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Spielberichte RB Leipzig gewinnt glücklichen Punkt in Braunschweig – Poulsen fliegt vom Platz
Sportbuzzer RB Leipzig Spielberichte RB Leipzig gewinnt glücklichen Punkt in Braunschweig – Poulsen fliegt vom Platz
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21:39 23.02.2015
RB Leipzig holt einen Punkt gegen Eintracht Braunschweig. Quelle: dpa
Braunschweig/Leipzig

Am Montagabend lieferten die Roten Bullen zumindest über 84 Minuten den nächsten Beweis: Mit der Spitzengruppe haben die Leipziger im Moment nichts zu tun.

Im Duell der in diesem Jahr bisher Enttäuschten spielten die Rasenballer bei Eintracht Braunschweig nur 1:1. Damit liegen die Leipziger auf dem achten Platz, haben immer noch acht Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Ausgerechnet der mit aufgeladenem Akku von der Tribüne zurückgekehrte Kapitän Dominik Kaiser traf zum umjubelten Ausgleich. „Wir müssen mit dem Unentschieden leben. Es gab Phasen, wo Braunschweig deutlich überlegen war“, sagte Kaiser.

Braunschweig/Leipzig. So richtig wollte man es RB-Sportdirektor Ralf Rangnick nicht glauben, als er am vergangenen Wochenende den Aufstieg abhakte. „Darüber zu reden, macht keinen Sinn“, sagte der 56-Jährige da. Am Montagabend lieferten die Roten Bullen zumindest über 84 Minuten den nächsten Beweis: Mit der Spitzengruppe haben die Leipziger im Moment nichts zu tun.

Trainer Achim Beierlorzer hatte sein Team gegen die Niedersachsen erneut umgestellt. Rani Khedira, Joshua Kimmich und Ante Rebic raus – Dominik Kaiser, Stefan Hierländer Omer Damari rein. Der gewünschte Effekt, nämlich Torgefahr, blieb aus. Mehr in die Breite spielen und die Außenstürmer mitnehmen hatte Beierlorzer gefordert. Davon war reichlich wenig zu sehen. Die Gäste bemühten sich, spielten sich im Sturmzentrum aber immer wieder fest. Einzig Emil Forsberg besaß in der achten Minute die Chance zur Führung, schloss aber nach einem Pass von Dominik Kaiser ohne Power ab.

Die Braunschweiger, wie RB nach der Winterpause mit zwei Niederlagen gestartet, nahm die Duelle an und ließ sich vom laufintensiven Spiel der Gäste nicht beeindrucken.  Vor allem der ehemalige Auer Jan Hochscheidt setzte sich im Angriff immer wieder in Szene. Allerdings schloss der 27-Jährige gleich mehrfach zu unkonzentriert ab und setzte den Ball entweder neben das Tor oder scheiterte an Keeper Fabio Coltorti.

Mit dem letzten Angriff der ersten Halbzeit schaffte es die Eintracht doch noch: Zunächst knallte Wintertransfer Emil Berggreen (kam von Hobro IK aus Dänemark) den Ball an die Latte, dann fühlte sich bei RB niemand für die Kugel zuständig. Braunschweig brachte sie erneut in den Strafraum und Berggreen verwertete seine zweite Chance. Aus spitzem Winkel schoss er völlig unbedrängt ins Tor der Leipziger und feierte so den ersten Treffer für seinen neuen Verein. „Ich war in der ersten Halbzeit nicht zufrieden, wie wir in die Zweikämpfe kamen. Das Tor war absehbar“, analysierte RB-Coach Beierlorzer.

Elfmeter-Piff bleibt aus

Zweite Halbzeit, gleiches Bild: Leipzig rannte an, Braunschweig erarbeitete die Chancen. Hochscheidt und Benjamin Kessel setzten sich wieder durch, brachten den Ball aber nicht über die Leipziger Linie. „Wir hätten das 2:0 machen müssen“, schätzte auch Hochscheidt ein. Beierlorzer reagierte und wechselte Yordy Reyna und Ante Rebic ein. Chancen brachte der Wechsel aber nicht mit sich. Einzig Yussuf Poulsen tankte sich in der 68. Minute im Eintracht-Strafraum durch. Er verpasste aber den Ball auch deshalb, weil Kessel sein Bein ganz lang machte und den Dänen traf. Ein Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Robert Hartmann blieb aus. RB hatte im gesamten Spiel zwar mehr Ballkontakte, Braunschweig gewann aber fast 60 Prozent der Zweikämpfe.

In der Schlussphase drückten die Gäste noch einmal. Und dann war er da: Kaiser stürmte in den Strafraum und schob den Ball in der 84. Minute zum Ausgleich in die Maschen. „Wir haben gefightet bis zum Umfallen und uns den Punkt verdient“, meinte Georg Teigl. Blöde Situation nur drei Minuten später, der bereits verwarnte Poulsen langte wieder zu und sah die Ampelkarte. Damit fehlt der Däne gegen den 1. FC Union. Das Spiel gegen die Berliner hätte er ohnehin nicht bestreiten dürfen. Bereits in der ersten Halbzeit sah der 20-Jährige seine fünfte gelbe Karte.

Braunschweig:

Gikiewicz – Kessel, Reichel, Dogan, Hedenstad – Vrancic, Boland – Omladic, Pfitzner, Hochscheidt (77. Zuck)– Berggreen

RB Leipzig:

Coltorti – Teigl, Compper, Sebastian, Jung – Kalmár (46. Kimmich), Kaiser, Hierländer (61. Reyna) – Poulsen, Damari (67. Rebic), Forsberg

Tore:

1:0 Berggreen (45.), 1:1 Kaiser (84.)

Zuschauer:

20.650

Schiedsrichter:

Robert Hartmann (Wangen)

Matthias Roth

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