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News Landrat Czupalla bekommt in Sachen RB Leipzig Antwort von DFB-Chef Niersbach
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12:44 14.10.2014
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Quelle: dpa
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Leipzig

Wie berichtet, gibt es eine Korrespondenz zwischen Landrat Michael Czupalla, 64, und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, 63, bezüglich Anfeindungen gegenüber RB Leipzig. Vorneweg: Niersbach wird weder RB-Ehrenmitglied noch sieht er sich als Mediator in den Diskussionen um die Daseinsberechtigung der Roten Bullen. Aber: Der DFB-Chef begrüßt das Erwachen eines schlafenden Riesen. „Die Entwicklung von RB Leipzig ist für den Fußball in dieser Stadt und mit den vielen Fans, die in dieser wunderbaren Stadt leben, positiv zu bewerten.“

Czupalla leidet mit, wenn die Roten Bullen durchs Dorf getrieben werden. Und das werden sie. Gegnerische Fans meiden die Red-Bull-Arena. Der Düsseldorfer Stadion-DJ spielt den Trauermarsch. Im Fanblock wird eine „Bullen-sind-Scheiße“-Choreographie gereckt. Bei Union Berlin werden schwarze Plaste-Kutten verteilt. Düsseldorfs Trainer Oliver Reck und Bochums Coach Peter Neururer und lästern öffentlich über RB.

Alsdann schrieb Czupalla Niersbach, schwärmte von einem nachhaltigen Nachwuchskonzept, einer friedlichen Fan-Kultur, wirtschaftlichen Effekten. Czupalla: „Mich begeistern Konzept und Umsetzung, ein Segen für die Region. Man müsste Herrn Mateschitz jeden Tag danke sagen. Wenn andere aufschreien, ist es ein Zeichen, dass man etwas richtig macht.“ Manches sei, so Czupalla,   „weit unterhalb der Gürtellinie“ - und bat Niersbach um Intervention.

Niersbach gehört nicht zu den RB-Gegnern, das Verhalten gegnerischer Fans „registrieren wir“, Möglichkeiten zum Einschreiten sehe man aktuell nicht. Das heißt nicht, dass alles toleriert wird. So ermittelt der DFB-Kontrollausschuss gegen Düsseldorf. Die Fortunen hatten sich beim 2:2 gegen RB als ausbaufähige Gastgeber gezeigt.

Niersbach ist übrigens Kenner der speziellen Leipziger Fußball-Landschaft, erinnert an den 2003er WM-Countdown in LE. Damals hätten sich die Chefs der beiden Traditionsclub nicht die Hand gegeben - es waren die Bosse vom VfB und des FC Sachsen.

Ein Schlüsselerlebnis für Niersbach. „Wenn es die großen Traditionsvereine über Jahre und Jahrzehnte nicht geschafft haben, sich über einen seriösen Weg wieder im Profi-Fußball zu etablieren, dann darf sich niemand beschweren, wenn dann ein anderer Weg beschritten wird und dieser auch zum Erfolg führt.“

Guido Schäfer

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