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News „Der Verein ist extrem sympathisch“ – SC DHfK präsentiert neuen Goldsponsor
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SC DHFK
15:10 05.02.2012
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„Es ist definitiv ein wegweisendes Engagement“, schob DHfK-Aufsichtsratsmitglied „Kretzsche“ nach.

„Damit setzen wir ein Zeichen.“ Und zwar auch in Richtung Rathaus. „Unser Sportbürgermeister fordert ja beständig, dass sich die großen Vereine der Stadt bei der Sponsorensuche nicht gegenseitig kannibalisieren sollen. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Insofern grüße ich Herrn Heiko Rosenthal heute besonders herzlich“, so Kretzschmar.

In gewisser Weise ist der Einstieg des Internetunternehmens, das sich mit Online-Portalen wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de einen Namen gemacht hat, tatsächlich einzigartig. „Es ist das erste Mal, dass wir uns regional engagieren“, betonte Mark Seydel, verantwortlich für Sport- und Eventmarketing bei Unister. Bis dato hießen die Partner 1. FC Kaiserslautern und Bayer 04 Leverkusen. Auch im Skispringen sei man aktiv. „Nun haben wir uns entschlossen, am eigenen Standort gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“

Warum die Wahl auf den SC DHfK fiel? „Der Verein ist extrem sympathisch“, so Seydel. Hier sei in den vergangenen zwei Jahren viel geschafft worden. Der Club habe hohe Ziele, stoße allmählich aber an finanzielle Grenzen. „Hier können und wollen wir helfen.“ Wie genau diese Hilfe aussieht, ließen die Unister-Verantwortlichen ebenso offen wie die DHfK-Oberen. Unister wird offizieller Reisepartner des Handball-Zweitligisten. Das fluege.de-Logo prangt künftig auf dem Trikot der Grün-Weißen. Eine Zusammenarbeit in Sachen Ticketing sei denkbar, so Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball GmbH. Auch die Handballakademie wolle man unterstützen, betonte Mark Seydel. Nachhaltigkeit sei wichtig. Und Langfristigkeit.

„Wir sind Goldsponsor und unser Engagement ist dem eines Goldsponsors würdig“, schmetterte Unister-Sprecher Konstantin Korosides die Frage nach dem finanziellen Umfang der Partnerschaft ab. Eine konkrete Summe wolle man nicht nennen. Es handele sich aber um einen erheblichen Betrag „Uns ist wichtig, dass die Erfolgsschiene des SC DHfK weitergeht. Das ist im Grunde auch der Gradmesser für unsere Kooperation“, sagte Korosides.

Sind Uwe Jungandreas und seine Jungs nun also quasi zum Aufstieg verdammt? „Nein, nein“, beeilte sich Karsten Günther auf Nachfrage zu versichern. „Das ist für diese Saison überhaupt kein Thema.“ Gleichwohl läuft die bisher vertraglich fixierte Zusammenarbeit mit Unister zunächst nur bis Saisonende. „Das liegt schlicht daran, dass wir noch nicht wissen, welches Paket wir für die kommende Spielzeit gemeinsam schnüren können. Wir planen ja den Umzug in die Arena. Bis jetzt war noch nicht absehbar, welche Werbemöglichkeiten wir Unister dort anbieten können“, so Günther. In den kommenden zwei Monaten soll sich das ändern. „Unser erklärtes Ziel ist eine Zusammenarbeit für mindestens drei Jahre.“

Eingefädelt hat den Deal Stefan Kretzschmar, und zwar bei einem Abendessen. „Alles war ganz unkompliziert. Es war ein tolles vierstündiges Abendessen. Es ging nur eine halbe Stunde um Handball“, erinnerte sich der DHfK-Aufsichtsrat. Natürlich erhoffe man sich mit Unister an der Seite ökonomische Vorteile und eine gewisse Signalwirkung an die regionale und überregionale Wirtschaft. „Uns ist natürlich klar, dass wir im Moment für ein Unternehmen wie Unister noch nicht der perfekte Werbepartner sind. Aber dort, wo wir hin wollen, dort können wir es sein.“

Gemeint ist natürlich die erste Bundesliga. Auf dem Weg dorthin gelte es vor allem, die Mannschaft zusammenzuhalten und zu verstärken, so Kretzschmar. „Wir sind bereits jetzt an dem Punkt, wo unsere Spieler durch gute Leistungen andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht haben und wir deren Angebote nicht immer halten können.“ Da dürfe man sich auch keinerlei Illusionen machen. „Nur weil Leipzig eine tolle Stadt ist, bleibt keiner hier“, stellt Kretzsche klar. Auch das Umfeld müsse weiter professionalisiert werden. Das Marketing, die Geschäftsstelle, die Handballakademie, da gäbe es Handlungsbedarf. „Und natürlich der Umzug in die Arena“, ergänzt Karsten Günther. Die Halle wolle dann ja auch gefüllt werden.

Antje Henselin-Rudolph

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