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Melsungen-Manager Geerken: „Leipzig ist sehr gut, auch dank Christian Prokop“

Vor dem Spiel gegen SC DHfK Melsungen-Manager Geerken: „Leipzig ist sehr gut, auch dank Christian Prokop“

MT-Melsungen-Manager Axel Geerken (45) hat während der Handball-EM das Hin und Her mit Finn Lemke in der Nationalmannschaft und Bundestrainer Christian Prokop kritisiert. Geerken steht zu seiner Meinung, blickt wieder auf den Liga-Alltag. Der beginnt Sonntag ausgerechnet mit der Partie gegen den SC DHfK Leipzig.

Aus Geerkens Sicht verantwortlich für den Erfolg des SC DHfK: Ex-Coach Christian Prokop (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Axel Geerken (45) hat während der Handball-EM das Hin und Her mit Finn Lemke in der Nationalmannschaft und Bundestrainer Christian Prokop kritisiert. Der Geschäftsführer des Bundesligisten MT Melsungen steht zu seiner Meinung, blickt wieder auf den Liga-Alltag. Der beginnt für die MT Sonntag (15 Uhr) ausgerechnet mit der Partie gegen den SC DHfK Leipzig.

LVZ: Glauben Sie, dass Sie mit ihrer Kritik an Bundestrainer Christian Prokop unbewusst die DHfK-Spieler für das Sonntagsmatch zusätzlich motiviert haben?

Axel Geerken: Das ist schwer zu sagen, es kann sein. Aber letztendlich hatte ich zu dem Zeitpunkt Dinge in der Nationalmannschaft kritisiert. Da ging es mir nicht um Motivation und schon gar nicht um Leipzig.

Würden Sie die Kritik genauso wiederholen?

Zu dem Inhalt stehe ich. Ich hatte ein Gespräch mit der ,Handballwoche‘. Über den Sportinformationsdienst sind daraus Dinge tröpfchenweise veröffentlicht worden. Ich denke im Zusammenhang relativiert sich davon viel. Ich habe niemanden persönlich angegriffen.

Dabei hat die Debatte über das Ausscheiden der Deutschen bei der EM mächtig Wellen geschlagen. Hätten Sie mit so einer Wucht gerechnet?

Wie das häufig so ist, mit der Erwartung fängt die Enttäuschung an. Das gilt auch für die Nationalmannschaft. Der Wunsch war da, viel zu erreichen. Umso größer war die Enttäuschung.

Mussten Sie ihre drei EM-Fahrer daheim wieder aufbauen?

Das ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich und wird individuell gehandhabt. Sicherlich haben sie ein paar Tage gebraucht, um das zu verdauen. Beim All Star Game kam das sicherlich wieder hoch. Es gab diesbezüglich viele Gespräche. Da war die Erinnerung sicherlich wieder wach und musste verarbeitet werden. Jetzt gilt es die Jungs wieder für die Liga vorzubereiten, es geht weiter. Die EM liegt nun schon eine Zeit lang zurück. Der DHB wird das Abschneiden analysieren.

In dieser Saison haben die Leipziger zweimal gegen Melsungen gewonnen, was macht den SC DHfK stark?

Leipzig ist eine sehr gute Mannschaft, auch dank Christian Prokop. Sie sind in der Bundesliga topp haben sich etabliert. Der SC DHfK tritt als Kollektiv auf, setzt mit Aggressivität die Gegner unter Druck und bereitet so den anderen Teams Probleme.

Wie kann das Druckausüben verhindert werden?

Da werden sich die Trainer was vernünftiges ausgedacht haben. Aber es ist auch nicht ganz so einfach, nach der Pause, weil keiner weiß, wie der andere drauf ist. Zudem hat der ehemalige Nationalmannschaftstrainer der Frauen, Michael Biegler, das Team von André Haber übernommen. Ich weiß nicht, ob da was am Spielsystem verändert wurde. Wir müssen schon eine sehr, sehr gute Leistung bieten, variabel agieren.

Glauben Sie, dass es Sonntag auf dem Feld hitzig wird, wenn ihr Nationalmannschafts-Trio dem auf das Leipziger trifft?

Da wird mehr hinein interpretiert, als da wirklich ist. Handballspiele sind immer hitzig. Wir möchten die Scharte gegen Leipzig gern auswetzen. Das geht nur mit der notwendigen Einstellung.

Interview: Alexander Bley

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