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„Wolfsburg war ein guter Test für Karlsruhe“ – RB Leipzig ist bereit für drei weitere Ligapunkte

„Wolfsburg war ein guter Test für Karlsruhe“ – RB Leipzig ist bereit für drei weitere Ligapunkte

Köpfe frei und Ärmel hoch: RB Leipzig ist zurück im Liga-Alltag und hakt das Erlebnis DFB-Pokal ab. Am Montag tritt der Aufsteiger beim Karlsruher SC (Anstoß um 20.15 Uhr) an.

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RB-Trainer Achim Beierlorzer.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mit einem Sieg würden die Roten Bullen mindestens drei Plätze gut machen und Nürnberg, Düsseldorf sowie Braunschweig in der Tabelle hinter sich lassen.

RB-Coach Achim Beierlorzer interessieren diese Rechnereien nicht. „Wir wollen uns in Karlsruhe durchsetzen, darum geht es und nicht um die Tabelle“, so der Trainer. Ein weiteres Montagsspiel kommt ihm dabei durchaus gelegen. „Gerade an den ersten Frühlingstagen kommt man immer schwer in die Spiele hinein“, findet Beierlorzer und erinnert sich dabei an seine eigene Zeit als Spieler. Deshalb sei das erneute Abendspiel, in der Woche darauf folgt gleich die nächste Flutlichtpartie am Montag gegen Düsseldorf, gar nicht schlecht. Seine Trainingseinheiten hat der 47-Jährige darauf angepasst. Geübt wird für den idealen Biorhythmus am Abend und unter Flutlicht um die Wettkampfsituation zu simulieren.

Eine Sache hat Beierlorzer außerdem gleich bei seinem Amtsantritt eingeführt und rückt davon auch nicht mehr ab. Die beiden letzten Einheiten vor dem Spiel werden ohne Beobachter ausgetragen. Geheimtraining für den Erfolg sozusagen. „Wir wollen dem Gegner nicht schon verraten, wer bei uns aufläuft, auch wenn es in der Liga die ganz großen Überraschungen nicht mehr gibt“, so der Übungsleiter.

Die beste Vorbereitung auf die Begegnung bei den Badenern war aber der Wettkampf. Wolfsburg im Pokal-Achtelfinale stellte sich als der genau richtige Gegner heraus. „Wenn man es süffisant ausdrückt, war der VfL ein guter Test“, sagte der RB-Coach. Karlsruhe agiere so ähnlich wie die Niedersachsen, hat Beierlorzer beobachtet: „Die wollen Fußballspielen und nicht nur auf den zweiten Balle warten.“

KSC will "alles raushauen"

Der KSC kündigt bereits einen heißen Kampf an. „Wir brennen darauf, gegen RB Leipzig auch für unsere Zuschauer noch einmal alles rauszuhauen und das Beste zu geben“, sagte Trainer Markus Kauczinski. Mit einem Sieg könnten die Karlsruher sogar auf einen direkten Aufstiegsplatz klettern, sofern die Konkurrenz aus Kaiserslautern und Darmstadt patzen sollte.

Beierlorzer sieht sich in einer Luxusituation, wenn es um die Auswahl seines Personals geht. Tim Sebastian fällt zwar nach seiner Kapselverletzung im Knie für rund drei Wochen aus und bei Georg Teigl (Verletzung am für Sprints wichtigen Hüftmuskel) entscheidet sich erst in letzter Minute die Einsatzmöglichkeit. Dafür steht Marvin Compper nach seinem Infekt wieder zur Verfügung und auch Omer Damari brennt nach seinen Muskelproblemen wieder auf einen Einsatz. Eine Rotation plant der Trainer in dieser englischen Woche nicht. „Ich bin nicht in der Situation, einen Spieler schonen zu müssen“, so Beierlorzer.

Klostermann spricht sich mit Neururer aus

Der Shootingstar in diesen Tagen heißt bei den Roten Bullen Lukas Klostermann. Gegen Wolfsburg ließ er gegen Weltmeister André Schürrle nur wenig zu. Im Kampf gegen den Erstligisten wechselte er während des Spiels sogar die Position vom Außenverteidiger hinein ins Abwehrzentrum. „Meine Stärke ist die Athletik, ich bin nicht der Langsamste“, sagt der 18-Jährige selbstbewusst. Dabei verliefen die ersten Monate nach seinem Wechsel aus Bochum holprig in Leipzig. Zunächst ätzte seiner alter Trainer Peter Neururer wegen des Verlustes für den VfL: „Ich wünsche Lukas allerbeste Gesundheit und einen anderen Berater.“ Dann fing sich das Talent eine Salmonellenvergiftung und anschließend noch eine schmerzhafte Gesichtsverletzung bei einem Spiel mit dem deutschen DFB-Nachwuchs gegen England ein. Seine erste RB-Partie im Pokal gegen Aue startete mit einem Eigentor zum 0:1.

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Lukas Klostermann.

Quelle: Christian Modla

Klostermann lässt sich von solchen Rückschlägen nicht unterkriegen. Mit Neururer hat er sich bei der Partie gegen Braunschweig vor zwei Wochen ausgesprochen. „Da haben wir nett geredet“, so der 18-Jährige. Im Training will er weiter Gas geben und sich mit seinen Leistungen für die Startelf anbieten. „Den Wechsel jedenfalls habe ich nicht bereut, dass passt hier“, so Klostermann.

Derweil ist ein zeitnahes Engagement von Leipzigs ehemaligem Coach Alexander Zorniger beim VfB Stuttgart offenbar vom Tisch. Nach dem 0:0 der Schwaben gegen Hertha BSC am Freitagabend stärkte Sportdirektor Robin Dutt seinem aktuellen Übungsleiter Huub Stevens demonstrativ den Rücken: „Wir sind der Überzeugung, dass er absolut der richtige Mann ist für unsere Situation“, so Dutt. Zorniger selbst wollte sich schon in den vergangenen Tagen nicht an den Spekulationen beteiligen. „Es wird im Moment so viel berichtet, ich sage nichts“, erklärte er auf Anfrage von LVZ-Online.

Matthias Roth

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