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News Brauseprovokation und Duell der Österreicher: Forsberg und Papadopolous fehlen
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20:03 23.09.2016
Das Spiel 1. FC Köln gegen RB Leipzig ist auch das Trainerduell zweier Österreicher: Peter Stöger (links, Köln) gegen Ralph Hasenhüttl (rechts, Leipzig) Quelle: dpa
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Leipzig

Zwei Österreicher mischen derzeit ordentlich die Bundesliga auf – und treffen sich am Sonntag im Trainerduell. Die Rede ist von Peter Stöger (48) und Ralph Hasenhüttl (49), die nicht nur das Geburtsland eint, sondern die nach vier Spieltagen überraschend noch ungeschlagen mit ihren Teams aus Köln (2. Platz) und Leipzig (6. Platz) in den vorderen Tabellenregionen stehen. Zudem verbindet beide eine fußballerische Vergangenheit: Sie feierten in ihrer aktiven Zeit bei Austria Wien zwischen 1990 und 1994 drei Meisterschaften sowie drei Pokalsiege zusammen. „Ich war derjenige, der die Chancen vorne verstolperte, die er im Mittelfeld kreiert hat“, beschreibt Hasenhüttl die gemeinsame Zeit in Österreich mit einem Schmunzeln.

Als Trainer standen sich die beiden bisher dreimal gegenüber. Gute Voraussetzungen für den Leipzig-Coach: Hasenhüttl hat im „Bankduell“ noch nie gegen Stöger verloren. Mit seinem vorherigen Arbeitgeber Ingolstadt gab es als Zweitligist einen 1:0-Erfolg. In der Bundesliga erzielte Hasenhüttl mit dem FCI im Vorjahr zwei Remis gegen die Geißböcke, jeweils 1:1. Aber nicht nur mit Stöger verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit, sondern auch mit dem nächsten Kontrahenten Köln. Von 1998 bis 2000 bestritt Hasenhüttl als Stürmer 41 Spiele für den 1. FC und erzielte dabei drei Tore. „Es war eine schöne, aber nicht besonders erfolgreiche Zeit“, gibt der Österreicher zu.

Nachwehen: Gehirnerschütterung und Schlag aufs Knie

Seinem Trainerkollegen bescheinigt der 49-Jährige beim Traditionsklub, der im Jahr 1964 erster Bundesligameister wurde, einen tollen Job: „Phantastisch, was Peter geleistet hat“, meint Hasenhüttl, der ähnlich wie Stöger für seine Bodenständigkeit bekannt ist. Mit Blick auf die Partie am Sonntag schickt der Bullen-Coach jedoch folgende Ansage hinterher: „Wir kommen nicht, um für die gute Arbeit zu applaudieren.“

Ganz ohne Sorgen reist RB Leipzig allerdings nicht zum dritten Bundesliga-Auswärtsspiel. Emil Forsberg zog sich am Mittwoch beim 1:1 gegen Gladbach eine Gehirnerschütterung zu. Innenverteidiger Kyriakos Papadopolous fehlt, weil er in der Partie einen Schlag aufs Knie bekam. Trotzdem ist die Marschroute für den Coach klar: „Wir wollen zeigen, dass wir es besser können, als die anderen Vereine, die dort gespielt haben und die Ersten sein, die dort zu Null spielen.“ Darmstadt kassierte bei den Geißböcken zwei, die Freiburger gleich drei Gegentreffer. Dabei geht Hasenhüttl aufgrund der Spielveranlagung beider Teams, die sich nicht gerade über Ballbesitz definiert, von folgendem Szenario aus: „Es wird ein Spiel, bei dem Kleinigkeiten entscheiden. Ich weiß nicht, ob wir so viele Chancen sehen werden.“

Sponsor mit Brauseprovokation und Protest

Die Kölner Anhänger halten den Protest gegen den ungeliebten Kommerzclub aus Leipzig im optischen Rahmen. Unterstützung der Fankurve in Form von Fahnen wird es nicht zu sehen geben. „Stattdessen werden wir am Zaun der Südkurve ein gemeinsames Banner platzieren, um unseren Standpunkt deutlich zu machen“, kündigten die Vertreter an. Welchen Inhalt die Protestaktion haben wird, ließen sie noch offen.

Zudem veröffentlichte die „AG Fankultur“ vor dem Heimspiel gegen die Roten Bullen auf der Homepage des Vereins eine Erklärung, was ihren Club im Gegensatz zum Kontrahenten besonders macht. „Unser Geißbock Hennes war schon in der ganzen Welt berühmt, als Getränkehersteller noch keine Eventagenturen waren. Wir als Fans des 1. FC Köln möchten, dass (...) sportlicher Wettbewerb herrscht, der nicht verzerrt wird, weil manche Regeln nicht für alle gelten“, schrieben die Anhänger.

Einen „speziellen“ Marketing-Gag hat sich auch ein Sponsor des 1. FC Köln einfallen lassen: Im knapp 50.000 Zuschauer fassenden Rheinenergiestadion wird der Gastgeber am Sonntag (17.30 Uhr) mit verändertem Logo auf der Brust auflaufen. Dort ist dann nicht wie sonst die Supermarktkette Rewe zu sehen, sondern dessen neue Energydrinkmarke „Maximal G“.

Anne Grimm

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