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Nach Pokal-Aus gegen Wolfsburg: RB Leipzig trauert vergebenen Chancen nach

Nach Pokal-Aus gegen Wolfsburg: RB Leipzig trauert vergebenen Chancen nach

Ausverkauftes Stadion, beste Flutlichtstimmung, Standing Ovations für die Mannschaft von RB Leipzig nach dem Abpfiff: Die Atmosphäre in der Red-Bull-Arena war am Mittwochabend erstligareif.

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Joshua Kimmich und Fabio Coltorti können das 0:2 durch Timm Klose nicht verhindern.

Quelle: dpa

Leipzig. „Die Fans haben Gas gegeben, das beeindruckt uns auch auf dem Platz“, sagte RB-Verteidiger Sebastian Heidinger. Einziger Schönheitsfehler: Den sportlichen Sieg hat der VfL Wolfsburg eingesteckt.

Was bleibt also für die Roten Bullen nach der 0:2-Niederlage gegen die Niedersachsen? Die Gewissheit, dem Bayern-Jäger Nummer 1 die Stirn geboten und zumindest in der ersten Halbzeit mehr als in Verlegenheit gebracht zu haben. „Wir wollten eine Runde weiterkommen und haben gezeigt, dass wir Wolfsburg vor Probleme stellen können. Die Leistung muss uns jetzt einen weiteren Push geben“, meinte Kapitän Dominik Kaiser.

Unentschieden nach der Statistik

Ginge es rein nach der Statistik und nicht nur nach den Toren, die Bullen und die Wölfe wären in die Verlängerung gegangen. Nur einige Daten beider Teams: Die gewonnenen Zweikämpfe lagen genau bei 50 Prozent zu 50 Prozent, beide Mannschaften gaben je 17 Torschüsse ab, die Kontrahenten liefen je dreimal ins Abseits und Emil Forsberg wies wie Kevin de Bruyne mit fünf Torschüssen die beste Quote auf.

Den entscheidenden Unterschied spricht aber Heidinger deutlich aus: „Wolfsburg hat seine Chancen eiskalt genutzt. Ich wäre froh, wenn man das über unsere Chancen sagen könnte.“ Das 0:1 ist das beste Beispiel dafür. Anthony Jung ließ sich in der 20. Minute in der VfL-Hälfte den Ball vom Fuß spielen. Der VfL brauchte gerade drei Stationen und zehn Sekunden für den Gegenstoß und traf durch Daniel Caligiuri zur Führung. „Das war ein Super-Tempo-Gegenstoß, Caligiuri macht das sensationell“, musste auch RB-Coach Achim Beierlorzer anerkennen.

Sportdirektor Ralf Ragnick trauerte vor allem den eigenen Gelegenheiten nach. „Wir hätten in Führung gehen können, wir hatten in den ersten 20 Minuten die besseren Möglichkeiten durch Damari und Klostermann. Wenn Du das Publikum richtig hinter dich bringen willst, musst du eine davon machen“, erklärte der 56-Jährige.

Bas Dost ist sauer

Dennoch: Anders als Leverkusen und Bremen in der Bundesliga hat sich Leipzig im eigenen Stadion nicht mit fünf Gegentoren überrollen lassen. Zudem ging der zuletzt so treffsichere Bas Dost leer aus und reagierte ziemlich gereizt auf seine Auswechslung. Der Niederländer verweigerte dem Trainerteam den Handschlag.

Dafür traf ein anderer Wolfsburger nach einer Ecke mit wuchtigem Kopfball in der zweiten Halbzeit und versetzte den Bullen den K.o.-Schlag: Innenverteidiger Timm Klose. „Ich habe vorher mit Naldo besprochen, dass wir immer einen Gegenspieler wegblocken, das hat super geklappt“, freute sich Klose.

Neben dem Spiel sorgte bei den bundesweit angereisten Berichterstattern ein weiteres Thema für Interesse: Rangnicks Äußerungen zu einem möglichen Engagement von Alexander Zornigerbeim VfB Stuttgart. "Ich kann das nicht nachvollziehen, dass es da überhaupt irgendeine Aufregung gibt", sagte Rangnick nach dem Abpfiff.

Es habe letzte Woche in den Stuttgarter Nachrichten einen Artikel gegeben, in dem geschrieben worden sei, dass Zorniger neuer Trainer beim VfB Stuttgart werden solle und dass es nur noch die Frage sei, ob sofort oder erst zur neuen Saison, so der ehemalige VfB-Coach.

"Und wenn gleichzeitig letzten Samstag Huub Stevens nach dem Spiel sagt: 'Die vier Monate krieg ich auch noch rum', dann weiß ich nicht, weshalb sich irgendjemand beim VfB Stuttgart darüber aufregt, wenn ich sage: 'Vielleicht wird Alex Zorniger im Sommer neuer Trainer beim VfB Stuttgart.'"

Am Donnerstag erhielt der Disout eine neue Wendung. Einem Bericht der Bild zufolge sollen sich der VfB und Zorniger bereits einig sein und der 47-Jährige die Schwaben in der kommenden Woche übernehmen.

In Leipzig konzentrieren sich Spieler und Verantwortliche nun auf das Spiel am kommenden Montag beim Karlsruher SC. „Die Saison ist noch nicht gelaufen“, gab sich Kaiser kämpferisch. Die Mannschaft wolle jetzt den nächsten Dreier landen.

Matthias Roth

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