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News Gegen den FCK zu passiv: RB-Trainer Alexander Zorniger warnt vor gefräßigen Lilien
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13:20 04.11.2014
Yussuf Poulsen (l.) von RB Leipzig konnte seine Kopfballstärke gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht ausspielen: Am Montag trennten sich beide Teams 0:0. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Der Coach von RB Leipzig war mit dem Auftritt seiner Männer nicht einverstanden. „Wir hätten gern den Dreier gesetzt, dafür haben wir nicht genügend richtig gemacht“, analysierte der Trainer.

Und dann kam der erste Satz mit dem P-Wort. „Passivität hat in unserem Spiel nichts zu suchen“, so Zorniger. Seine Spieler hätten eine schlechte erste Halbzeit abgeliefert, sowohl gegen den Ball als auch mit dem Ball. Die Statistik bestätigt seine Kritik. Die Bullen spielten 355 Pässe. In der Vorwoche gegen Aue waren es noch knapp 700. Die Zweikampfbilanz entschieden die Gäste für sich: 55,4 Prozent zu 44,6 Prozent laut das Ergebnis.

Dieses Resultat wird auch von der Einzelkritik gestützt. Den besten Zweikampfwert mit 80 Prozent gewonnener Duelle weist zwar Diego Demme auf. Der RB-Mittelfeldspieler kam aber erst in der 78. Minute auf den Platz und bewies sich danach noch in fünf Situationen. Auf den Plätzen zwei bis sieben folgen nur Spieler aus Kaiserslautern. Zorniger warnt schon vor den Folgen einer Wiederholung: „Mit dieser Passivität frisst uns Darmstadt am Sonnabend auf“, glaubt er.

Auch Innenverteidiger Tim Sebastian zeigte sich mit der Leipziger Leistung unzufrieden. „Wir waren in der ersten Halbzeit richtig schwach und konnten froh sein, dass wir mit einem 0:0 in die Pause gehen“, sagt der Abwehrspieler. Er will aber nicht alles schlecht reden. „Das wir es können, haben wir am Schluss gezeigt“, so Sebastian.

In der zweiten Halbzeit drängte RB die Lauterer in die eigene Hälfte, hatte nur beim Konter von Philipp Hofmann Glück, der das leere Tor nicht traf. „Die zweite Hälfte war besser, vor allem nach den Auswechslungen“, schätzte auch Zorniger ein. Der Coach brachte Terrence Boyd für Daniel Frahn und Georg Teigl für Joshua Kimmich in die Partie. Vor allem US-Boy Boyd gewann dem Spiel auch eine positive Seite ab: „In der zweiten Halbzeit waren nur noch wir an der Reihe. Wir müssen jetzt positiv bleiben“, meinte er.

Eine Million Zuschauer bei RB

Was vor der Saison so keiner erwartet hätte, folgt nun am Sonnabend. Die Aufsteiger aus Leipzig und Darmstadt treffen im Spitzenspiel aufeinander. Dritter gegen Vierter heißt das Duell, beide Teams haben bereits 20 Punkte eingesammelt. Die Lilien erwarten mehr als 10.000 Fans. Zumindest bei der Zuschauerzahl hat sich RB deutlich von den Darmstädtern abgesetzt. In dieser Saison wollten schon 173.462 Besucher die Leipziger RB-Spiele sehen, das sind im Schnitt 24.780 pro Partie. Am Montagabend nahm RB noch eine ganz andere Hürde: In der Red Bull Arena erlebten 1.019.741 Fans die bisherigen 84 Pflichtspiele.

Die Medien in Österreich und England beschäftigt derweil ein ganz anderes Thema. Steigt Red Bull bei Zweitligist Leeds United ein?  Angeblich verhandeln die Österreicher schon seit vergangener Woche mit Clubchef Massimo Cellino. Bisher sei eine Einigung an der geforderten Kaufsumme von angeblich 50 Millionen Euro gescheitert. Außerdem wolle Cellino bisher nur einen Anteil an dem Traditionsverein verkaufen. Das widerspräche allerdings der Unternehmensphilosophie von Red Bull, die bisher stets „ganz oder gar nicht“ lautete.

Matthias Roth

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