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08:45 03.03.2016
Die Red-Bull-Arena beim Spiel gegen Heidenheim: RB Leipzig prüft nun einen Stadion-Neubau. Quelle: Matthias Roth
Leipzig

 Aufstiegsaspirant RB Leipzig will sich in den kommenden acht Wochen ein konkretes Bild über einen möglichen Stadionneubau machen. Das sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff (40) am Mittwoch unmittelbar vor dem Zweitligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Sein Vorstandskollege Uli Wolter habe einen entsprechenden Auftrag erhalten.

Kernfragen sind: Reicht eine erweiterte Red Bull Arena mit bis zu 57.000 Plätzen in der 1. Bundesliga aus und lassen sich die Verkehrsströme rund um das Stadion in den Griff bekommen? „Mein persönlicher Wunsch ist, dass wir bleiben“, so Mintzlaff. Die Anlage besitze Geschichte und sei nach den Aufstiegen auch für RB bereits ein historisches Stadion.

Bei den Überlegungen zu einem Neubau spiele aber auch das Ticketing eine gewichtige Rolle. Sollte RB zu dem Schluss kommen, dass mehr als 60.000 Fans die Partien der Roten Bullen sehen wollen, sei das ein Argument für einen Neubau. „Dabei beschäftigt uns auch das Thema Financial Fairplay“, so Mintzlaff. RB darf bei einem möglichen Durchmarsch bis in den Europapokal nur dann international spielen, wenn der Verein nicht zu mehr als 30 Prozent von einem Investor abhängig ist. Bei der Zuschauerentwicklung soll aber zunächst das erste Bundesliga-Jahr abgewartet werden.

Mögliche Standorte nahe Flughafen und Neuer Messe

Zu einem möglichen Standort für eine neue Arena wollte sich Mintzlaff nicht im Detail erklären. Er erwähnte aber ein Gebiet im Umfeld von Neuer Messe und Flughafen in der Nähe der Autobahn 14. Damit wäre zumindest ein Umzug in den Leipziger Süden an die A 38 vom Tisch.

RB stellte das Stadionthema und weitere Punkte am Nachmittag bei einer Mitgliederversammlung vor. Laut Mintzlaff nahmen 55 Personen daran teil. Die Mitgliederstruktur habe sich in den vergangenen Jahren leicht verändert. Neu hinzugekommen seien im Herbst zwei stimmberechtigte Mitglieder. Die Zahl liege jetzt bei 17. Namen nannte Mintzlaff nicht.

Die Neuen kämen aus dem Bundesgebiet und brächten sich aktiv in den Verein ein. „Wir suchen auch keine Personen, die einmal im Jahr zur Versammlungen kommen und dort eine Dose Red Bull trinken“, meinte der Vorstandschef. Die Zahl der nicht stimmberechtigten Fördermitglieder liege bei 300 und könnte bis zum Sommer auf 400 steigen. Der Rest seien Sportler. Aktuell habe RB rund 650 Mitglieder.

Trainerfrage wird bei Aufstieg geklärt

Zweites Thema war bei der Zusammenkunft die Trainerfrage. Namen nannte Mintzlaff allerdings erneut nicht und versicherte: „Wir wissen noch nicht, wer es wird.“ Es liege eine Shortliste vor, die er und Sportdirektor Ralf Rangnick kennen. Sobald der Aufstieg klar sei, solle auch zeitnah eine Einigung vorliegen.

In der gut einstündigen Zusammenkunft informierte der Vorstand zudem über die Umstrukturierung in der Geschäftsstelle. Hauptaugenmerk liege auf dem Bereich Marketing und Sales. Vor allem auf der Einnahmenseite sollen neue Quellen erschlossen werden. „Wir haben da unfassbar viele Möglichkeiten“, betonte Mintzlaff. Pläne sollten schnell umgesetzt werden, damit Rangnick eine Top-Mannschaft zusammenstellen kann. Im Kader werde es einen Umbruch geben, wie im vergangenen Sommer. RB werde aber nichts Verrücktes machen.

Konfliktpunkte gab es zwischen den Mitgliedern offenbar nicht zu diskutieren. „Wir haben klargestellt, wie sexy RB Leipzig ist“, so Mintzlaff.

Von Matthias Roth

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