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News Die drei Hürden von Erlangen - SC DHfK Leipzig steht in Franken vor Sprung auf Platz zwei
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SC DHFK
13:34 28.03.2014
DHfK-Trainer Christian Prokop. Quelle: Rainer Justen
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Leipzig

Während die Fans des Handball-Zweitligisten SC DHfK Leipzig spätestens nach dem Sieg am vergangenen Sonnabend gegen TV Bittenfeld und dem Sprung auf Rang 3 bereits von Kiel und Magdeburg träumen, interessiert sich Prokop nicht einmal für die Ansetzungen der Konkurrenz und die daraus folgenden Möglichkeiten in der Tabelle. 

„Ich habe den Spielplan nicht im Kopf“, sagte er am Freitag. Und schiebt dann doch neugierig nach: „Gegen wen spielen die anderen denn nun an diesem Wochenende?“. Kleiner Service für den Coach: Schon am Freitag könnten die Grün-Weißen erneute Schützenhilfe erhalten. Tusem Essen, nur zwei Punkte schlechter als die Leipziger, empfängt den TV Großwallstadt und verlöre bei einer Niederlage etwas Puste im Aufstiegsrennen. Zeitgleich spielt auch die SG BBM Bietigheim gegen die HSG Nordhorn. Beide Gegner schielen ebenfalls auf die ersten drei Ränge. Mindestens ein Team wird nun wichtige Zähler liegen lassen.

Prokop beschäftigt sich lieber mit seinen eigenen Männern, getreu dem Motto: Solange wir gewinnen, können die anderen Mannschaften hinter uns machen, was sie wollen. Am Sonnabend reist der SC DHfK zum Zweiten HC Erlangen. Mit einem Erfolg würden beide Teams die Plätze in der Tabelle tauschen. Allerdings haben die Franken drei besonders hohe Hürden für ihre Gäste aufgebaut.

Hindernis Nummer eins ist die Abwehr. Kein Zweitligist hat in dieser Spielzeit weniger Gegentore kassiert. Wie kompromisslos die Erlangener in der Verteidigung zulangen, bekamen die Grün-Weißen beim verlorenen Hinspiel (27:29) zu spüren. „Mit viel Einsatz und Laufbereitschaft können wir aber bestehen“, sagt Prokop. Hinzu komme das gestiegene Selbstbewusstsein nach zuletzt sechs nicht verlorenen Begegnungen. „Die Formkurve zeigt nach oben“, so der Coach.

Hindernis Nummer zwei heißt Ole Rahmel. Den Flügelflitzer kennt Prokop bestens aus gemeinsamen Essener Zeiten. Mit 170 Toren ist er Erlangens bester Schütze, pro Spiel erzielt Rahmel 6,3 Tore. „Wir dürfen nicht in sein Konterspiel laufen“, hat Prokop seinem Team mit auf den Weg gegeben. Das bedeutet: keine leichten Ballverluste gegen die aggressive HCE-Deckung. Für die eigene Verteidigung gelte: „In Punkto Härte dürfen wir in nichts nachstehen“, so der 35-Jährige.

Hindernis Nummer drei ist die Kulisse in der Karl-Heinz-Hirsemann-Halle. 1250 Zuschauer finden dort einen Platz. „In Erlangen wird eine hitzige Atmosphäre herrschen, die große Kulisse steht als achter Mann hinter der Mannschaft“, weiß der Trainer. Wichtig deshalb: Nicht hektisch werden und die Konzentration auf dem eigenen Spiel belassen.

Personell hat Prokop wieder freie Hand. Alle Spieler sind fit. Deshalb ist der Übungsleiter auch zuversichtlich: „Wir sind im Stande, die Aufgabe zu meistern.“ Während der Zweitligist auf dem Parkett derzeit für positive Schlagzeilen sorgt, engagiert sich der Verein auch abseits der Halle.

Im Institut für Transfusionsmedizin des Uni-Klinikums (UKL) haben sich am Donnerstag UKL-Vorstand Ekkehard Zimmer und der Geschäftsführer der DHfK-Handballer, Karsten Günther, anzapfen lassen und so die Aktion "Jeder Tropfen ein Treffer - Leipzig hat Sport im Blut" gewissermaßen in Fluss gebracht. Richtig durchgestartet wird ab dem 1. April, denn von diesem Tag bis zum 26. April läuft unter besagtem Motto ein Wettbewerb zwischen den Teams des wurfstarken Vereins und dessen Sponsoren. Frage aller Fragen: Wer mobilisiert die meisten Spender des Lebenssaftes.

Fotos vom Auftakt der Aktion

Leipzig. Die entscheidenden Wochen stehen für die Handballer des SC DHfK Leipzig an. Bis Ostern entscheidet sich, ob die Fans weiter von der ersten Liga träumen dürfen. Am Sonnabend treffen die Grün-Weißen auf den Tabellenzweiten aus Erlangen. Mit einem Sieg in Franken würden die Schützlinge von Trainer Christian Prokop mit dem Gegner den Platz in der Rangliste tauschen.

In der UKL-Blutbank in der Johannisallee liegen dann spezielle Coupons aus, auf denen der jeweilige Spender angibt, für welches der rund 120 Sponsoring-Unternehmen oder für welche der Handballmannschaften er mit seiner Blutgabe punkten will. Außerdem können die Teilnehmer, so sie denn wollen, die Aufwandsentschädigung der Stiftung Kinderklinik Leipzig oder dem DHfK-Handballnachwuchs zu Gute kommen lassen. Als Dank gibt es eine Freikarte für ein Bundesligaspiel des SC DHfK. Das Aktionsfinale geht am 26. April von 15 bis 20 Uhr in der Blutbank über die Bühne, wohin dann per Livestream die Auswärtsbegegnung der DHfK-Männer beim TV Hüttenberg übertragen wird.

LVZ-Online überträgt das Erlangen-Spiel am Sonnabend per Live-Audiostream. Anwurf ist um 20 Uhr.

Matthias Roth

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