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News Lemgo-Trainer Kehrmann teilt gegen SC DHfK aus - HBL ermittelt
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SC DHFK
18:04 18.10.2016
Lemgo-Coach Florian Kehrmann. Quelle: imago sportfotodienst
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Leipzig

Florian Kehrmann und der SC DHfK Leipzig: Ein herzliches Verhältnis sieht anders aus. Nach der 27:32-Niederlage der Lemgoer am vergangenen Sonntag in der Arena gratulierte der 39-Jährige zwar zum Sieg der Gastgeber, hatte aber ansonsten allerlei Beschwerden vorzubringen. Im Mittelpunkt stand DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. Der sei zur Lemgoer Mannschaftsbank gerannt, habe außerdem ständig Einfluss auf das Kampfgericht genommen. „Ich bin mal gespannt, was die HBL dazu sagt“, so der TBV-Coach.

Die Handball Bundesliga (HBL) hat jetzt reagiert. „Es gibt einen Eintrag im Spielbericht“, sagte HBL-Sprecher Oliver Lücke auf Anfrage von LVZ.de. Darin sind Günthers angebliche Verfehlungen vermerkt. Mitverantwortlich für die Notiz ist ausgerechnet der in Leipzig lebende Spielleiter Lars Schaller. Der ehemalige EHF-Referee bekam nämlich von Kehrmann ebenfalls sein Fett weg. „Vielleicht sollten wir in Lemgo auch mal Leute aus der Heimat fürs Kampfgericht ausbilden“, so Kehrmann.

Ordnungsgeld droht

Den Fall übernimmt jetzt HBL-Justitiar Andreas Thiel. Mit einer Entscheidung wird Ende der Woche gerechnet. Günther droht ein Ordnungsgeld. Von der HBL wird der Vorfall aber derzeit als geringes Vergehen angesehen. Der DHfK-Geschäftsführer wollte kein zusätzliches Öl ins Feuer gießen und äußerte sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen.

Vor der Begegnung verfolgten die Leipziger interessiert die Ansetzungen der Schiedsrichter. Die Berufung der Düsseldorfer Peter Beherens/Marc Fasthoff wurde mit Bedenken registriert. Das Duo kam wie der Gegner aus Nordrhein-Westfalen. Ernsthaft beschweren mochte sich aber niemand. Die Leipziger setzten auf eine sportliche Antwort. Die HBL gestand ein: Da müsse man vielleicht noch mehr Fingerspitzengefühl zeigen. Das Duo zeigte auf dem Parkett eine souveräne Leistung.

Kehrmann war schon beim Gastspiel im vergangenen Jahr richtig sauer. Beide Kabinen wurden damals in der Halbzeit wegen einer Technikpanne durch die Pausenmusik beschallt. „Ich habe mein eigenes Wort nicht verstanden, das war sehr unangenehm, das sollte man mal abstellen“, sagte er damals. Christian Prokop nahm es gelassen. „Bei uns war es auch laut“, erwiderte er seinem Kollegen. Leipzig gewann in der zurückliegenden Saison mit 28:25.

Von Matthias Roth

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