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News RB-Coach Rangnick spricht verletztem Terrence Boyd Mut zu
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11:07 14.10.2015
Ihm bleibt auch weiterhin nur die undankbare Zuschauerrolle: Terrence Boyd. Quelle: dpa
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Leipzig

RB-Stürmer Terrence Boyd lernt gerade die Schattenseiten des sonst so feinen Fußballer-Lebens kennen. Der 24-jährige US-Nationalspieler kann seit Dezember 2014 seinem Beruf, der für ihn auch Passion ist, nicht nachgehen. „Ich liebe den Fußball“, sagt Boyd, der nach einem erneuten Eingriff am rechten Knie frühestens zur Wintervorbereitung wieder an den Ball darf.

Diesmal musste eine Zyste entfernt und der Außenmeniskus geglättet werden. Mit dem Eingriff des Knie-Spezialisten Ulrich Boenisch (Augsburg) müssten jetzt die Entzündungsherde, die zu Flüssigkeitsansammlungen geführt haben, befriedet sein. Das Knie an sich war und ist stabil. Boyd gibt nicht auf: „Ich komme wieder."

Unterstützt wird er auch und vor allem von Cheftrainer Ralf Rangnick. „Der Coach ist ein total menschlicher Typ, hat mir gut zugesprochen und mich in den Arm genommen“, berichtet Boyd. In den Arm nimmt der Fußball-Lehrer sonst nur seine Gattin. Oder Spieler/Journalisten, um sie in den schwäbischen Schwitzkasten zu nehmen. „Für Terrence ist der erneute Rückschlag besonders schlimm“, sagt Rangnick. „Er lebt für den Fußball. Wir geben ihm alle Hilfen, die er braucht.“

Boyd ist der einzige Profi, der nicht zur Verfügung steht. Atinc Nukan ist nach Knie-Verletzung zurück im Training, auch Emil Forsberg und Rani Khedira können und wollen wieder. Die auf Reisen befindlichen Auswahlspieler der Roten Bullen Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Yussuf Poulsen, Zsolt Kalmàr, Davie Selke und Lukas Klostermann trudeln nach und nach ein.

Das erste gemeinsame und seriöse Üben steigt am Donnerstag. Weil der Hit beim Tabellenführer VfL Bochum erst am Sonntag  steigt, legt sich Rangnick schon fest: Reisestrapazen sind diesmal keine Ausschlusskriterien. „Alle spielen in unseren Überlegungen eine Rolle.“

Das Match im Ruhrpott ist wieder mal richtungsweisend. Wenn RB gewinnt, haben sie mit 20 Zählern den Rockzipfel der Bochumer (21) in Griffweite. Im Fall einer Niederlage kann man den wehenden Schweif der davon galoppierenden Bochumer nur noch erahnen. „Wir wollen in Bochum gewinnen“, sagt Rangnick.

Warum auch nicht? Der zuvor kriselnde 1. FC Kaiserslautern siegte 2:1 beim VfL und ist nicht besser als Leipzig bestückt. Dass Cheftrainer Rangnick seinen Posten eventuell schon in der Winterpause für einen Nachfolger räumt, ist unwahrscheinlich. „Stand heute ist: Ich bin bis zum Saisonende Trainer und werde danach nur noch Sportdirektor sein.“ Stände können sich ändern.

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