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News RB Leipzig zieht in nächste Pokalrunde ein – kein Einspruch aus Osnabrück
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15:13 14.08.2015
Quelle: dpa
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Leipzig

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das abgebrochene Pokalspiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig am grünen Tisch als 2:0-Sieg für RB Leipzig gewertet. Damit stehen die Roten Bullen in der zweiten Runde des DFB-Pokal und können sich auf die Auslosung am Freitagabend freuen.

Rote Bullen und Osnabrück akzeptieren Entscheidung

„Wir haben uns mit Nachdruck für ein Wiederholungsspiel eingesetzt, denn es war unser Ziel, sportlich in die nächste Runde einzuziehen“, sagte RB-Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff. Der Verein akzeptiere dennoch auch das Sportgerichtsurteil und fokussiere sich nun auf die anstehende Zweitliga-Partie gegen Braunschweig.

VfL-Vereinschef Hermann Queckenstedt wollte das Urteil zunächst nicht kommentieren, sondern es erst mit seinen Präsidiumskollegen und Juristen auswerten. Am Nachmittag gaben die Niedersachsen auf einer Pressekonferenz bekannt, nicht gegen das Urteil vorgehen zu wollen. Somit kann auch die Pokalauslosung am Freitagabend nach dem Bundesliga-Auftakt zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV (20.30 Uhr) stattfinden.

DFB-Sportgericht: Entscheidung war alternativlos

Das Pokalspiel gegen Osnabrück war beim Stand von 1:0 für die Niedersachsen in der 71. Minute abgebrochen worden, nachdem Schiedsrichter Martin Petersen von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Der Werfer befand sich währenddessen im Heimblock des VfL Osnabrück. „Gemäß der für alle Vereine geltenden Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für den VfL Osnabrück mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und das Verschulden der Zuschauer dem Verein zuzurechnen ist“, erklärte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, am Freitagmorgen. Die Spielumwertung sei laut der Rechtsvorschriften alternativlos.

Lorenz wertete das Angebot aus Leipzig, die Partie einfach wiederholen zu lassen, zwar als faire Geste, die aber nicht umsetzbar sei. „Würden wir auf dieses Angebot eingehen, so wäre dies gleichbedeutend mit dem Verlust jeder Rechtssicherheit. Die Gestaltung eines Wettbewerbs kann nicht vom Goodwill einzelner Vereine abhängig sein“, so der DFB-Justiziar. Zudem würde man Manipulationen von Wettbewerben ermöglichen, wenn Vereine selbst darüber entscheiden können, ob sie noch einmal spielen oder nicht.

Neben der Niederlage am „Grünen Tisch“ drohen dem VfL Osnabrück auch noch weitere Strafmaßnahmen. Darüber will das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss gesondert entscheiden.

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