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News Millionen-Investitionen bei RB: Bayern-Boss Rummenigge wünscht sich Financial Fairplay
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14:00 05.08.2014
Mit Blick auf RB leipzig zeigt sich Karl-Heinz Rummenigge dem Financial Fairplay gegenüber aufgeschlossen. Quelle: dpa
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München/Leipzig

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge äußert sich jetzt in einem Interview zur Finanzierung des Zweitliga-Aufsteigers durch den Getränkekonzern Red Bull. Er fordert eine Überarbeitung des Lizenzierungsverfahrens und denkt laut über finanzielle Obergrenzen nach.

„Zunächst mal eins: Ich habe keine Sorge oder gar Ängste vor RB Leipzig“, sagte Rummenigge der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Zweitens: Das Thema RB Leipzig, die ganze Diskussion, kann man relativ schnell zu den Akten legen – wenn man Financial Fairplay als Lizenzierung bitte auch in der Bundesliga einführt. Dann ist das Thema von selbst erledigt. Dann darf der Herr Mateschitz per anno maximal 15 Millionen pro Jahr investieren – oder 45 Millionen für drei Jahre“, so der Bayern-Boss.

Rangnick: "Gehen unseren Weg unbeirrt weiter"

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) tue gut daran, das UEFA-Lizenzierungsverfahren auf Bundesliga-Niveau einzuführen, sagte Rummenigge weiter. „Denn sonst haben wir ein Lizenzierungsverfahren für Red Bull Leipzig und ein anderes für Borussia Dortmund oder Schalke 04. Das kann es nicht sein. Das muss harmonisiert werden.“ 

Gegenüber der "Sport Bild" gab sich RB-Sportdirektor Ralf Rangnick gelassen: „Wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter. Dass sich regelmäßig Vereinsvertreter aus der Bundesliga zu uns äußern, wundert mich. Ich beschäftige mich nur mit unseren direkten Mitbewerbern.“

RB mit Millionen auf Einkaufstour

Die roten Bullen hatten sich mit Millionen-Transfers in der Sommerpause verstärkt. So kam der Belgier Massimo Bruno für fünf Millionen Euro vom RSC Anderlecht nach Leipzig, wurde aber direkt an den österreichischen Schwesterklub Red Bull Salzburg ausgeliehen. Für Stürmer Terrence Boyd von Rapid Wien war eine geschätzte Ablöse von zwei Millionen Euro fällig. Der 23-Jährige verletzte sich jedoch noch vor dem ersten Saisonspiel gegen den VfR Aalen (0:0) am Kreuzband.

München/Leipzig. Der Ex-Hoffenheimer Marvin Compper oder Kroatiens WM-Stürmer Ante Rebic – mit spektakulären Transfers hat RB Leipzig in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge äußert sich in einem Interview zur Finanzierung des Zweitliga-Aufsteigers durch den Getränkekonzern Red Bull.

RB reagierte prompt und lieh am Wochenende Kroatiens 20-jährigen Nationalstürmer Ante Rebic vom AC Florenz für ein Jahr aus. Ebenfalls vom italienischen Serie-A-Klub kam zuvor Innenverteidiger Marvin Compper, der laut transfermarkt.de einen Marktwert von zwei Millionen Euro besitzt. Für den am Innenband verletzten Stammtorhüter Fabio Coltorti suchen die Bullen noch nach einem Ersatz. Spekuliert wird unter anderem über Hoffenheims zweiten Keeper Jens Grahl (25). Die Transferfrist endet am 31. August.

DFL spricht von „Black Box“

Die DFL sagte nach Rummenigges Vorstoß zur Lizenzierung, dass es aus ihrer Sicht keinen neuen Stand gibt. Der Verband bleibt bei der Position, die Geschäftsführer Andreas Rettig vor einem guten Jahr darstellte. „Für uns ist das noch eine Art Black Box und noch nicht greifbar. Deshalb können wir heute nicht sagen, wir übernehmen das in unserem Lizenzierungsverfahren“, hatte Rettig gesagt.

Der Vorstandschef der Münchner will den Kontakt zu Bayern-Präsident Karl Hopfner suchen. „Ich werde sicher mit Karl Hopfner, der ja bei der DFL im Vorstand ist, demnächst darüber sprechen, damit er diesen Antrag stellt“, sagt Rummenigge: „Das Entscheidende ist: Financial Fairplay muss auf Bundesliga und Zweite Liga adaptiert werden.“

Robert Nößler / dpa

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