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News RB-Coach Zorniger: „Totale Freude über Wolfsburg“ – Frahn hat sich Dresden gewünscht
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14:07 30.10.2014
Alexander Zorniger. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Der Bullen-Coach verfolgte nach dem Sieg gegen Erzgebirge Aue die Auslosung zum Achtelfinale im DFB-Pokal auf dem heimischen Sofa. Die 38-jährige Nachrichtenfrau Rakers erfüllte alle Wünsche des Trainers an die Spielpaarungen. Die Gegner sollten nicht aus Offenbach, Bielefeld, Dresden, München und Dortmund kommen. Zudem hoffte Zorniger auf ein Heimspiel.

Mit dem VfL Wolfsburg ist der 47-Jährige hoch zufrieden. „Das ist ein Top-Erstligist, da war totale Freude bei mir“, so der Fußball-Lehrer. Für ihn ist es egal, dass die Niedersachsen vor drei Jahren schon einmal gegen Leipzig im DFB-Pokal spielten. „Das ist doch heute eine völlig andere Mannschaft als damals“, so Zorniger. Gegen die unterklassigen Teams hätte seine Männer auswärts spielen müssen. Und: „Die Bayern und der BVB sind für uns unschlagbare Teams, noch“, fügt der Coach an.

Der Weg für RB Leipzig in die nächste Runde glich einem Herzschlagfinale. Erst in der Nachspielzeit brachte Yussuf Poulsen sein Team mit dem Ausgleich zurück ins Spiel. Zuvor rannten die Bullen 90 Minuten an. Die besseren Chancen hatte allerdings Aue, mit dem Lattentreffer von Mike Könnecke und dem verunglückten Lupfer des völlig freistehenden Arvydas Novikovas. Gästetrainer Tomislav Stipic sah in seiner Elf deshalb auch 90 Minuten lang die bessere Mannschaft.

Das konnte Zorniger nicht verstehen und empfand seine Männer im Vorteil. „So unterschiedlich können Ansichten sein“, sagte er und schob am Donnerstag noch einmal die Spielstatistik nach. Torschüsse: 33:10, gespielte Pässe: 683 : 471 und Ballbesitz: 59 Prozent : 41 Prozent, jeweils für RB versteht sich. Er gesteht aber auch ein: Aue habe seine Schützlinge vor Probleme gestellt. “Die Matchpläne der Trainer gegen uns werden immer besser“, lobte er seinen Kollegen Stipic. Mit Willen und Emotionen hätten die Bullen schließlich gewonnen.

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Während sich der Übungsleiter über Wolfsburg freut, gaben sich die Spieler noch reserviert. Kapitän Daniel Frahn verfolgte die Auslosung in seinem Bett. „Ich hätte lieber in Dresden oder Dortmund gespielt“, gab der Stürmer zu. Die Stimmung dort möchte er gern einmal auf dem Rasen erleben. „Feindliche Fangesänge sind legitim, wenn sonst alles im Stadion ruhig bleibt“, meinte Frahn mit Blick auf die heißblütigen Anhänger von Dynamo und der Borussia.

Stattdessen also wieder der VfL. Frahn war nach der Auslosung sofort klar, was folgte: Sein Handy vibrierte die nächste Stunde im Minutentakt. Freunde schickten ihm ständig Nachrichten und spielten dabei auf seine drei Treffer gegen die Wölfe vor drei Jahren an, als der Trainer dort noch Felix Magath hieß. Manchmal schaut sich Frahn seine besten Abschlüsse auf Video an. „Die Tore gegen Wolfsburg sind dann dabei“, gibt er zu.

Alexander Zorniger erhielt via TV-Bildschirm am späten Montagabend noch einen besonderen Gruß. ARD-Experte Mehmet Scholl nannte den Leipziger Coach "einen alles überragenden Trainer, den wir bald in der Bundesliga sehen werden“. Scholl und Zorniger haben gemeinsam die Lizenz zum Fußballlehrer erworben. Überliefert: Beide gerieten damals mehrfach und lautstark aneinander. Zorniger am Donnerstag über Scholls Äußerungen: „Das war ein rein fachlicher Kommentar.“

Matthias Roth

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