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News Frust pur bei RB Leipzig: Viel Arbeit für Trainer Zorniger nach Fehlstart in Aue
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13:03 08.02.2015
Frust pur: RB-Leipzig-Coach Alexander Zorniger beim Spiel in Aue. Quelle: dpa
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Leipzig

Doch trotz des unerwarteten Rückschlags beim Vorletzten, der von einem Nazi-Eklat überschattet wurde, schaut Dominik Kaiser nach vorne. „Es ist nicht so, dass wir komplett am Boden sind. Es geht weiter und das werden wir im nächsten Spiel zeigen“, sagte der Mittelfeldspieler. 

Nach drei sieglosen Partien und nur zwei Siegen aus den letzten neun Duellen benötigt der Tabellensiebte in einer Woche gegen den FSV Frankfurt dringend ein Erfolgserlebnis, um oben dranzubleiben. Für Leipzig spricht am nächsten Sonntag die Statistik sowie die Heimstärke: Von zehn Partien im eigenen Stadion ging RB erst einmal als Verlierer vom Platz. Außerdem hat Zorniger mit RB in dieser Liga noch keine zwei Spiele am Stück verloren.

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Poulsen schlägt aus Frust gegen den Spielertunnel

In Aue herrschte derweil Frust pur, auf dem Weg in die Kabine hämmerte Yussuf Poulsen mit der Faust gegen den Spielertunnel. „Das ist ein extrem bitterer Abend für uns. Aue hat seine Chance zum 1:0 früher genutzt. Uns ist in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel eingefallen“, resümierte Kaiser. Zum ersten Mal kassierte RB Leipzig in dieser Saison zwei Gegentore, ohne selbst eins zu erzielen. Daran konnten auch die Sturm-Neuzugänge Emil Forsberg und Yordy Reyna nichts ändern, die gegen Aue ihre Pflichtspiel-Debüts gaben. Der schwedische und der peruanische Nationalspieler verbuchten allerdings noch die besten Chancen.

Dabei wollte Zorniger mit seinem neuen 4-3-3-System die Offensiv-Schwäche der ersten Saisonhälfte beheben. Aber die Angriffspower fehlte über weite Strecken in Aue. „Der letzte Pass in die Spitze und die Durchsetzungskraft im Zweikampf haben gefehlt“, sagte Kaiser. Auffällig ist bei Leipzig aber auch: Nach einem Rückstand findet das Zorniger-Team selten zurück in die Erfolgsspur. Siebenmal lag Leipzig in dieser Saison schon 0:1 zurück, verlor fünf der Duelle und konnte nur aus einer Partie als Sieger hervorgehen. 

Reyna und Rodnei sollen besser integriert werden

Die Statistik der Leipziger beim FC Erzgebirge zeigte, das nicht alles an diesem Abend schlecht war: 14:12 Torschüsse, 62 Prozent Ballbesitz, 51 Prozent gewonnene Zweikämpfe. „Wir haben aber die wichtigen Zweikämpfe nicht gewonnen und sind nichts ins Gegen-Pressing reingekommen“, konstatierte Zorniger und fügte hinzu: „Die Viererkette hat nicht wie gewohnt agiert.“

Der 47-Jährige will nun bis zum Spiel gegen Frankfurt vor allem die Neuzugänge Reyna und Verteidiger Rodnei besser integrieren. Beide kamen erst nach dem Trainingslager in Katar zur Mannschaft. „In der Vorbereitung sind wir in so kurzer Zeit nicht so weit gekommen, dass es mit allen Neuen schon innerhalb des Mannschaftsspiels passt. Das wird jetzt unsere Aufgabe sein“, sagte Zorniger. Zudem hofft der RB-Coach, auf einen Einsatz des Königstransfers Omer Damari, der nach seinem Muskelfaserriss gegen Aue noch nicht im Kader stand.

Anne Grimm

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