke 04 insgesamt dreimal als Sieger vom Platz. Einfach sei es allerdings auf St. Pauli nie gewesen: „Die Hütte hat jedes Mal richtig gebrannt“, erinnert sich der Sportdirektor.

Auch diesmal darf sich seine Mannschaft gegen die abstiegsgefährdeten Hamburger keinen Ausrutscher leisten, um weiter in Lauerstellung zum Bundesliga-Relegationsplatz drei zu bleiben. „Wenn wir die kleine Chance nutzen wollen, müssen wir in den letzten vier Spielen voll punkten und sind darauf angewiesen, das Karlsruhe und Darmstadt Federn lassen“, bringt der Sportdirektor die Konstellation auf den Punkt. In Prozent sieht er die Chancen für RB nur 20 zu 80. „Wenn wir noch aufsteigen, wäre es eine Sensation, nach dem Verlauf der Saison“, sagt Rangnick.   

„Mit dem Rücken zur Wand“

Die Leipziger tankten in jüngster Vergangenheit viel Selbstvertrauen, holten aus den letzten acht Partien 17 Punkte, sind wieder bis auf fünf Zähler dran und in diesem Zeitraum das beste Team der Zweiten Liga. Für den Endspurt fordert Marvin Compper, der die beeindruckende Kulisse auf St. Pauli auch schon erleben durfte: „Der Siegeswille muss uns in Fleisch und Blut übergehen.“ Er erwartet ein richtig schweres Spiel denn der Gegner „steht mit dem Rücken zur Wand.“ Zwei Punkte trennen den Kiezclub derzeit vom rettenden Ufer, das Stadion am Millerntor wird mit knapp 25.000 Zuschauern ausverkauft sein.

Innenverteidiger Compper kehrte nach seiner Rotsperre von zwei Partien Mitte März beim 2:1-Sieg gegen Darmstadt am vergangenen Freitag für den verletzten Rodnei in die Startelf zurück und darf auch diesmal von Beginn an ran. „Das Blatt hat sich jetzt wieder zu Gunsten von Marvin gewendet. Ich wüsste nicht, warum ich wechseln sollte. Ganz nach dem Motto: Never change a winning team“, sagte Coach Achim Beierlorzer. Der Trainer muss allerdings Ersatz für den nach fünf gelben Karten gesperrten Dominik Kaiser finden und hat bereits eine Lösung parat: „Emil Forsberg hat uns gegen Darmstadt gefehlt und ist einer sichere Option.“

Die Frage nach dem neuen Trainer

Beierlorzer warnt vor dem Team von Trainer Ewald Lienen: „Wir dürfen Pauli nicht nach dem Tabellenplatz beurteilen.“ Immerhin holte der Vorletzte in den vergangenen zwei Heimspielen zwei Siege und erzielte 5:0 Tore. Fall es kurz vor dem Ende wieder Unentschieden stehen sollte, würde er auch Torhüter Coltorti erneut in den Strafraum des Gegners schicken. Der Siegtreffer des Keepers gegen Darmstadt ist weiter ein beliebtes Thema.       

Ebenso die Frage nach dem neuen Trainer, die Woche für Woche von den Journalisten gestellt wird. Rangnick sagte dazu am Donnerstag: „Die Entscheidung ist noch nicht endgültig getroffen, deshalb wird es auch noch nicht bekannt gegeben.“ Aber die Chancen für Beierlorzer auf den Cheftrainerposten seien in letzter Zeit sicher nicht gesunken.  

Laut einem Artikel der Zeitung „Die Welt“ ist es am Sonntag nicht das erste Aufeinandertreffen zwischen dem Kiezklub und Red Bull. Vor mehr als acht Jahren sei das Unternehmen an den linksalternativen Verein heran getreten und hatte Interesse an einer Übernahme bekundet. Das Thema habe es damals noch nicht einmal in die Präsidiumssitzung des FC St: Pauli geschafft. Wo Red Bull in Deutschland nach weiteren Absagen aus Hamburg und München schlussendlich landete ist bekannt.

Anne Grimm

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