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RB-Archiv Nur ein Remis: RB Leipzig kassiert späten Ausgleich gegen Energie Cottbus II
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21:23 01.04.2012
Quelle: GEPA Pictures
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Leipzig

Damit verpasste es Leipzig, die Verfolger im Rennen um den Aufstieg auf Distanz zu halten.

RB-Coach Peter Pacult sagte dem Spiel: „Wir hatten uns heute mehr erhofft und müssen nun weiter hart arbeiten, um oben zu stehen.“ Sein Gegenüber Vasile Miriuta meinte: „In der ersten Hälfte hatten wir Glück, dass wir nicht schon höher zurücklagen. In Hälfte zwei haben wir besser gespielt und uns den Ausgleich verdient.“ Gegen die „beste Mannschaft der Liga“, so Miriuita, seien seine Spieler besonders motiviert gewesen. Zusätzlicher Ansporn seien die Sticheleien im Vorfeld der Partie gewesen, sagte der Cottbusser Kai Hempel. Die Gäste wurden wegen ihrer defensiven Spielweise im Hinspiel von RB Leipzig kritisiert. „So etwas kitzelt immer noch ein paar Prozente heraus“, sagte Hempel und grinste zufrieden.

Anders als im Hinspiel, als die zweite Mannschaft von Energie Cottbus sich fast ausschließlich auf das Verteidigen konzentrierte, überraschten die Brandenburger dieses Mal mit mutigem Spiel nach vorne. Die erste Aktion gehörte dennoch den Gastgebern: Roman Wallners Schuss in der fünften Minute verfehlte jedoch knapp das Tor von Marvin Gladrow.

Nach zwölf Minuten hatten die Leipziger Fans unter den 6129 Zuschauern  dann den Torjubel auf den Lippen. Nach einem Kopfball von Daniel Frahn rettete Gladrow noch mit einer Glanzparade. Der Nachschuss von Geißler saß, doch Schiedsrichter Matthias Zacher entschied auf Abseits.

Nach der Anfangsviertelstunde kontrollierte RB das Spielgeschehen und erarbeiteten sich zahlreiche Torgelegenheiten. Besonders in der Luft war das Team von Peter Pacult deutlich überlegen. Ein Kopfball von Henrik Ernst nach schöner Flanke von Sebastian Heidinger landete am Pfosten (15. Minute).

Roman Wallner, Tim Sebastian und Fabian Franke feiern das 1:0 gegen die Cottbuser Youngsters. Quelle: GEPA Pictures

Kurz darauf machte es Tim Sebastian besser. Mit seinem platzierten Kopfball in der 18. Minute ließ er Keeper Gladrow aus elf Metern keine Abwehrchance. Leipzig wollte schnell den zweiten Treffer nachlegen und kam durch Nachlässigkeiten der Cottbusser zu guten Chancen. Christian Müllers Fernschuss wurde jedoch vom Energie-Torhüter pariert. Frahn traf per Kopfball nur die Latte. „Wenn wir hier das zweite oder dritte Tor machen, brennt nichts mehr an“, sagte Tim Sebastian nach dem Schlusspfiff.

Trotz der deutlichen Überlegenheit verpasste RB das zweite Tor. Bei einem der selten Vorstöße der Cottbusser hätte sich das fast gerächt. Nach einer Ecke in der 36. Minute musste Tom Geißler zweimal in höchster Not auf der Linie retten, um den Vorsprung zu verteidigen.

In den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit verflachte das Spiel. Cottbus konnte nicht mehr für das Spiel tun, Leipzig begnügte sich mit der 1:0-Führung.

In der Pausenansprache forderte Pacult von seinem Team, dass es weiter auf das zweite Tor spielt, doch an dem lethargischen Auftritt von RB Leipzig änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Viele Ungenauigkeiten verhinderten, dass ein Spielfluss aufkommen konnte. „Es hat wenig zusammengepasst. Wir haben einfach zu wenig nach vorne getan“, sagte der österreichische Trainer. Eine der wenigen Ausnahmen bildete ein Distanzschuss von Henrik Ernst, der nur knapp am Gehäuse der Gäste vorbeizog.

Den RB-Fans war das zerfahrene Spiel ihrer Mannschaft egal. Sie feierten die Tabellenführung und sorgten für gute Stimmung in der Arena. „Die Nummer eins der Stadt sind wir,“ hallte es durchs Stadion.

Als beide Mannschaften schon den Eindruck machten, dass sie sich mit dem Ergebnis abgefunden haben, nutze Cottbus einen ruhenden Ball zum Ausgleich. Aus gut 20 Metern schlenzte Andy Hebler das Spielgerät über die Mauer und vorbei an Schlussmann Pascal Borel ins Tor (82.). Es war der erste Torschuss der Gäste seit der 36. Minute. „Cottbus war eigentlich nur durch Einwürfe und Freistöße gefährlich“, resümierte Tim Sebastian. Sebastian Heidinger nannte das Ergebnis eine „Katastrophe“.

Im Anschluss hatten die Cottbusser sogar noch zwei Gelegenheiten zum Führungstreffer. RB Leipzig schaffte es hingegen nicht mehr, den Hebel umzulegen. Von einer Schlussoffensive war nichts zu sehen.  

In der Tabelle der Regionalliga Nord ändert sich nach dem Unentschieden zunächst nichts. RB Leipzig bleibt Tabellenführer, hat bei einem Spiel mehr aber nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Halleschen FC. Die Hallenser gewannen ihr Heimspiel gegen TSV Havelse mit 3:1. Holstein Kiel, derzeit auf dem dritten Rang, spielte hingegen am Freitag gegen Plauen ebenfalls nur 1:1 und hat bei einem Spiel weniger nun fünf Zähler Rückstand auf RB Leipzig.  

RB Leipzig – Energie Cottbus II: 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Sebastian (18.), 1:1 Hebler (82.)

Aufstellung:

RB Leipzig: Borel - Müller, Franke, Sebastian, Wisio, Geißler (Lagerblom, 58.), Ernst, Heidinger (Kammlott, 83.), Rockenbach, Wallner (Kutschke, 63.), Frahn

Energie Cottbus II: Gladrow - Bubalovic, Lemke, Mihm, Schulze, Trehkopf, Urban, Hempel, Süßenbach, Banaskiewicz (Ziane, 70.), Hebler (Reuer, 89.)

Gelbe Karten:

Leipzig: Müller (47.), Heidinger (75.), Rockenbach (84.)

Cottbus: Hempel (34.), Urban (75.), Gladrow (85.)

Zuschauer: 6129

Schiedsrichter: Matthias Zacher (Nußdorf)

Robert Berlin

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