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Spielberichte Doppelpack schockt Eintracht Braunschweig – RB Leipzig erobert zweiten Tabellenplatz
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14:51 13.09.2014
Stürmer Yussuf Poulsen jubelt doppelt gegen Eintracht Braunschweig: RB Leipzig schlägt den Bundesliga-Absteiger mit 3:1. Quelle: dpa
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Leipzig

Das Zorniger-Team überzeugte vor 25.000 Zuschauern vor allem im ersten Durchgang, kassierte in Halbzeit zwei aber das erste Gegentor der Saison und musste lange um die drei Punkte zittern.

Coach Zorniger stellte aufgrund von sieben Verletzten und wenig Alternativen hinter den Spitzen auf ein 4-3-3-System um, holte Matthias Morys mit in den Sturm. „Wir wollten vorne Präsenz zeigen, das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen“, sagte der RB-Trainer. Auf Braunschweiger Seite brachte Trainer Torsten Lieberknecht gleich vier Neue in die Startelf

Tore von Poulsen und Frahn innerhalb von 80 Sekunden

Nach der Länderspielpause von zwei Wochen brannten beide Teams und gingen ein hohes Tempo. Bereits in der 3. Minute kam Kapitän Daniel Frahn per Kopf zu einer gefährlichen Möglichkeit, kurz darauf zeigte Poulsen seine Qualität vorm Tor. Auch Braunschweig hatte seine Chance, als Ryu frei vor dem Kasten der Leipziger zum Schuss kam, in Rücklage aber den Ball nicht richtig traf.

Die anderen Teams der oberen Tabellenränge hatten schon am Freitagabend vorgelegt und so war ein Erfolg für RB wichtig, um wieder auf einen Aufstiegsplatz zu klettern. Die Bullen erhöhten weiter den Druck, die Löwen warteten auf Fehlpässe und setzten auf Konter.

Wie wichtig die Genesung von Joshua Kimmich war, zeigte der U19-Europameister mit seiner stetigen Präsenz und als Vorbereiter beider Tore. In der 19. Minute startete der Mittelfeldflitzer mit dem Ball Richtung gegnerischen Strafraum, brachte den Pass zu Poulsen, der einen unhaltbaren Heber zum 1:0 verwandelte. „Nach meiner Prellung am Fuß hätte ich am Mittwoch nicht gedacht, dass ich heute spielen kann. Aber unsere Physiotherapeuten haben mich überrascht. Es hat knack gemacht im Fuß und heute habe ich keine Schmerzen gespürt“, sagte der 19-Jährige.

Kimmich leitete auch das 2:0 nur 80 Sekunden später ein. Ein langer Ball landete bei Morys, der in die Mitte passte, wo Frahn aus kurzer Distanz einnetzte. „Wir haben in den entscheidenden Momenten gravierende Fehler gemacht“, kritisierte Braunschweig-Coach Lieberknecht.

Der Doppelschlag setzte der Eintracht zu, die einige Zeit brauchte, um den Schock zu verdauen. Kurz vor der Pause wurden die Gäste nach einem verstolperten Ball von Compper gefährlich, doch Bellot war gegen Bakenga zur Stelle. Für RB war auch das 3:0 drin, doch Frahn blieb einmal ohne Glück und übersah beim nächsten Schuss den besser positionierten Morys. 

Ex-Salzburger trifft zum Anschluss

Zorniger brachte in der zweiten Hälfte Stefan Hierländer für den mit Gelb vorbelasteten Marvin Compper. Khedira rutschte dafür in die Innenverteidigung, der Salzburger Hierländer ins Mittelfeld. So richtig war die neue Formation noch nicht geordnet, da klingelte es schon im Kasten der Leipziger. Ausgerechnet Havard Nielsen, der im Sommer von Red Bull Salzburg für ein Jahr nach Braunschweig ausgeliehen wurde, erzielte in der 48. Minute den Anschlusstreffer. Die Leipziger Hintermannschaft sah dabei nicht gut aus. Es war das erste RB-Gegentor in der 2. Bundesliga.  

Braunschweig, mit zwei Niederlagen am Stück und saisonübergreifend 15 Ligaspielen in Folge ohne Auswärtserfolg, riss die Parte nun an sich. Doch Torchancen waren auf beiden Seiten rar. Dafür wurde es des öfteren hitzig in den Zweikämpfen. Dominik Kaiser kam in der 72. Minute für Morys, sollte mit seiner Routine wohl Ruhe und Sicherheit in das Leipziger Spiel bringen.

Kimmich avancierte mit der dritten Torvorlage endgültig zum Matchwinner. In der 84. Minute bediente er Poulsen in abseitsverdächtiger Position, der ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und vollendete zum 3:1-Endstand. „Es wurde Zeit, dass ich mal ein Tor vorlege. Das es heute gleich drei waren ist umso besser“, sagte Kimmich.

 

Statistik:

RB:

Bellot, Teigl, Sebastian, Compper (45. Hierländer), A. Jung, Demme, Khedira, Kimmich, Morys (72. Kaiser), Poulsen, Frahn

Braunschweig:

Gikiewicz, Correia, Decarli, Kessel, Reichel, Theuerkauf, Boland, Vrancic, Bakenga (80. Kruppke), Nielsen, Ryu (36. Ademi)

Tore:

1:0 Poulsen (19.) 2:0 Frahn (20.), 2:1 Nielsen (48.), 3:1 Poulsen (84.)

Zuschauer:

24949

Anne Grimm

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