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RB-Archiv Selbstbewusste Zwickauer empfangen RB Leipzig zum Pokal-Duell – FSV rechnet mit 2000 Fans
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15:23 28.02.2012
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Leipzig

„Wir sind natürlich realistisch und wissen: RB ist hier klarer Favorit. Aber unsere Mannschaft steht ja auch noch auf dem Platz. Und die ist heiß“, erklärte FSV-Geschäftsführer Jörg Schade am Dienstag gegenüber LVZ-Online.

Zwar zähle für die Westsachsen in dieser Saison vor allem der Liga-Betrieb und der dort angepeilte Aufstieg in die vierte Spielklasse. „Ein Pokalspiel gegen einen höherklassigen Gegner ist aber immer etwas Besonderes. Es spricht ja schließlich nichts dagegen, auch hier erfolgreich zu sein“, sagte Schade selbstbewusst in Richtung der eine Liga höher kickenden Elf von RB-Trainer Peter Pacult.

Insgesamt 700 Karten wurden schon im Vorverkauf für die Partie abgesetzt. Zusätzliche 150 Tickets vermelden die Leipziger Gäste, berichtet Schade. „Nachdem nun auch sicher ist, dass am Mittwoch gespielt werden kann, wird es sicher noch einen Schub geben. Wir rechnen mit 2000 Zuschauern“, ergänzt der FSV-Geschäftsführer. Mehr würden ohnehin kaum ins Stadion passen. Das Sportforum "Sojus 31", in dem die Zwickauer aufgrund der langwierigen Umbauarbeiten in ihrem legendären Westsachsenstadion derzeit spielen, fasst lediglich 2500 Plätze.

Zwickauer Kapitän mit Rasenballsport-Vergangenheit

Unabhängig von der Kulisse am Mittwoch hat das Duell für einen Zwickauer Akteur besondere Brisanz: Mannschaftskapitän Stefan Schumann. Der 28-Jährige gehörte in der Saison 2009/2010 zu den Aufstiegshelden der ersten Rasenball-Stunde. Unter Trainer Tino Vogel ließ Schuhmann in der Bullen-Defensive kaum etwas anbrennen, feierte folgerichtig am Ende der Spielzeit auch den ersten Titel in der noch jungen Vereinsgeschichte des österreichischen Fußballabenteuers an der Pleiße.

Ob die Zwickauer von Schumanns Insiderwissen am Mittwoch profitieren können, bleibt allerdings fraglich. „Es ist für mich schwierig, etwas über die aktuelle RB-Mannschaft zu sagen“, wiegelt der 1,88 Meter große Defensiv-Allrounder ab und erklärt: „Das heutige Team hat doch nichts mehr mit dem zu tun, in dem ich einmal gespielt habe.“

Immerhin kann Schumann am Mittwoch noch mit den RB-Routiniers Timo Rost und Daniel Rosin ein Wiedersehen feiern – so sie denn den Weg auf die Tribüne finden. Denn Schuhmann wird den Pokalfight nicht auf dem Rasen miterleben können. Der FSV-Kapitän plagt sich mit einer Adduktorenverletzung und muss drei Wochen pausieren.

Westsachsen wollen Wallner und Co. auf den Füßen stehen

Anstatt Einsatzkraft kann Schumann seinen Mannschaftskollegen somit nur gute Ratschläge mit auf den Weg geben: „Wir müssen hinten sicher stehen und dann unsere schnellen Außenspieler einsetzen. Das ist unser Spiel“, ist sich Schumann sicher. Am vergangenen Wochenende, beim Spiel der Bullen gegen den TSV Havelse, hätten die Zwickauer schon gesehen, wie anfällig RB Leipzig sein kann. „Sie haben zwar große Abwehrspieler, die in der Luft nicht viel zulassen. Aber wenn wir schnell spielen, ist auch für uns etwas zu holen“, meint der Defensivexperte.

Auch vor den großen Namen im Team der Leipziger will sich der FSV-Kapitän nicht bange machen lassen. „Bei Spielern wie Roman Wallner ist es immer am effektivsten, einfach schon bei der Ballannahme auf den Füßen zu stehen“, sagt Schumann. Der RB-Neuzugang und Ex-Nationalspieler wird solch eine Sonderbetreuung am Mittwoch sicher zu schätzen wissen.

Matthias Puppe

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