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News SC DHfK Leipzig gurkt sich gegen Ludwigshafen zum Sieg
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SC DHFK
18:37 04.03.2018
Leipzigs neuer Trainer Michael Biegler. Quelle: Picture Point
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Leipzig

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig ist mit einem blauen Auge davongekommen und hat sich am Sonntagmittag 23:20 (9:10) gegen die Eulen Ludwigshafen durchgesetzt. Die Gäste, die in der gesamten bisherigen Saison erst einen Punkt in der Fremde geholt hatten, zeigten eine konzentrierte und engagierte Leistung. Der Vorletzte der Bundesliga hatte die gastgebenden Messestädter vor 3721 Zuschauer bis kurz vor Schluss am Rand einer Niederlage. Für die Grün-Weißen war es der erste Sieg seit dem 21. Dezember und der erste Erfolg unter Coach Michael Biegler.
„Nach vier Niederlagen in Folge ist es nicht einfach, da braucht es solche Spiele“, resümierte der DHfK-Trainer, der sich in erster Linie bei der Halle für die bedingungslose Unterstützung bedankte. „Die Jungs mussten sich über 60 Minuten reinbeißen. Das haben sie gemacht. Dafür habe ich ihnen gratuliert. Das kann aber auch Unentschieden oder mitplus Eins für den Gegener ausgehen. “ Respekt zollte Biegler vor allem auch den Gästen. Deren Trainer Benjamin Matschke sagte: „Wir haben unseren Plan lange gut durchgehalten. Zum Schluss hat man die Erfahrung gesehen, die der Gegner hat. Leipzig ist ein Mentalitätsmonster.“
Von einem Leckerbissen war das, was die Hausherren in der ersten Hälfte boten, weit entfernt. Zwar legten sie eine annehmbare Abwehrleistung hin, hielten den Gegner in den ersten 30 Minuten bei nur zehn Toren. Allerdings offenbarte die Biegler-Sieben wie schon in den ersten drei Partien des Jahres eklatante Probleme im Angriff. Lediglich sieben Treffer aus dem Spiel heraus standen zur Pause zu Buche. Keeper Milos Putera bekam in der Anfangsviertelstunde keine Hand an den Ball und machte Platz für Jens Vortmann.

Aggressive Verteidigung setzt Leipzigern zu

Besonders auffällig: Mit der aggressiven 5-1-Verteidigung der Eulen kam der SC DHfK überhaupt nicht zurecht. Die Gäste rückten mit dem ganz starken Jonathan Scholz an der Spitze weit heraus, versuchten die Grün-Weißen gar nicht erst in Wurfdistanz kommen zu lassen. Denen wiederum fehlte die Idee, das Problem spielerisch zu lösen. Bis zur 20. Minute, der Gegner lag 8:5 in Front, war das abwechslungsreichste auf der Platte das Siebenmeterduell zwischen DHfK-Maskottchen BalLeo und der Ludwigshafener Eule (bei dem der Leopard Sieger blieb). „Wir haben den Anfang verschlafen und unsere Leistung nicht gebracht“, gab Bastian Roscheck unumwunden zu. „Wir haben am Ende die zwei Punkte geholt. Mehr war es dann aber auch nicht.“
Erst allmählich gelang es den Gastgebern, dann doch Anschluss zu finden an die Partie. In der 28. Minute traf Alen Milosevic nach tollem Pass von Philipp Weber zum 9:8 und damit zur erstmaligen Führung, die allerdings nur eine äußerst kurze Halbwertszeit hatte.
Wer nun gedacht hatte, der SC DHfK werde sich nach saftiger Pausenansprache straffen und die Geschichte schon irgendwie nach Hause schaukeln, der sah sich getäuscht. Die Ludwigshafener blieben ihrer Linie treu. Auch die rote Karte für Scholz nach Attacke gegen Weber in der 41. Minute brachte sie nicht wirklich aus dem Konzept. die Hausherren haderten offensiv weiter. Zu frühe oder abgestandene Würfe, ein vergebener Siebenmeter, technische Fehler: Der grün-weiße Zug kam nicht ins Rollen. Der erfolgreiche Tempogegenstoß von Peter Strosack in der 39. Minute, er war eine echte Rarität an diesem Nachmittag. Dabei gehört dieser Spielzug sonst zu den Stärken der Leipziger.

Konstante Schlussphase rettet Leipziger Sieg

Immerhin: Rechtzeitig zur Schlussphase hatte die Biegler-Sieben dann doch Anschluss gefunden an den Gegner. Andreas Rojewski traf in der 49. Minute zum 18:18. Bezeichnend, dass man an diesem Nachmittag dafür dankbar sein musste. Auch wenn sich Ludwigshafen mühte, dem SC DHfK mit Zeitstrafen einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen. Niclas Pieczkowski und Co. wollten diese Geschenke nicht annehmen, nutzten den zweifachen numerischen Vorteil nicht.
Hoffnung dann in der 58. Minute: Weber auf Strosack, der mutterseelenallein am Kreis auftaucht, 21:20. Der Sieg, plötzlich doch greifbar nah. Dann greift ausgerechnet der Schütze in der Abwehr daneben, Zwei-Minuten-Strafe. Aber Vortmann hält und Lucas Krzikalla macht den Tempogegenstoß rein, 22:20. Eine Zwei-Tore-Führung für Leipzig hatte es bis dato noch nicht gegeben. Und dann darf auch Rojewski nochmal, 23:20. Puh! „Das war extrem wichtig für uns. Da kann zum Schluss noch richtig viel passieren“, so DHfK-Co-Trainer André Haber.
Für die tapferen Eulen ein ganz harter Ausgang. „Heute sind am Ende ein, zwei Tränen geflossenSo bitter habe ich schon lange nicht mehr verloren“, meinte Alexander Feld, der in der Vergangenheit auch für Leipzig auf der Platte stand. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“

Antje Henselin-Rudolph / Frank Schober

Statistik:

Leipzig: Vortmann (2); Putera; Rojewski (5); Jurdzs; Krzikalla (1); Binder (1); Janke (1); Pieczkowski; Kunkel (4/3); Roscheck; Weber (2); Rivesjoe; Strosack (3); Remke; Meschke; Milosevic (4).
Ludwigshafen: Klier; Peribonio; Hanemann; Hruscak (2); Dietrich; Scholz (1); Haider (1); Feld (4); Falk; Durak (3/3); Bührer; Djozic; Valiullin (4); Schmidt (5).
Siebenmeter: Leipzig 4/6; Ludwigshafen 3/3.
Strafen: Leipzig 4; Ludwigshafen 5 + rote Karte für Scholz (41.)

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