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News RB Leipzig liegt mit zwei Punkten pro Spiel auf Champions-League-Kurs
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17:33 03.10.2016
Für RB Leipzig und Stürmer Yussuf Poulsen zeigt die Tendenz nach oben. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Emil Forsberg muss nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg schlaflose Stunden verbracht haben. „Ich werde mir die ganze Nacht die Tabelle anschauen“, sagte der Torschütze am Freitagabend nach der sechsten Bundesligapartie ohne Niederlage und den Punkten zehn bis zwölf für die Rasenballsportler aus der Messestadt. Der Lohn: Rang drei hinter Dortmund und Bayern zu Beginn des sechsten Spieltags. Augsburgs Trainer Dirk Schuster war sich nach der Niederlage in Leipzig sicher: „Diese Mannschaft wird am Ende definitiv einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“ Es gibt einige Gründe, warum es für den Aufsteiger bisher so gut läuft.

Angriff:

Dank der großen Qualität in der Offensive ist RB Leipzig im Spiel nach vorn schwer auszurechnen. „Alle sind gefährlich und jede Woche ist ein neuer dran“, sagt Kapitän Dominik Kaiser. In sechs Partien trafen bereits acht verschiedene Spieler. Neuzugang Timo Werner (3) und Schwedens Nationalspieler Forsberg (2) sind die einzigen beiden RB-Akteure, die schon mehrfach über ein Tor jubeln konnten.  

Hasenhüttl:

Der österreichische Coach hat den Luxus, sein Team nach den Stärken des Gegners aufzustellen und rotierte bisher meist auf zwei, drei Positionen pro Partie. Damit schafft er es, seinen großen Kader bei Laune zu halten. „Er kriegt das sehr gut hin“, sagt Kaiser. Immerhin standen Stammspieler der Vorsaison wie der Kapitän selbst oder Forsberg mehrfach nicht in der Startelf. Der Coach betont, bei dem Potential auf der Bank keine schlechten Wechsel machen zu können. Trotzdem bewies er schon zweimal ein goldenes Händchen: Gegen Dortmund und Hamburg brachte er die entscheidenden Spieler sowie Torschützen zum richtigen Zeitpunkt.

Kader:

Kein Bundesliga-Aufsteiger, nicht einmal viele der etablierten Teams im Oberhaus konnten sich bisher Neuzugänge von etwa 50 Millionen Euro leisten – ohne selbst Einnahmen für Abgänge zu kassieren. Doch bisher sind vor allem die Aufstiegsspieler die Garanten für den Erfolg. Rangnicks Transferpolitik aus den vergangenen Jahren trägt also Früchte. Beispiel dafür sind Yussuf Poulsen sowie die beiden Österreicher Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker. Zudem stellen die Leipziger mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren das jüngste Bundesligateam: Eine schnelle Regeneration, sowie ein großer Hunger nach Siegen sind garantiert.

Spielweise:

Die kommt den Leipzigern in der Bundesliga viel mehr entgegen, als in der 2. Bundesliga. Größere Räume, höheres Tempo, öfter Gegner, die sich über Ballbesitz definieren. RB kann die Pressing-Maschinerie noch besser einsetzen. Innenverteidiger Willi Orban sagt selbstbewusst: „Wir wissen, dass wir mit unseren Qualitäten nicht nur gegen alle Mannschaften der Liga mithalten, sondern auch punkten können.“   

Mehr als zwei Wochen bis zum nächsten Bundesligaspiel

16 Tage bleiben dank der Länderspielpause Zeit, um sich für das nächste Spiel beim VfL Wolfsburg vorzubereiten. Mit Werner und Davie Selke (U21), Poulsen (Dänemark), Forsberg (Schweden), Ilsanker und Sabitzer (Österreich), Peter Gulacsi (Ungarn), Kyriakos Papadopolous (Griechenland), sowie Oliver Burke (Schottland) sind gleich neun RB-Kicker auf Länderspielreise. Der „Rest“ des Teams bestreitet am Donnerstag ein Testspiel. Gegner ist um 18 Uhr am Cottaweg der tschechische Erstligist Dukla Prag.

Anne Grimm

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