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Spielberichte Rote Bullen gewinnen 4:0 beim HSV und klettern auf Platz zwei
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20:01 17.09.2016
Yussuf Poulsen behauptet sich im Zweikampf. RB Leipzig gewann am Samstag mit 4:0 beim Hamburger SV. Quelle: dpa
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Hamburg

Es ist der beste Saisonstart eines Bundesliga-Aufsteigers seit 25 Jahren: Nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund hat RB Leipzig am Samstag beim Hamburger SV die nächste Sensation gefeiert. Mit 4:0 (0:0) gewann der Bundesliga-Aufsteiger im Volksparkstadion und schob sich damit auf Tabellenplatz zwei – direkt hinter dem FC Bayern. Zur tragischen Figur der Gastgeber vor knapp 53.000 Zuschauern wurde René Adler. Der aus Leipzig stammende Keeper verursachte einen Elfmeter, der die Roten Bullen in der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße brachte.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl hatte sein Team gegenüber dem Dortmund-Spiel auf drei Positionen umgestellt. Kapitän Dominik Kaiser musste zunächst ebenso wie Stürmer Timo Werner auf der Bank Platz nehmen, dafür begannen Naby Keita und Emil Forsberg in der Startelf. Neuzugang Bernardo, der hinten rechts für den verletzten Lukas Klostermann den Vorzug vor Benno Schmitz bekam, feierte sein Debüt im RB-Trikot.

Im Auswärtsspiel beim HSV neutralisierten sich beide Manschaften über 60 Minuten. Doch dann platzte nach einem Elfmeter der Knoten bei RB Leipzig. Mit einem 4:0-Sieg holte das Hasenhüttl-Team drei Punkte nach Leipzig. (Bilder: dpa)

Und was für eines: Schon nach 14 Minuten hatte der Brasilianer das 1:0 auf dem Kopf und die 2500 mitgereisten RB-Fans den Torjubel auf den Lippen. Bernardos brandgefährlichen Versuch nach einer Ecke fischte René Adler jedoch aus dem Winkel. Schon in der 3. Minute hatte der HSV-Keeper einen Schuss von Forsberg nach einer scharfen Hereingabe von Yussuf Poulsen in den Strafraum pariert. Ein Flankenversuch des Schweden in der 17. Minute ging an den Außenpfosten. "Der Gegner hat uns das Leben sehr schwer gemacht, in der ersten Halbzeit waren wir nicht so griffig. Wir mussten auch lernen, mit der Kulisse umzugehen", meinte RB-Coach Ralph Hasenhüttl.

Beide Mannschaften legten in Hälfte eins ein hohes Tempo an den Tag, aber zwingende Torchancen für die Hausherren blieben Mangelware. Bis zur 39. Minute hatte Péter Gulácsi einen ruhigen Nachmittag, bevor Nicolai Müller von rechts aus spitzem Winkel abzog – kein Problem für den RB-Keeper, der auch drei Minuten später erneut auf dem Posten war. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld scheiterte Aaron Hunt aus Kurzdistanz am starken Ungarn – es sollte die beste Chance der Hamburger im gesamten Spiel bleiben. "Wir hatten uns viel vorgenommen, Knackpunkt war, dass wir nicht selber ein Tor gemacht haben", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia am Samstag.

Hasenhüttl wechselt erneut den Sieg ein

Hasenhüttl wechselte zur Pause offensiv – und einmal mehr den Sieg ein. Für Keita kam Timo Werner. Der Ex-Stuttgarter leitete in der 65. Minute direkt das 1:0 ein. Nach einem Alleingang konnte ihn René Adler nur mit einem Foul im Strafraum stoppen. Der HSV-Keeper traf den Leipziger Neuzugang klar mit dem rechten Bein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Emil Forsberg sicher zum 1:0. "Ich denke wir haben sie heute ein bisschen geschockt. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft", sagte der Schwede. "Die zweite Hälfte war unfassbar."

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Forsberg war auch am zweiten Treffer maßgeblich beteiligt. Sein Freistoß von der linken Seite landete in der 72. Minute direkt auf dem Kopf von Interimskapitän Willi Orban, der die Binde kurz zuvor an den eingewechselten Dominik Kaiser abgegeben hatte. Werner drückte den Ball noch über die Linie – und bekam den Treffer später zugesprochen. Nur fünf Minuten später durfte er schon wieder jubeln: Nach einem Solo überlupfte der Stürmer René Adler zum 3:0. Während sich die Miene von HSV-Coach Bruno Labbadia immer weiter versteinerte, verließen die ersten Fans bereits das Stadion. Der eingewechselte Davie Selke legte in der Nachspielzeit sogar noch zum 4:0 nach (92.).

RB Leipzig schob sich dank des furiosen Saisonstarts mit sieben Punkten nach drei Spielen auf Platz zwei vor, nur zwei Zähler hinter Bayern München. Der Deutsche Rekordmeister gewann am Samstag 3:1 gegen Ingolstadt. "Wir haben nach der Pause die richtigen Reaktionen gezeigt", erklärte RB-Abwehrchef Orban nach der Partie. Doppel-Torschütze Werner brachte die Torgala innerhalb von 26 Minuten auf den Punkt: "Wir waren heute enorm effektiv."

Von Robert Nößler

Statistik Hamburger SV - RB Leipzig 0:4 (0:0)

Hamburger SV: Adler - Sakai, Djourou, E. Spahic, Douglas Santos - G. Jung, L. Holtby - N. Müller, Hunt (70. Halilovic), Kostic (83. Waldschmidt) - Wood (83. Gregoritsch)

RB Leipzig: Gulacsi - Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg - Ilsanker, Demme - Keïta (46. Ti. Werner), Forsberg - Sabitzer (62. Do. Kaiser), Y. Poulsen (80. Selke)

Tore: 0:1 Forsberg (66./Foulelfmeter), 0:2 Werner (72.), 0:3 Werner (77.), 0:4 Selke (90.+2)

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)

Zuschauer: 52.998 (davon rund 2500 aus Leipzig)

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