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Kein neuer Vertrag in Flensburg: Kommt Lars Kaufmann zum SC DHfK Leipzig?

Kein neuer Vertrag in Flensburg: Kommt Lars Kaufmann zum SC DHfK Leipzig?

Angelt sich der SC DHfK Leipzig einen Weltmeister für die nächste Saison? Wie jetzt bekannt wurde, erhält Lars Kaufmann keinen neuen Vertrag bei der SG Flensburg-Handewitt.

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Lars Kaufmann für Flensburg in Aktion.

Quelle: dpa

Leipzig. „Natürlich bin ich enttäuscht über die Entscheidung. Ich wäre gerne geblieben“, sagte der 33-Jährige. Er wolle nun mit seinem Verein im Rest der Saison noch „einiges erreichen“. Die SG spielt im Achtelfinale der Champions League gegen den THW Kiel und steht im Final4 des DHB-Pokals.

„Das ist eine der Entscheidungen, die man nie gerne trifft. Wir sind an einem Punkt unserer Personalplanung, an dem wir uns perspektivisch neu ausrichten“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Kaufmanns Zukunft ist unklar. „Wo er nächste Saison spielen wird, ist noch völlig offen“, erklärte sein Berater Erik Göthel von der Leipziger Agentur Inteam-Sports. Kaufmann selbst habe sich zu seinen Vorstellungen noch nicht geäußert.

In der Liga wird die Kaderentwicklung in Flensburg mit Interesse verfolgt. Auch Aufstiegskandidat SC DHfK Leipzig ist aufmerksam geworden. „Kaufmann ist immer eine interessante Personalie“, sagte Geschäftsführer Karsten Günther. Der gebürtige Görlitzer hat von 1999 an sechs Jahre bei Concordia Delitzsch gespielt, war zweimal Torschützenkönig in der 2. Bundesliga und entwickelte sich zum internationalen Topspieler. Über die Stationen Wetzlar, Lemgo und Göppingen gelangte der Rechtshänder schließlich in den hohen Norden.

Kaufmann könnte mit seinen knapp zwei Metern Größe und seiner Erfahrung aus 132 Länderspielen die Durchschlagskraft beim SC DHfK erhöhen. Beim Pokalspiel gegen die Füchse Berlin sahen die Fans deutlich: Gegen eine gestandene Erstligamannschaft ist der Rückraum körperlich noch unterlegen.

Allerdings: Unterstützung benötigen bei den Grün-Weißen die jungen Spieler auf der rechten Seite. Auf Kaufmanns Position haben die Leipziger mit Philipp Weber, Michael Qvist und Marc Pechstein bereits drei Akteure auch über den Sommer hinaus unter Vertrag. Vor allem der Däne Qvist konnte aber wegen eines Kreuzbandrisses seine Qualitäten in dieser Saison noch nicht zeigen. Weber fehlte gegen die Füchse ebenfalls verletzt. Zudem müsste Kaufmann auch finanziell ins Gefüge des SC DHfK passen.

Delitzsch wartet schon seit acht Jahren

Ein Engagement des früheren Concordia-Spielers in seiner alten Heimat würde auch die Stadtverwaltung in Delitzsch freuen. Seit dem Gewinn des WM-Titels vor acht Jahren warten die Rathaus-Mitarbeiter auf einen Besuch des Handballers, damit er sich endlich ins Goldene Buch der Stadt eintragen kann. Bisher hat es mit einem Termin nicht geklappt.

Neben einem Wechsel innerhalb der deutschen Bundesliga könnte für Kaufmann auch ein Ausklang seiner Karriere in Dänemark eine Alternative sein. Mit seiner Familie ist der Sachse an der Förde inzwischen sesshaft geworden. Kaufmanns Frau Anna Lena hat sich dort ein berufliches Standbein aufgebaut. „Meine Familie und ich fühlen uns hier in Flensburg sehr wohl“, so Kaufmann.

Der SC DHfK will am Mittwoch auf dem Weg in die 1. Bundesliga die nächsten beiden Punkte einsammeln. In der Arena ist um 19.30 Uhr der EHV Aue zu Gast. Der seit Ende Dezember verletzte Weber will beim Sachsenderby sein Comeback feiern. „Ich bin bereit! Es war eine schwere Zeit, doch die Jungs haben mir die Pause mit gutem, erfolgreichem Handball leicht gemacht“, sagte Weber.

Matthias Roth

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