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Spielberichte Fehlstart in die Rückrunde: RB Leipzig verliert 0:2 in Aue
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23:00 06.02.2015
Musste gegen Erzgebirge Aue zweimal hinter sich greifen: RB-Leipzig-Torhüter Fabio Coltorti. Quelle: dpa
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Aue/Leipzig

Vor 13.600 Zuschauern präsentierten sich die Gastgeber als bissiger Gegner. Die Rasenballer aus der Messestadt konnten dagegen ihr Potenzial nicht ausspielen. Trotz mit neuen Stürmern verstärkter Offensive gelang ihnen im winterlichen Erzgebirge kein Treffer. Für einen Nazi-Eklat beim Spiel sorgten die Auer Fans (hier geht es zum seperaten Beitrag).

Beide Teams investierten von Beginn an viel in die Partie. In der ersten Viertelstunde war RB spielbestimmend, weil Aue den Ball zu häufig im Angriff vertändelte. Die Gäste versuchten ihr Glück im Gegenzug mit langen Pässen in die Spitze, wo neben Yussuf Poulsen auch Kapitän Daniel Frahn und Neuzugang Emil Forsberg zum Einsatz kamen. Das Konzept ging jedoch nicht auf, weil die Gastgeber aggressiv verteidigten, viele Aktionen schon im Mittelfeld unterbunden.

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Fehlstart in die Rückrunde: RB Leipzig hat am Freitagabend (06.02.2015) das Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue verloren.

In der 21. Minute blitzte Forsbergs Klasse auf. Nach langem Ball drehte sich der Schwede im Strafraum und zog ab: Pfosten – Glück für Aue. Kurz darauf kam Frahn frei vor dem Tor zum Schuss. Der Angriff wurde fälschlicherweise wegen Abseits abgepfiffen, Aues Keeper hatte aber sowieso pariert.

„Wir kamen einfach nicht richtig in Tritt“, bilanzierte RB-Torwart Fabio Coltorti, der „kein schlechtes, aber auch kein gutes Spiel“ seiner Mannschaft erlebt hat. „Wir waren vorne zu wenig durchschlagskräftig. Wir hatten zwar Chancen, aber so richtig zwingend waren wir auch nicht.“

Aue heizt den Fans ein: Führungstreffer kurz vor der Halbzeit

In der Folge bauten die Veilchen immer mehr Druck auf, kamen gleich mehrfach gefährlich vors Tor der Rasenballer, die in dieser Phase in der Abwehr nicht gut aussahen. Gerade auf ihrer rechten Seiten klafften immer wieder große Lücken. In der Halbzeitpause zog RB-Trainer Alexander Zorniger die Konsequenz: Georg Teigl ersetzte Sebastian Heidinger.

Mit Nazi-Vergleichen haben Fans von Erzgebirge Aue beim Spiel gegen RB Leipzig für einen Eklat gesorgt. Quelle: dpa

Noch bevor sich die Mannschaften in der Kabine aufwärmen konnten, heizte Aue seinen Fans ein: Nach einer Vielzahl von Chancen belohnten sich die Gastgeber in der 45. Minute selbst. Nach einem Lattenpraller hatte Selcuk Alibaz leichtes Spiel und traf zum 1:0. Die Offensivkraft war erst im Winter vom Karlsruher SC ins Erzgebirge gewechselt.

Im zweiten Durchgang durfte auch bei RB ein weiterer Neuzugang auf das Feld. Yordy Reyna, der wie Rodnei zunächst auf der Bank Platz genommen hatte, kam für Frahn. Zunächst schienen die Gäste frischer, setzten Aue unter Druck. Ein Kopfball von Poulsen blieb jedoch folgenlos, auch die Bemühungen des wirbelnden Forsberg im Strafraum brachten nichts ein.

Coltorti rechts, Schönfeld links: 2:0 für Aue

Dann der nächste Rückschlag für die Roten Bullen: Verteidiger Tim Sebastian rutschte im Strafraum zum Ball, hob im Fallen den Arm und berührte den geflankten Ball mit der Hand. Schiedsrichter Benjamin Cortus verteilte nicht nur eine Gelbe Karte, sondern entschied auch auf Elfmeter. RB-Torwart Fabio Coltorti sprang nach rechts, Patrick Schönfeld schoss nach links unten und verwandelte sicher zum 2:0 für sein Team (58.). „Das kam genau in unserer Drangphase und hat uns das Genick gebrochen“, schätzte Teigl die Bedeutung des Strafstoßes ein.

Leipzig steckte nicht auf und zeigte von da an mehr Engagement. In der 77. Minute hatte Reyna den Anschlusstreffer auf dem Fuß, verlängert den Kopfball von Sebastian aber knapp am Tor vorbei. Aue verlegte sich nun mehr auf das Verteidigen und störte weiter das RB-Aufbauspiel. So ergaben sich immer wieder Konterchancen. In der 81. Minute lief Arvydas Novikovas allein auf Coltorti zu, der Leipziger Torwart bewahrte sein Team vor dem 0:3.

"Extrem bitterer Abend für uns"

In der Schlussphase wurde das Spiel härter, allein in den letzten 20 Minuten gab es vier Gelbe Karten. Leipzig fand kein echtes Mittel gegen die kompakt stehenden Auer und ging so nicht unverdient als Verlierer vom Platz. „In der zweiten Halbzeit ist uns leider nicht mehr so viel eingefallen und haben wir auch viele einfache Fehler gemacht“, gestand Mittelfeld-Regisseur Dominik Kaiser ein. „Dann geht man mit einem 0:2 nach Hause, das ist natürlich ein extrem bitterer Abend für uns. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir müssen das schwierige Spiel so nehmen, wie es war, analysieren und brutal hart arbeiten, damit wir im nächsten Spiel mehr zeigen.“

Für Rasenballsport, die auf Platz sieben der Tabelle liegen, war es die fünfte Saisonniederlage. Aue hat nach einer enttäuschenden Hinrunde drei wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt und ist zumindest vorübergehend nur noch Vorletzter. Nächster Gegner für Leipzig ist der FSV Frankfurt, der am 15. Februar ab 13.30 Uhr in der Red-Bull-Arena zu Gast ist.

Mchael Frömmert / agri

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