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News Prokop vor dem Ostderby: „Wir haben die bessere Mannschaft“
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SC DHFK
16:14 28.10.2015
Fordert einen Pflichtsieg: DHfK-Coach Christian Prokop.  Quelle: Christian Modla / LVZ
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Leipzig

 Zehn Punkte machen eine breite Brust und verlocken zu einer Kampfansage. „Wir haben die stärkere Mannschaft“, sagt DHfK-Trainer Christian Prokop. Am kommenden Sonntag spielt sein Team in der Arena (Anwurf 13.45 Uhr) gegen den ThSV Eisenach. Auch der Geschäftsführer der Thüringer, Karsten Wöhler, hatte zuvor betont: „Leipzig ist der Favorit.“

Prokop formuliert sonst stets zurückhaltend, wägt seine Worte genau ab und verwendet gern den Begriff Demut. Nicht so vor dem Ostderby der beiden Aufsteiger. Da spricht er von einem „Pflichtsieg“, den seine Männer holen sollen. „Wir wollen gewinnen und müssen auch gewinnen, das traue ich uns zu“, erklärt der Trainer. Und auch Kreisspieler Alen Milosevic lässt sich mitreißen: „Wir haben erstmals in der Liga eine kleine Favoritenrolle“, so der Schweizer.

Auch wenn der SC DHfK schon doppelt so viele Punkte wie die Thüringer auf dem Konto hat, ein Selbstläufer wird die Partie keineswegs. Eisenach stapelte zwar tief und verwies auf die Verletztenliste. Vor allem im Rückraum klemmt es. Bogdan Criciotoiu fehlt definitiv. Dusko Celica und Patrik Hruscak sind angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich erst am Spieltag.

Der Star heißt Petkovic

Prokop lässt sich davon nicht blenden. Denn der Star der Eisenacher ist für ihn ein anderer und spielt gar nicht mit. Er heißt Velimir Petkovic und trainiert den ThSV. Mit FrischAuf Göppingen gewann der gebürtige Jugoslawe bereits den Europapokal und ist bekannt für seine taktischen Finessen. Es kann schon einmal sein, dass der 59-Jährige gleich mit einer Manndeckung beginnt. Petkovic werde seine Männer entsprechend einstellen. Und sollten die drei Rückraumspieler tatsächlich ausfallen, bleiben laut Prokop genug andere Spieler, die zwar kleiner aber dafür flink und unangenehm seien.

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Der Leipziger Coach konzentriert sich auf die eigenen Stärken und sieht nach dem Spiel gegen Nettelstedt-Lübbecke noch Luft nach oben. Die Mannschaft müsse als Kollektiv agieren. Wenn sie nur 80 oder 90 Prozent gebe, werde es schwierig. „Wir haben keinen Spieler, der das Format hat, ein Spiel allein zu entscheiden“, so Prokop.

Nach der harten Partie in Ostwestfalen mit drei roten Karten für die Gastgeber sind beim SC DHfK alle Spieler fit für Sonntag. Christoph Steinert hatte es nach einem Faustschlag auf den Brustkorb am härtesten getroffen. Der Rückraumspieler trainiert aber wieder mit den Kollegen.

DHfK in Top drei der TV-Sender

Der SC DHfK entwickelt sich auch für die Fernsehsender immer mehr zu einer attraktiven Marke. Die Handball-Liga (HBL) hat gerade Statistiken der TV-Zuschauer an die Erstligisten verschickt. Darauf rangieren die Leipziger hinter Kiel und Magdeburg auf dem dritten Platz. In den vergangenen zweieinhalb Monaten hat der SC DHfK bei Liveübertragungen oder Kurzberichten 9,5 Millionen Zuschauer erreicht.

Sport 1 will das Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar-Löwen per Onlinestream übertragen und das Gastspiel vom THW Kiel im Free TV. Am Sonntag zeigt der MDR das Ostderby. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther freut die hohe Präsenz. „Da können sich unsere Sponsoren hervorragend präsentieren“, sagte er. Sein Eisenacher Kollege Wöhler sieht zumindest für den kommenden Sonntag einen Nachteil. „Einige Fans werden wohl nun zu Hause bleiben und sich das Spiel nach dem Mittagessen ansehen.“ Bisher gingen 3700 Karten weg. Aus Thüringen werden rund 300 Schlachtenbummler erwartet.

Von Matthias Roth

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