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Wolfsburger Wölfe zu abgezockt: Pokal-Aus für RB Leipzig vor ausverkauftem Stadion

Wolfsburger Wölfe zu abgezockt: Pokal-Aus für RB Leipzig vor ausverkauftem Stadion

Die Pokalwunder von Leipzig sind ausgeblieben. Nach den Handballern des SC DHfK im DHB-Viertelfinale flogen am Mittwochabend auch die Fußballer von RB Leipzig im DFB-Achtelfinale raus.

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Keine Chance für die Bullen: VfL Wolfsburg hat sich am Mittwoch in Leipzig mit 2:0 gegen RB durchgesetzt.

Quelle: dpa

Leipzig. Dabei verkaufte sich der Zweitligist gegen den Bundesliga-Zweiten VfL Wolfsburg beim 0:2 (0:1) teuer. Die 43.348 Zuschauer sahen ein rasantes und chancenreiches Duell.

„Es war schwer hier heute weiter zu kommen. Vor allem in der ersten halben Stunde haben uns die kleinen, wendigen Spieler von RB Probleme bereitet“, sagte VfL-Coach Dieter Hecking. Sein Leipziger Kollege Beierlorzer war trotz Niederlage nicht komplett unzufrieden: „Wir haben bis zum Schluss versucht, Wolfsburg in Verlegenheit zu bringen.“

Die erste Möglichkeit kreierte die VfL-Tormaschine Bas Dost und auch beim zweiten Angriff der Gäste war der Niederländer vor dem gegnerischen Kasten gefährlich. Aber Leipzig ließ sich in der Offensive ebenfalls nicht lumpen, Emil Forsberg scheiterte in der 11. Minute nach schöner Flanke von Anthony Jung. Die Stimmung war prächtig, schon nach einer Viertelstunde sang das Stadion mit voller Lautstärke „steht auf, wenn ihr Leipziger seid“.

Im zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ausverkauften Rund kehrte Torjäger Yussuf Poulsen nach seiner Gelb-Rot-Sperre in der Liga zurück, dafür musste Ante Rebic auf die Bank. Doch der Däne konnte nicht so recht überzeugen. „Yussuf ist von seiner guten Form zu Beginn der Saison weit weg, wir müssen ihn wieder dahin bringen“, kritisierte Sportdirektor Ralf Rangnick. Georg Teigl fiel wegen einer Hüftmuskelzerrung aus, für ihn rückte Lukas Klostermann nach rechts. In der Innenverteidigung übernahm Rodnei. RB-Coach Achim Beierlorzer vertraute dem 4-2-2-System, wie beim Heimsieg (3:2) gegen Union Berlin am Sonntag.

Die Roten Bullen produzierten nun Großchancen wie am Fließband: In der 17. Minute traf Klostermann das Außennetz. Kurz darauf lief Omer Damari links durch und schob den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei. „Wenn man gegen eine solche Mannschaft eine Chance haben will, muss man eine der beiden glasklaren Möglichkeiten machen“, sagte Rangnick.  Die Fahrlässigkeit wurde prompt bestraft: Nach 20 Minuten ging Wolfsburg durch einen strammen Schuss von Daniel Caligiuri mit 1:0 in Führung.

Das Tempo blieb weiter hoch, dabei hatte der Zweitligist gegen das Bundesliga-Star-Ensemble sogar die besseren Szenen. Tim Sebastian musste kurz vor der Pause mit einer Bänderverletzung vom Platz, für ihn verteidigte  Sebastian Heidinger.

In Halbzeit zwei kam Rebic für Damari, der sich mit muskulären Problemen plagte, im Sturm und wurde auch gleich brandgefährlich, VfL-Keeper Benaglio klärte in höchster Not. Der Gastgeber erhöhte den Druck nach vorn. Doch ähnlich wie im ersten Durchgang erzielte der Champions-League-Aspirant den Treffer. Nach einer Ecke köpfte Timm Klose zum 2:0.

Schon am Dienstag gewannen im DFB-Pokal nur die Favoriten, das sollte sich auch in Leipzig nicht ändern. Zwar ließ RB bis zum Schluss nicht locker, aber die seit 14 Pflichtspielen ungeschlagenen Niedersachsen auch nichts mehr anbrennen. „Man hat die enorme Qualität der Wolfsburger gesehen, die waren auch körperlich sehr robust. Aber wir können trotzdem mit uns zufrieden sein“, sagte Dominik Kaiser.

RB:

Coltorti – Klostermann, Sebastian (42. Heidinger), Rodnei, Jung – Kaiser (C), Demme (66. Reyna) , Kimmich – Forsberg – Poulsen, Damari (45. Rebic)

VfL:

Benaglio (C) – Jung, Naldo, Klose, Schäfer – Gustavo, Guilavogui (86. Träsch) – Caligiuri, De Bruyne (89. Seguin), Schürrle – Dost (82. Bendtner)

Tore:

0:1 Caligiuri (20.), 0:2 Klose (57.)

Zuschauer:

43.348 (ausverkauft)

Anne Grimm

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