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News Rangnick: „Haben genug Potential“ – RB Leipzig Sportdirektor baut auf aktuellen Kader
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21:28 07.12.2014
Ralf Rangnick will in der Winterpause keine Transferoffensive starten. (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Das ist die schlechteste Platzierung seit dem ersten Spieltag. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick bleibt aber weiter besonnen und sieht keinen Anlass für eine Groß-Offensive an Verstärkungen in der Winterpause.

Mit der Einwechslung von Ante Rebic zeigte RB Leipzig in der zweiten Halbzeit des Spitzenspiels mehr Power sowie größere Präsenz im Angriff. Überbewerten wollte Rangnick die Leistung des kroatischen Nationalstürmers allerdings nicht: „Es war ordentlich, aber nicht herausragend.“ Für eine noch bessere Beurteilung fehlte wohl das erlösende Tor gegen den Tabellenführer. Die fehlende Kreativität im Angriff und der ausbleibende Torerfolg sind die Hauptprobleme derzeit bei den Leipzigern, mit Ausnahme des 4:1-Siegs gegen St. Pauli. „Wir haben 135 Minuten keinen Torschuss abgegeben“ kritisierte Rangnick das letzte Auswärtsspiel in Sandhausen sowie die erste Halbzeit am zweiten Advent gegen Ingolstadt.

Wegen dieser Schwäche allerdings in der Winterpause gleich neues Personal für die Offensive zu holen, hält der Sportdirektor für falsch. „Allein was heute bei uns noch auf der Bank für Spieler gesessen haben, danach würden sich andere Zweitligisten die Finger lecken. Wir haben genug Potential im Kader“, sagte er. Einige seiner Fußballer hätte Rangnick zu diesem Zeitpunkt allerdings schon auf einem anderen Leistungs-Niveau erwartet und meint damit unter anderem Rebic. „Er steht sich derzeit nur selbst im Weg, auf dem Weg zum Profi.“ Der Kroate ist unter anderem bekannt für sein launisches Verhalten.

56 Fouls – schwere Aufgabe für den Schiedsrichter

Im Weg standen sich am Sonntag auch des Öfteren die Spieler aus Leipzig und Ingolstadt, die Folge: neun Gelbe Karten, Saison-Rekord in der 2. Bundesliga. Insgesamt gab es 56 Fouls, davon 35 von RB, 21 von Ingolstadt. Zwei Verletzte, viel Kampf – Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte keinen leichten Job. RB-Sportdirektor Rangnick fand trotzdem deutliche Worte: „Es war keine gute Schiedsrichterleistung“, sagte der 56-Jährige und fügte hinzu: „Von 100 Entscheidungen hat er gefühlt 98 gegen uns gepfiffen.“ Daran wollte Rangnick die Niederlage seiner Leipziger aber nicht fest machen, sah vor allem, dass die Bullen in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen oft zu spät kamen.

In den zweiten 45 Minuten zeigte Leipzig seine Qualitäten, versuchte über das Kurzpassspiel statt mit langen Pässen erfolgreich zu sein. Innenverteidiger Marvin Compper sagte: „Wir haben Ingolstadt an die Wand gespielt, müssen uns aber ankreiden, dass wir es nur in einer Halbzeit geschafft haben.“ Auch Trainer Zorniger erklärte: „Die Intensität in der zweiten Halbzeit hat mich beeindruckt. Wir haben eine andere Körpersprache gezeigt, sind mehr Risiko eingegangen und haben mehr investiert. Daran müssen wir anknüpfen.“

Rangnick verlangt von seinen Fußballern nun auch mal auswärts eine gute Leistung: „Wir brauchen drei Punkte im nächsten Spiel. Dafür müssen wir im Vergleich zu den letzten Auswärtspartien aber zulegen.“ Gegner beim letzten Hinrunden-Kick ist am Freitag die SpVgg Greuther Fürth. Ein Dreier auf fremden Rasen, das gab es zuletzt am 10. August beim 3:0-Sieg gegen 1860 München.

Anne Grimm

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