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Sportbuzzer RB Leipzig News Davie Selke wechselt nach Leipzig: RB und Werder Bremen bestätigen Transfer-Hammer
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17:39 03.08.2016
Transfer perfekt: Davie Selke wechselt von Werder Bremen zu RB Leipzig. Quelle: dpa
Leipzig

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick erklärte: "Selke ist einer der wenigen Spieler, der den klassischen Mittelstürmer verkörpert – groß, schnell, dynamisch, torgefährlich.“

Über die Höhe der Ablösesumme wurde vorerst Stillschweigen vereinbart, aber dem Vernehmen nach lässt sich RB den Selke-Transfer acht Millionen Euro kosten. In dieser Saison bestritt der Angreifer für die Norddeutschen 23 Spiele und erzielte sechs Tore. "Für mich startet dieses neue Kapitel erst im Sommer. Bis dahin möchte ich meine Saison bestmöglich abschließen", wird Selke auf der Werder-Homepage zitiert. "Hier konnte ich mich perfekt entwickeln und habe einen großen Schritt nach vorn gemacht, das will ich bis zum letzten Spieltag unter Beweis stellen. Ab Sommer möchte ich dann mithelfen, einem sportlich sehr ambitionierten Klub zum Erfolg zu verhelfen."

Werder-Mananer Eichin: "Alle profitieren"

Werder-Manager Eichin erklärte, dass von dem Transfer "alle Parteien profitieren" würden. Selke habe sich für "das sportliche Gesamtkonzept in Leipzig entschieden, das ihn über kurz oder lang auch wieder in die Bundesliga führen wird". Für Werder wiederum seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen attraktiv gewesein. "Sie bieten uns Spielräume für die Gestaltung des Kaders. Wir sind sicher, dass andere Werder-Talente diese Chance nutzen werden, um sich zu zeigen", so Eichin.

Hinter den Kulissen war Selke bereits seit Weihnachten ein Thema beim Zweitligisten, wie Sportdirektor Rangnick  durchblicken ließ. Der 20-Jährige gilt als eine der größten deutschen Nachwuchshoffnungen. „Er gehört zu den interessantesten Talenten im U21-Altersbereich und hat seine Qualitäten sowohl in der Bundesliga als auch in den verschiedenen Deutschen Junioren-Nationalmannschaften bereits mehrfach unter Beweis gestellt", sagte Rangnick.

Vierter Top-Stürmer bei RB

Der 20-jährige Selke erhält in Leipzig einen Fünf-Jahres-Vertrag. Quelle: dpa

Der 1,92 Meter große Mittelstürmer gewann gemeinsam mit Leipzigs Joshua Kimmich im vergangenen Jahr den U-19-Europameistertitel und holte sich dabei mit sechs Treffern die Torschützenkrone. Vor seinem Wechsel nach Bremen spielte Selke bei Normannia Gmünd und der Jugend von der TSG Hoffenheim. Zu Zeiten des Selke-Wechsels in den Nachwuchs war RB-Sportdirektor Ralf Rangnick als Trainer bei den Kraichgauern aktiv.

Über den Transfer mit Selke wurde bereits seit einigen Wochen spekuliert. Dessen Umfeld dementierte aber stets. Der Jungstar von Werder ist maßgeblich am Aufschwung der Bremer unter dem neuen Trainer Viktor Skripnik beteiligt und hat sich damit in der 1. Bundesliga durchgesetzt. Gemeinsam mit Franco di Santo bildet er das torgefährliche Sturmduo bei den Hanseaten. Sein Vertrag beim SV Werer lief noch bis 30. Juni 2018.

Selke ist neben Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Omer Damari bereits der vierte Topstürmer in Leipzig. Auf Abschied stehen dagegen die Signale beim von Florenz ausgeliehenen Ante Rebic. Auch Daniel Frahn hat keine Perspektive mehr bei RB, obwohl sein Kontrakt noch ein Jahr gültig ist.

Fans dachten an Aprilscherz

Für Selke bedeutet der Wechsel zunächst einen sportlichen Rückschritt. Mit einem Aufstieg in die 1. Bundesliga noch in dieser Saison rechnet in Leipzig derzeit niemand mehr ernsthaft. Wegen des finanziellen Hintergrunds hat Selke hier aber die Chance, schon in kurzer Zeit an der Bundesligaspitze mitzumischen und sich so auch bei Jogi Löw für die Nationalmannschaft anzubieten. In den Nachwuchsteams des DFB ist er eine feste Größe. Für die U 19 schoss er in 15 Spielen bereits 14 Tore. Für die U 20 absolvierte er zwei Partien und traf einmal.

Die Werder-Fans glaubten zunächst an einen Aprilscherz. „Leute er wechselt nicht“, war eine der Durchhalteparolen in den sozialen Netzwerken. Als klar wurde, dass sich Selke tatsächlich verändern wird, mischten sich in sein Facebook-Profil auch einige handfeste Beleidigungen. Bezeichnungen als „Söldner“ waren dort noch Schmeicheleien.

Guido Schäfer/Robert Nößler/Matthias Roth

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