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News RB Leipzig: Weitere 800 Karten für letztes Heimspiel – bei Sieg Aufstiegsparty
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14:57 01.05.2016
Fans der Roten Bullen beim Spiel gegen Bielefeld am Freitag.  Quelle: Christian Modla
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Leipzig

 Mit einem Heimsieg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) gegen Karlsruhe können die Roten Bullen den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga perfekt machen. Angesichts der großen Chance auf eine rauschende Aufstiegsparty ist das Stadion bereits seit Wochen ausverkauft. Am kommenden Mittwoch werden voraussichtlich aber noch weitere 800 Karten in den Verkauf gegeben. Das erklärte RB-Sprecher Benjamin Ippoliti am Sonntag.

Grund ist der angekündigte Boykott der Gästefans. „Wir stehen im ständigen Austausch mit den Karlsruhern. Am Dienstag endet dort der Vorverkauf und danach erhalten wir die Tickets zurück“, so Ippoliti gegenüber LVZ.de. Je nachdem, wie viele Karten tatsächlich vom KSC zurückkommen, könnten auch noch mehr RB-Fans beim vorletzten Saisonspiel dabei sein. Insgesamt hatten die Baden-Württemberger 4000 Tickets erhalten. Aufgrund der notwendigen Sicherheitspuffer zwischen den Blöcken werden es laut Ippoliti aber keinesfalls so viele Restkarten sein.

Anstatt der möglichen Aufstiegsfeier in Leipzig beizuwohnen, laden die Karlsruher Fans am kommenden Wochenende lieber zum „Traditionswochenende“ mit Stadionbesuchen bei ihrer A-Jugend und bei den Amateuren. „Wer uns kennt, dem dürfte bewusst sein, dass wir die Reise zum Brausehersteller nicht antreten werden“, schreibt die Fangruppe „Ultra1894“ als Begrünung auf ihrer Seite. Schon in der vergangenen Saison hatte ein Großteil der Blau-Weißen die Partie in Leipzig boykottiert.

RB-Kapitän: Haben genug Qualität um standzuhalten

Um im nächsten Anlauf ganz sicher die Korken knallen zu lassen, braucht RB Leipzig am kommenden Sonntag gegen den Karlsruher SC nach drei Partien ohne Dreier einen Sieg. „Wir haben wieder eine normale Woche vor uns. Danach haben wir immer über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht“, kündigte Coach Ralf Rangnick an. Die kurze Pause zwischen dem Montagsspiel in Kaiserslautern und der Freitagspartie gegen Bielefeld machte der 57-Jährige als einen Grund dafür aus, warum sein Team nach dem Ausgleich der Arminia in der letzten Phase des Spiels nicht noch einmal mit aller Wucht zurückschlug.

Dabei dürfte die entscheidende Frage für den nächsten Matchball am Samstag im heimischen Stadion sein: Kann die junge Truppe diesmal mit dem großen Aufstiegsdruck und den hohen Erwartungen umgehen? Schien das Team gegen Bielefeld zu Beginn noch wie im Rausch von Motivationsvideos, Ansprachen und Fan-Choreographie, schlug die Euphorie spätestens beim Ausgleich in der 60. Minute in Angst um.

Wie schon bei den zwei vorhergehenden Spielen ließ sich RB von nur einem Gegentor aus der Bahn werfen. „Man hat schon gemerkt, dass wir dann ein paar Gedanken zu viel im Kopf hatten und uns das Leben durch eigene Fehler selbst schwer gemacht haben“, beschrieb Dominik Kaiser die Situation nach dem 1:1 und gab zu: „Da haben wir schon einen leichten Knacks davon getragen.“

Doch der Kapitän ist überzeugt, dass die Nervenstärke für den Endspurt da ist: „Wir haben genug Qualität in den vergangenen Monaten gezeigt, um dem Druck, den wir jetzt haben, Stand zu halten.“

Stürmer Yussuf Poulsen meint: „Der Druck für Nürnberg ist viel größer als für uns. Aber das ist auch egal. Solche Fehler, wie wir sie gegen Bielefeld gemacht haben, dürfen uns in Zukunft nicht passieren.“ Damit meinte der dänische Nationalspieler auch die Entstehung des Gegentreffers, bei dem sich Torhüter Peter Gulacsi und Verteidiger Atinc Nukan nicht einig waren. Kapitän Kaiser fordert für die letzten zwei Partien, endlich mal wieder die Null hinten zu halten. Das gelang den Leipzigern nun schon seit neun Spielen nicht. „Das müssen wir abstellen und dann werden wir vor vollem Haus gegen den KSC gewinnen“, powert Kaiser. (mit dpa)

Von mpu

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