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RB-Archiv „Der Osten lechzt nach einem Aushängeschild“ – RB-Sportdirektor Rangnick stellt Pläne vor
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv „Der Osten lechzt nach einem Aushängeschild“ – RB-Sportdirektor Rangnick stellt Pläne vor
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14:49 25.06.2012
Ralf Rangnick auf der am Montag auch live ins Internet gestreamten Pressekonferenz bei Red Bull Salzburg. Quelle: Screenshot
Leipzig/Salzburg

Der 53-Jährige nannte als Richtwert einen Altersdurchschnitt von 22 Jahren in der Stammelf – so wie in seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim, die Rangnick einst von der Regionalliga bis in die Bundesliga geführt hatte.

Damit die Verjüngung bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung langfristig gelingt, will Rangnick unter anderem auch die RB-Fußballakademie in der Messestadt stärken. „Der Osten lechzt doch nach einem Aushängeschild. Im Umkreis von 250 Kilometern um Leipzig gibt es – außer vielleicht in Dresden – keinen anderen Bundesligaclub“, erklärte Rangnick am Montag und fügte an: „Ziel in Leipzig kann es deshalb nur sein, dass alle jungen Talente im Osten durch die Profiakademie von Red Bull laufen.“

Laut Rangnick zeige auch gerade das Beispiel von RB Leipzig, dass viel Geld noch nicht gleichbedeutend mit Erfolg sein muss: „Hier ist auch im zweiten Jahr mit einem überdurchschnittlichen Etat der Aufstieg nicht gelungen. Nun muss man analysieren, warum das bisher nicht geklappt hat und die Dinge entsprechend verändern“, erklärte Rangnick, der von RB-Mäzen Dietrich Mateschitz als neuer Sportdirektor mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde und offensichtlich weitreichende Kompetenzen besitzt.

Unter Umständen könnten die angesprochenen Veränderungen wohl auch Personalentscheidungen beinhalten. „Wir wollen die bestmöglichen Leute für jeden Job kriegen“, sagte der neue RB-Sportdirektor, der nach eigenen Angaben RB-Coach Peter Pacult bisher noch nicht kontaktiert hat. Bevor die Gespräche in Leipzig geführt werden, stünde allerdings erst einmal die Saisonvorbereitungen bei Red Bull Salzburg im Vordergrund: „Nach einem Trainingslager in Leogang werden wir uns mit Leipzig beschäftigen und dann auch dort die notwendigen Personalentscheidungen treffen“, sagte Rangnick.

Wichtig für die zeitnahe Strategie in Leipzig und Salzburg sei nach Rangnick, „Spieler bei uns zu haben, die hier spielen, weil es zum Zeitpunkt ihrer Karriere richtig ist.“ Dabei sollen sich seine Mitarbeiter hüben wie drüben als lernendes System begreifen. „Und wenn alle mitmachen, dann haben wir sehr gute Grundvoraussetzungen“, sagte der 53-Jährige, der künftig von Salzburg aus auch die sportliche Entwicklung in Leipzig verantworten und in der Messestadt nur temporär im Hotel logieren will. Als Maßstab gab Rangnick zudem aus, attraktiven Fußball zeigen zu wollen. „Ich bin bei manchen Spielen der Europameisterschaft am Fernseher eingeschlafen. Das soll den Zuschauern in Salzburg und Leipzig nicht passieren.“

Rangnick, der am Montag zusammen mit dem neuen Salzburger Trainer Roger Schmidt vorgestellt wurde, hat erst vor einer Woche erstmals mit RB-Mäzen Dietrich Mateschitz über ein Engagement gesprochen. Bereits am Sonntag wurde er als neuer Sportdirektor bei RB Leipzig und Red Bull Salzburg präsentiert. „Die Gespräche verliefen sehr zügig und wir kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner für Leipzig und Salzburg“, sagte Rangnick.

Matthias Puppe

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