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SC DHfK Leipzig Zwei Sekunden vor Schluss: SC DHfK verliert gegen den SCM
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SC DHFK
11:28 28.02.2018
Gregor Remke (DHfK #25) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs SC Magdeburg Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Der SC DHfK ist im ersten Heimauftritt 2018 im Derby gegen den SC Magdeburg knapp an einem Punkt vorbeigeschrammt. Zwei Sekunden vor Schluss tunnelte Michael Damgaard Leipzigs Kapitän und Keeper Jens Vortmann zum 23:22-Sieg (8:11) für den SCM. Dabei hatte der Bundesligist von der Pleiße zumindest in der zweiten Hälfte das Momentum auf seiner Seite. „Wir wollten uns anders präsentieren als in Melsungen. Bitter, dass wir das Spiel so verlieren“, fasste Vortmann die Derbyniederlage zusammen. Die Leipziger blieben Tabellenachter der Bundesliga. Dagegen schieben sich die Magdeburger auf Rang sechs vor.

„Im Moment bin ich überhaupt nicht zufrieden, ich kann nicht zufrieden sein mit dem Resultat. Das hat sich die Mannschaft so nicht erarbeitet und nicht verdient. Wir waren nicht unbedingt das eine Tor schlechter“, sagte DHfK-Trainer Michael Biegler kurz nach Abpfiff.

Zäh - das beschreibt es wohl am treffendsten, wie der SC DHfK in der proppevollen Arena (6120 Zuschauer, ausverkauft) ins Derby gegen den SC MAgdeburg startete. Ganze sechs Minuten mussten die Fans des Leipziger Bundesligisten, getreu dem DHfK-Ritus warten, bis sie sich setzten durften. Aivis Jurdzs erlöste die Anhänger der Grün-Weißen mit dem ersten Leipziger Treffer.

Leipzig verschläft den Start

Da lagen die Gastgeber allerdings schon zurück. Jurdzs verkürzte auf 1:2. Das sollte sich bis zum Ende der ersten Hälfte auch nicht ändern. „Am Anfang haben wir das Spiel etwas verschlafen, waren dann aber auf Augenhöhe“, so DHfK-Rechtsaußen Lucas Krzikalla.

Der SC DHfK rannte permanent einem Rückstand hinterher, zur Pause stand es 8:11. Auch, weil sich das Team von Biegler zu viele technische Fehler leistete. So setzte sich der SCM gemächlich ab, selbst ohne viel Tempo zu spielen. Wie auch die Leipziger, die gegen ein massives Abwehrbollwerk anrannten und selten Lösungen fanden. Die Würfe, die sich die Spieler des SC DHfK nahmen, fischte dann Jannick Green Krejberg weg. Beim 3:6 in der 12. Minute korrigierte Biegler das erste Mal das Treiben der Seinen, nahm eine Auszeit.

Danach traf zwar Yves Kunkel von der Siebenmeterlinie. Es folgte erneut Ebbe im Angriff. Sechs Minuten sollten die Leipziger keinen Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Aber auch Magdeburg glänzte nicht gerade im Angriff. So robbte sich der SC DHfK bis auf ein Tor ran, um dann wieder eine kleine Serie zu kassieren. Erneut brachten technische Fehler die Hausherren ins Hintertreffen.

DHfK startet in zweiter Hälfte durch

In Halbzeit zwei legten die Grün-Weißen ihre Zaghaftigkeit ab und gingen dahin, wo es weh tut. Am gegnerischen Kreis durch die Mitte. Jurdzs, dem in der ersten Hälfte so gut wie nix gelang, brachte nun in zehn Minuten dreimal den Ball im Kasten unter. Mit Philipp Weber und Yves Kunkel schaffte der SC DHfK in der 43. Minute erstmals in der Partie den Ausgleich: 15:15.

Das lag auch daran, dass Vortmann vier Bälle fassen konnte. Das Spiel nahm endlich Fahrt auf, auch in der Halle seitens der Fans. Etwa 500 Anhänger aus der Börde hielten gegen die Leipziger Fans. Und auf dem Feld räumten sich die Kontrahenten gegenseitig ab. Handball ist und bleibt nix für Zartbesaitete.

Nachdem Vortmann einen Heber von Robert Weber fing (58.) und im Gegenzug Philipp Weber (59.) zum 22:22 traf, schien der erste Punkt 2018 zum Greifen nah. Zumal Milos Putera im Kasten der Leipziger 15 Sekunden vor Abpfiff den Siebenmeter von Magdeburgs Matthias Musche hielt. Mit der Parade avancierte Putera zu Mister 100 Prozent. Allerdings blieb der SCM in Ballbesitz, nahm eine Auszeit und besprach den letzten Angriff.

Damgaard wirft Magdeburg ins Glück

Der SC DHfK die Rechnung aber ohne Michael Damgaard gemacht. Mit einem Tunnel gegen Vortmann traf er zum 23:22-Sieg des SCM. Der Einsatz des Dänen stand auf der Kippe, er laboriert noch an den Folgen eines Ermüdungsbruchs im Sprunggelenk, kam aber in der zweiten Halbzeit ins Spiel. „Leipzig hat zum Schluss offensiv in der Abwehr gespielt, ich habe dann den Ball bekommen und musste werfen“, so Damgaard.

Am Ende jubelten die Magdeburger ausgelassen. „Ich habe einen Haufen glückliche Spieler in der Kabine sitzen. Ich hätte aber nicht erwartet, dass es so schwer in der 2. Halbzeit wird“, sagte SCM-Coach Bennet Wiegert.

SC DHfK Leipzig: Vortmann 1, Putera – Jurdzs 4, Krzikalla 2, Binder 1, Janke 2, Kunkel 3/2, Roscheck 1, Weber 6, Rivesjoe, Strosack, Remke, Meschke, Milosevic 2

SC Magdeburg: Green, Quenstedt – Musa 3, Chrapkowski, Musche 4/3, Pettersson, Molina Cosano, Christiansen 5, Mertens, O’Sullivan 3, Bezjak 1, Weber 1, Kalarash, Damgaard 6, Zelenovic

Siebenmeter: DHfK 3/2, SCM 5/3

Zeistrafen: DHfK 2 Minuten, SCM 4 Minuten

Zuschauer: 6120 (ausverkauft)

Alexander Bley und Matthias Roth

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