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RB-Archiv Kammlott flirtet weiter mit Rot-Weiß Erfurt – RB-Sportdirektor: „Kein Plan ihn abzugeben“
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14:31 12.01.2012
Carsten Kammlott von RB Leipzig Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Drittligist Rot-Weiß müsse sich nun mit den Bullen einigen. „Mir bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten“, meinte der 21-Jährige.

In Thüringen würde der Blondschopf mit offenen Armen empfangen werden. „Das ist ein Junge von uns, bei seinem Wechsel nach Leipzig hat er keine verbrannte Erde hinterlassen“, erklärte Rot-Weiß-Sprecher Wilfried Mohren. Die Bedingungen müssten aber stimmen.

Ein Kauf von Kammlott, dessen Marktwert bei knapp einer Viertelmillion Euro liegt, sei für Erfurt vermutlich nicht machbar. In Betracht kommt ein Leihgeschäft. „Das ist eine Option“, so Mohren. Gespräche zwischen beiden Clubs gebe es derzeit aber nicht.

Kammlott könnte Erfurt schon im Sommer in die zweite Bundesliga schießen. Der Traditionsverein liegt nach der Hinrunde nur drei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz. „Das sagt gar nichts, dieses Jahr können bestimmt zehn Teams hoch“, glaubt Mohren. Wenn es klappt, gut für Erfurt. Der Plan der Thüringer sieht einen Aufstieg erst nach der nächsten Saison vor. Dann ist der Umbau des Steigerwaldstadions zu einer Fußballarena abgeschlossen.

In der Leipziger RB-Zentrale haben die Verantwortlichen das Interview mit Kammlott aufmerksam gelesen. Sportdirektor Wolfgang Loos denkt gar nicht daran, seinen Spieler ziehen zu lassen. „Wir haben nicht den Plan ihn abzugeben“, sagte er gegenüber LVZ-Online. Weder ein Verkauf noch ein Leihgeschäft stehe zur Debatte. Der Vertrag des gebürtigen Bad Frankenhauseners läuft bei den Bullen noch bis 2014.

Kammlott hatte nach seinem Wechsel 2010 spektakulär bei RB eingeschlagen. Gleich beim Testspiel im Sommer gegen Schalke 04 spielte er den gegnerischen Verteidigern Knoten in die Beine. „Der ist kaum zu kontrollieren“, sagte Schalkes Nationalspieler Christoph Metzelder, „es gibt für einen Abwehrspieler angenehmere Gegenspieler.“

 Es folgte eine durchwachsene Saison unter Coach Tomas Oral. Unter Peter Pacult kam Kammlott über eine Reservistenrolle nicht hinaus. Er hat in dieser Spielzeit gerade 376 von 1530 Minuten gespielt, dabei kein Tor erzielt und zwei Treffer vorgelegt.

Immerhin, beim denkwürdigen Punktspiel Ende November gegen Halberstadt, bei dem die Leipziger in den letzten zehn Minuten einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehten, holte der Edeljoker einen Elfmeter heraus und bereitete einen Treffer vor. Trainer Pacult hatte Kammlott in der 67. Minute in die Partie geschickt und war anschließend von sich selbst begeistert.

„Bei den Einwechslungen habe ich alles richtig gemacht, da kann ich nur Eigenlob verteilen“, sagte der Coach. Kammlott fehle nur die Konstanz, der könne richtig gut kicken. „Den Jungen lasse ich nicht weg“, erklärte Pacult damals.

Matthias Roth

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