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News Timo Werner gibt die Schwalbe zu – Diskussion um Elfmeter
Sportbuzzer RB Leipzig News Timo Werner gibt die Schwalbe zu – Diskussion um Elfmeter
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13:34 02.01.2017
Der Pfiff zu diesem Elfmeter sorgte für reichlich Gesprächsstoff beim RB-Spiel gegen Schalke. Quelle: dpa
Leipzig

Mit einem Tag Verspätung hat Leipzig-Stürmer Timo Werner seine Schwalbe beim 2:1-Sieg im Topspiel gegen Schalke 04 zugegeben. Der RB-Torjäger, der den geschundenen Elfmeter selbst zur frühen Führung verwandelt hatte, entschuldigte sich zudem für die unfaire Aktion im Duell gegen Schalke-Torhüter Ralf Fährmann, er beharrte aber auf das Foulspiel zuvor von Verteidiger Naldo.

„Ich kann meine Worte von gestern nur noch einmal wiederholen: Naldo reißt an mir, ich komme bei dem Tempo ins Straucheln und schließe daher auch unkontrolliert ab, wie jeder sehen konnte. Natürlich sieht es dann nicht nur nach einer Schwalbe aus, sondern es ist eine – Punkt. Denn wenn Ralf Fährmann mich nicht berührt, was ich ja immer bestätigt habe, was ist es sonst?“, sagte Werner am Sonntag dem Sportinformationsdienst.

Die Situation nach dem Anpfiff stellte sich so dar: Werner stürmt auf den Schalker Strafraum zu. Abwehrspieler Naldo packte ihn im Sechszehnmeterraum kurz an der Schulter, Werner rannte weiter und fiel schließ sich neben Fährmann hin. Pfiff, Elfmeter und 1:0-Führung für RB.

Das vermeintliche Foul an Timo Werner. Quelle: dpa

Das Spiel von RB Leipzig gegen Schalke 04 hatte am Sonnabend bereits nach 19 Sekunden sein beherrschendes Thema gefunden: Das vermeintliche Foul an Werner und der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock.  Was die Zuschauer im Stadion nur teilweise sahen, zeigten die Fernsehbilder in der Wiederholung sofort, Fährmann hatte sein Hände zurückgezogen und Werner nicht berührt. Nach dem Spiel begannen die Deutungsversuche der Beteiligten.

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Der Schalke-Keeper war auch anderthalb Stunden nach dem Vorfall noch völlig außer sich. „Ich muss aufpassen, dass ich morgen kein Herpes habe“, sagte er aufgeregt in die Fernsehkameras. Später in der Mixedzone taten ihm diese Worte schon leid. Sie seien aus den Emotionen heraus gefallen. Der Keeper versichert aber: „Werner sagt zu mir, dass ich ihn nicht gefoult habe und der Schiedsrichter steht daneben.“ Dafür müsse man den RB-Spieler loben, er sei ein super Sportsmann , so der Torhüter. Genutzt hat es den Schalkern wenig. Dankert hörte die Worte von Werner ganz offensichtlich nicht und blieb bei seiner Entscheidung.

„Es hat kein Gespräch zwischen Timo Werner und mir stattgefunden“, erklärte der Schiedsrichter. Und weiter: „Es gab eine Situation am Strafstoßpunkt wo ich frage: Was war denn? Aber da kommt nichts mehr.“

Werner will nicht als Buh-Mann dastehen, gesteht aber auch ein, dass die Situation unglücklich aussah. „Ich bin kein Lügner“, so der ehemalige Stuttgarter. Er habe gedacht, dass Dankert seine Worte an Fährmann gehört habe, so Werner. Die halbe Schalker Mannschaft habe aber auf den Schiedsrichter eingeschrien und dazu hätten mehr als 40.000 Zuschauer Lärm gemacht. „Da ist es nicht einfach, jedes Wort zu verstehen.“

Mit schnellen Toren jeweils kurz nach Beginn der beiden Halbzeiten setzte RB Leipzig am Samstag die Gäste von Schalke 04 unter Druck. Die Königsblauen wehrten sich tapfer, hatten die blitzschnellen Bullen aber nicht zu jedem Zeitpunkt im Griff. (Bilder: dpa)

Schalkes Coach Markus Weinzierl warf dem kompletten Schiedsrichter-Gespann vor, Dankert nicht über die Schwalbe informiert zu haben: „Da müssen sie ihm einfach helfen, wenn er solche Wahrnehmungsfehler hat.“ Auch Nationalspieler Benedikt Höwedes versuchte einzuwirken: „Wir haben alle darauf hingewiesen, dass Werner uns gesagt hat, dass keine Berührung da war und der Schiedsrichter bitte zum Werner hinlaufen soll. Das hat er nicht getan.“

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick merkte zu nächtlicher Stunde im aktuellen Sportstudio an: „Wir müssen irgendwo bei allem Fairnessgedanken die Kirche im Dorf lassen. Dass ein Spieler in einer solchen Situation von sich aus zum Schiedsrichter geht und sagt, es war kein Elfmeter, nehmen sie n wieder zurück: Ich weiß nicht, ob man das wirklich verlangen kann.“

Matthias Roth (mit dpa, sid)

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