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News FC Augsburg zu Geheimtraining im Bruno-Plache-Stadion
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13:46 30.09.2016
Der FC Augsburg zu Gast im Bruno-Plache-Stadion. Quelle: Facebook Lok Leipzig
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Leipzig

Fußball-Regionalligist Lok Leipzig erhielt am Freitag bereits zum zweiten Mal in dieser Saison prominenten Besuch aus der Bundesliga. Nach Borussia Mönchengladbach vor eineinhalb Wochen schwitzte am Vormittag der FC Augsburg im Bruno-Plache-Stadion an. Das Training fand hinter verschlossenen Türen statt. Zaungäste und Fotografen erhielten keinen Zutritt und verpassten damit, wie Lok-Coach Heiko Scholz mit FCA-Trainer Dirk Schuster und Manager Stefan Reuter am Spielfeldrand fachsimpelte. Lok veröffentlichte am Mittag Fotos der Trainingseinheit bei Facebook:

BESUCH AUS SCHWABEN Der FC Augsburg trainiert im Bruno! Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist eine gute, sportliche Adresse....

Gepostet von 1. FC Lokomotive Leipzig am Freitag, 30. September 2016

Für Schuster war es eine Reise in die Vergangenheit. Der gebürtige Karl-Marx-Städter schnürte Ende der 1980er-Jahre als Spieler mehrfach die Fußballschuhe im Plache-Stadion, war mit Sachsenring Zwickau und dem 1. FC Magdeburg in Probstheida zu Gast. „Toll, dass wir uns beim 1. FC Lok aufs Spiel vorbereiten können. Eine gute Vorbereitung insbesondere bei Auswärtsspielen ist das A und O.“, zitierten die Probstheidaer Welt- und Europameister Stefan Reuter. Für Augsburg eine günstige Nummer: Nach Informationen der Bild-Zeitung kassiert Lok für jedes Gästetraining 150 Euro.

Die Blau-Gelben wünschten den Gästen für das Spiel am Abend (20.30 Uhr/Live-Ticker bei LVZ.de) alles Gute und „drücken die Daumen“ für einen „erfolgreichen Fußballausflug“ gegen den Ortsrivalen. Champions-League-Teilnehmer Gladbach hatte nach dem Training auf dem Probstheidaer Rasen in der Red-Bull-Arena 1:1 gespielt. Die Stars von Borussia Dortmund, die in der Woche zuvor bei Oberligist Chemie Leipzig im Alfred-Kunze-Sportpark trainiert hatten, mussten dagegen ohne Punkte in den Bus steigen.

Alles Wichtige zum Spiel RB gegen Augsburg:

AUSGANGSLAGE: RB sorgt von der ersten Saisonminute an für Furore und ist in fünf Spielen noch ungeschlagen. „Der Auftakt hat gezeigt, wie gut uns die Liga passt“, sagte Stürmer Yussuf Poulsen. „So einen guten Start hat uns wohl keiner zugetraut.“ Augsburg ist nach zuletzt zwei Siegen auch im Aufwind. Trainer Dirk Schuster aber warnt: „Die sieben Punkte fühlen sich sehr gut an, wir dürfen aber nicht nachlassen und schlafmützig werden.“

FAKTEN: Das jüngste Bundesligateam trifft auf das älteste. „Das ist uns am unwichtigsten“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. Sollte seine Mannschaft mindestens Unentschieden spielen, würde sie einen Bundesliga-Rekord einstellen. Als Aufsteiger blieb Fortuna Düsseldorf in der Saison 2012/13 in den ersten sechs Spielen ohne Niederlage, ein Bundesliga-Neuling schaffte das noch nie. Augsburg kommt mit der Empfehlung von saisonübergreifend fünf Gastspielen ohne Niederlage in die Messestadt. Immerhin drei Partien davon wurden gewonnen.

PERSONAL: Hasenhüttl kann bis auf den Langzeitverletzten Lukas Klostermann (Kreuzbandriss) auf seine Bestbesetzung bauen. Auch Emil Forsberg ist wieder eine Option. Der schwedische Nationalspieler hat die Gehirnerschütterung, die ihn am Sonntag im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (1:1) zum Zuschauen zwang, auskuriert. Schuster muss auf Jan Moravek verzichten. Der Tscheche ist Augsburgs vierter Ausfall im Mittelfeld. Neuling Jonathan Schmid steht vor seinem Startelf-Debüt.

KULISSE: Für das dritte Bundesliga-Heimspiel in der RB-Geschichte wird eine große Kulisse erwartet. Im Vorverkauf wurden schon 34.000 Karten abgesetzt. Augsburgs Fans kommen allerdings dezimiert. Aus Protest gegen RB Leipzig verzichten die meisten FCA-Ultras auf die Reise. Dafür zeigte Schuster Verständnis. Allerdings erinnerte er auch, dass Leipzig die Bundesliga-Lizenz erhalten habe „und dadurch auch die Legitimation, in dieser Liga zu spielen“.

AUFREGER: Augsburgs Innenverteidiger Martin Hinteregger. Der Österreicher hatte Leipzig im Sommer abgesagt und war zum FCA gewechselt. Danach übte er Kritik am Verhalten des Clubs, der den österreichischen Erstligisten und ehemaligen Schwesterclub RB Salzburg durch die Transferpolitik „kaputt“ mache. Hinteregger hatte sechs Jahre in Salzburg gespielt. In dieser Woche stichelte er erneut. „Selbst wenn Leipzig Meister werden sollte und Augsburg absteigt, bin ich froh, dass ich nach Augsburg gegangen bin“ sagte der Abwehrspieler der Bild-Zeitung.

Von Robert Nößler (mit dpa)

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