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News DHfK-Koloss Meschke: „Wir sind keine Zombies“
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SC DHFK
13:39 14.10.2017
Wurfgewaltig und durchsetzungsstark: Benjamin Meschke. Quelle: Modla
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Leipzig

„Das schönste Spiel der Saison“, steht laut Benjamin Meschke am Sonntag 15 Uhr an. Nicht irgendeines in der Bundesliga, sondern das Derby zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg. 7000 Zuschauer werden im Handball-Mekka des Bördelandes, der Getec-Arena erwartet. Und Meschke ist heiß wie Frittenfett, drängt auf die Platte, weil es gegen den SCM für die Leipziger (vier Spiele, keine Niederlage) und im speziellen für den 115-Kilo-Toffel besonders gut lief. „Da bist du etwas motivierter, das bringt unbewusst ein paar Prozentpunkte mehr“, sagt Meschke.

Ausgerechnet bei dem Verein, bei dem der 26-Jährige im Handball das Laufen lernte. 2005 wechselte „der größte und dickste Spieler bei seinem Heimatverein“ (sagt Meschke über den blutjungen Meschke) aus dem 250 Kilometer entfernten Plauen nach Magdeburg ans Internat. „Damals war der SCM das Zugpferd“, erklärt der Sportmanagement-Student seine Entscheidung nach der Sichtung. „Aue und Leipzig hatten mich nicht überzeugt.

Noch nicht. Das sollte erst später kommen, dank seines Kumpels Felix Storbeck. Der Kontakt mit dem SC DHfK kam über Christian Prokop. Von Storbeck gab es dann ungefilterte Informationen zum Team und der Stadt aus erster Hand. So kam der Kreisläufer vor zwei Jahren nach L.E.

Storbeck und Meschke – das Duo ging schon in Magdeburg gemeinsam auf Pirsch. „Die Internatszeit war überragend. Mit einer Gruppe ein gemeinsames Interesse verfolgen, die erste WG, die erste eigene Wohnung“, schwelgt Meschke in Erinnerungen. Nach Hause ging es nur aller vier bis sechs Wochen. Ansonsten stand nur Handball auf dem Plan.

In sechs Jahren beim SCM wurde der große Dicke zu einem beweglichen Koloss geformt, der am Kreis auch in der Jugend-Nationalmannschaft Palermo machte. Der Sprung ins Team seines Ex-Coaches und jetzigen Bundestrainer Prokop blieb ihm bislang verwehrt. „Der Weg in die Nationalmannschaft führt nur, wenn du im Verein Stammspieler bist und deine Leistung stabilisierst.“

Im Stamm steht der gebürtige Plauener beim SC DHfK derzeit nicht. „Natürlich sind die Spielanteile nicht befriedigend. Da muss ich mich aber hinterfragen. Wenn ich mich damit zufrieden geben würde, wäre ich in meinem Beruf falsch“, sagt er. „Ich muss daran arbeiten, dass es klappt. In der vergangenen Saison habe ich das und die wichtigen Spiele gemacht sowie im Final Four gespielt“, erzählt Meschke weiter.

 Nicht nur beim Thema Handball findet der Hüne klare Worte. Seinen Anti-Rassismus-Post auf Facebook nach der Bundestagswahl sahen 30 000 Personen. „Wir sind keine Zombies, die nur den Ball durch die Halle schmeißen, wir nehmen auch am Leben teil. Nicht nur der Sport, sondern auch das Leben ist bunt“, erklärt Meschke. Dem gibt’s nun wirklich nichts hinzuzufügen.

Alexander Bley

Bisher habe ich mich noch nicht politisch auf meiner Fan-Seite geäußert! Aber aus gegebenem Anlass.... AfD in Sachsen...

Gepostet von Benjamin Meschke am Montag, 25. September 2017
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