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News RB-Pokalgeschichten: Glücksbringer Röttger, Trikot-Tausch der Kumpels und Held Fandrich
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14:30 18.08.2014
Timo Röttger wurde beim Pokalspiel gegen den SC Paderborn offiziell bei RB Leipzig verabschiedet. Quelle: Andreas Döring
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Dafür entstanden rund um den Pokal-Krimi jede Menge Storys. Im Fokus standen auch zwei ehemalige RB-Kicker: Timo Röttger und Stefan Kutschke.

Timo Röttger lächelte verschmitzt, stellte sich in der Mixed-Zone neben RB-Torhüter Benny Bellot und sagte: „Ich weiß, eigentlich musst du jetzt Interviews geben. Aber der Glücksbringer hat doch geholfen, oder?“ Die Vorgeschichte: Der Publikumsliebling war vor dem Pokal-Krimi offiziell verabschiedet worden, denn er trägt seit dieser Saison das Trikot des Regionalligisten Viktoria Köln. Am Sonntag lief Röttger eine letzte Runde durchs Stadion, sagte hinterher: „Es war unbeschreiblich emotional“. Dann hängte er einen RB-Schal ins Tor vor der eigenen Fankurve – für Bellot und das ganze Team. Zufall, dass sein Kumpel, der den Glücksbringer in der zweiten Halbzeit im Rücken hatte, dann kein Gegentor mehr kassierte? Fest steht: Bellot bleibt auch nach fünf Jahren als RB-Keeper ohne Niederlage.

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„Mit Bello (Spitzname Bellot, Anm. d. Red.) hatte ich immer eine lustige Zeit, wir waren in Leipzig zusammen auf vielen Konzerten“, erklärt der 29-Jährige die Sympathien. Am Montag hätte er das perfekte Pokal-Erlebnis gerne mit einem Besuch bei seinem Ex-Verein Dynamo Dresden abgeschlossen, die auf seinen Lieblings-Klub Schalke treffen. Doch ein MRT-Termin in Köln machte ihm einen Strich durch die Rechnung: „Wahrscheinlich habe ich mir im Training einen Muskelfaserriss zugezogen, aber das wird sich heute erst rausstellen.“

Zornigers goldenes Händchen

Paderborns Stürmer Stefan Kutschke im Kopfball-Duell mit RB-Verteidiger Georg Teigl. Quelle: GEPA Pictures

Nur ein paar Meter neben Röttger und Bellot war der nach dem Ausscheiden verärgerte Paderborner und Ex-Leipziger Stefan Kutschke wieder aus der Kabine gekommen. Er tauschte mit seinem besten Kumpel Daniel Frahn die Trikots. Immerhin war es das erste Mal in ihrer langen Freundschaft und Fußballer-Karriere, dass beide in einer Pflichtpartie aufeinander trafen. Zoff dürfte es nicht gegeben haben, denn keiner der beiden Stürmer schoss ein Tor.

Dafür besitzt Trainer Alexander Zorniger bei seinen Einwechslungen zurzeit ein gutes Gespür. Gegen 1860 brachte er Matthias Morys und Denis Thomalla – beide trafen. Im Pokal kam Clemens Fandrich und schoss sein Team in die zweite Runde des DFB-Pokals. „Nach seiner Verletzung hat er in letzter Zeit ein bisschen hinten angestanden, deshalb freue ich mich besonders für ihn“, sagte Verteidiger Niklas Hoheneder, der am Sonntag seinen 28. Geburtstags feierte. Zorniger zu seinen Einwechslungen: „Ich bin weit entfernt davon, ein goldenes Händchen zu haben. Das hatte ich noch nie.“ Außerdem nahm er seinen Keeper Bellot in Schutz: „Das Gegentor war in allererster Linie ein Fehler der Viererkette. Benny muss hoch stehen und die Bälle ablaufen.“

Bereits am Samstag (18.30 Uhr) werden nach der Bundesligapartie Dortmund gegen Leverkusen die Ansetzungen für die nächste Runde am 28./29. Oktober ausgelost. Zorniger sagt: „Ich habe zum ersten Mal in meiner Karriere die zweite DFB-Pokalrunde erreicht und daher keinen Wunschgegner." Bellot erklärt: „Man will sich immer mit den Besten messen. Wenn eine Topmannschaft kommt, werden wir uns sicher nicht beschweren.“ Röttger versprach: „Wenn Bello das will, hänge ich ihm auch zum nächsten Pokalspiel den Schal ins Tor.“

Anne Grimm

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