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Für einen Sieg gegen den SCM: DHfK-Coach Biegler justiert an zwei Stellen nach

Handball-Bundesliga Für einen Sieg gegen den SCM: DHfK-Coach Biegler justiert an zwei Stellen nach

Dieses Derby lockt die Fans in die Arena: SC DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg. Nach der Pleite in Melsungen hat Trainer Michael Biegler die Schwachstellen erkannt und justiert nun nach.

Im vergangenen Jahr gewann Leipzig: Lucas Krzikalla (DHfK #8) im Duell mit SCM-Torwart Jannick Green Krejberg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mit erhobenem Kopf und breiter Brust gehen die Handballer des SC DHfK Leipzig am Sonnabend ins Ostderby gegen den SC Magdeburg. Die 20:28-Niederlage bei der MT Melsungen hat Trainer Michael Biegler abgehakt. Die Schlüsse aus der Pleite sind gezogen.

Die Mannschaft habe sich geärgert, müsse aber keineswegs aufgebaut werden. Der Trainer hat auch zwei Stellschrauben ausgemacht und justiert nun nach. „Wir müssen in der Deckung breiter agieren und an unserer Wurfqualität arbeiten“, sagt der Coach. Und noch etwas fordert Biegler von seinem Team: „Wir können dem SCM nur auf Augenhöhe begegnen, wenn alle Spieler hundert Prozent abliefern.“

Ausverkaufte Arena

Beide Mannschaften erwartet ein stimmgewaltiges Umfeld. „Die Halle ist mit 6120 Zuschauern erstmals in dieser Saison restlos ausverkauft“, so Manager Karsten Günther. Offiziell gingen 300 Karten an die Gäste. Wie viele SCM-Fans allerdings zusätzlich mit Online-Tickets oder über Kontakte nach Leipzig eingedeckt haben ist unklar. Handballfeste waren die Begegnungen der beiden Mannschaften in der Arena in den vergangenen beiden Jahren stets. Das Dezibel- und Erfolgsplus lag dabei auf Leipziger Seite. Neuer Service für Kinder: Der SC DHfK bietet Ohrenschützer zum Ausleihen an.

Verletzungssorgen auf beiden Seiten

Personell bleiben die Baustellen bei den Grün-Weißen akut. Franz Semper, Andreas Rojewski und Niclas Pieczkowski werden definitiv fehlen. Auf Magdeburger Seite ist Michael Damgaard die große Wundertüte. Er hat einen Ermüdungsbruch im rechten Sprunggelenk erlitten und sollte eigentlich noch wochenlang fehlen. Am Mittwoch rieben sich die Magdeburger Fans aber die Augen. Der dänische Nationalspieler erwärmte sich vor dem Spiel im EHF-Cup gegen Bjerringbo-Silkeborg mit den Kollegen, saß dann aber 60 Spielminuten ohne Einsatz auf der Bank. Gegen den SC DHfK könnte es schon zu Kurzeinsätzen reichen.

Außerdem bangt SCM-Trainer Bennet Wiegert im rechten Rückraum um Nemanja Zelenovic. Der Serbe stürzte am Mittwoch gleich zu Spielbeginn auf die linke Schulter und kam nicht mehr zurück in die Partie. Ein MRT soll nun die genaue Diagnose erbringen.

SCM reist am Freitag an

Wie ernst der SCM das Spiel nimmt, zeigt allein die Abfahrtszeit. Der Mannschaftsbus bricht schon am Freitagmittag nach dem Training in Richtung Leipzig auf. Unterwegs macht das Team noch Station in einem Hotel in Merseburg.

Die Partie wird am Sonnabend um 20.30 Uhr angepfiffen. Für die Handball-Bundesliga ist das eine ungewöhnliche Anwurfzeit. Die Erklärung: Eigentlich nutzen die Leichtathleten im Februar die Arena. Dafür wird jedes Jahr auch eine Laufbahn aufgebaut. Am kommenden Wochenende steht die Anlage wegen den Deutschen Meisterschaften in Dortmund allerdings ungenutzt herum und wird erst wieder am Montag benötigt. Damit der SC DHfK das eigene Wohnzimmer für den Zuschauerhit nutzen kann, bleiben jeweils 28 Stunden für den Ab- und Aufbau Zeit.

Rückkehr von Biegler

Für Trainer Michael Biegler wird das Spiel der erste Auftritt vor dem heimischen Publikum nach seiner Rückkehr zum SC DHfK. Viele Worte will er nicht darum machen, die Mannschaft müsse im Fokus stehen. Und auch das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Team aus Magdeburg rufen keine Emotionen hervor. „Das Thema ist abgehakt“, so Biegler.

Von Matthias Roth

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