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SC DHfK Leipzig holt bei Aufstieg noch Verstärkung – Gipfeltreffen am Ostersonnabend

SC DHfK Leipzig holt bei Aufstieg noch Verstärkung – Gipfeltreffen am Ostersonnabend

Jetzt geht es für die Zweitliga-Handballer SC DHfK Leipzig ums Kompott. Saisonziel Nummer eins, ein einstelliger Tabellenplatz, ist den Grün-Weißen nur noch theoretisch zu nehmen.

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DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. Nun will die Mannschaft sich einen süßen Nachschlag holen und der heißt Aufstieg in die Erste Bundesliga. Wovon Spieler und Fans nach der Vorsaison mit dem gerade noch abgewendeten Abstieg nicht zu träumen wagten, ist nun zum Greifen nahe.

 „Es herrscht konzentrierte Stimmung bei uns“, sagt Trainer Christian Prokop. In der Kabine darf von der stärksten Liga der Welt gesprochen werden. „Wir befinden uns zwischen Euphorie und Realismus“, so Prokop.

Zum Realismus gehört ein Blick in den Spielplan. Sieben Partien warten noch auf den SC DHfK. Der Dritte ist vom Neunten gerade fünf Punkte entfernt. Vom Papier her haben die Leipziger gegenüber ihren ärgsten Kontrahenten aus Bietigheim und Bittenfeld, die sogar noch gegeneinander antreten müssen, aber das etwas leichtere Restprogramm. Das findet DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar keineswegs. „Die Liga ist völlig verrückt, jeder kann jeden schlagen“, so der ehemalige Nationalspieler.

Günstige Tickets mit RB Leipzig

Am Ostersonnabend erwarten die Leipziger um 19.30 Uhr den Vierten aus Bietigheim zum direkten Aufstiegsgipfel in der Arena. Nur wenige Stunden zuvor spielen die Fußballer von RB Leipzig gegen Darmstadt 98 um den Aufstieg in Liga zwei. Um möglichst vielen sportbegeisterten Fans in der Messestadt beide Spiele zu ermöglichen, verkauft der SC DHfK seine Tickets bei Vorlage einer RB-Karte zum ermäßigten Preis. „Unsere Mannschaften feuern sich gegenseitig an, Benjamin Bellot und Timo Röttger sind oft bei uns“, so Günther. Das müssten jetzt auch die Fans schaffen.

Am Ostermontag folgen dann die Wölfe aus Rimpar zum zweiten Heimspiel innerhalb von 48 Stunden. Zwei Siege sollen unbedingt her, am besten jeweils vor großer Kulisse. Der SC DHfK bangt vor den Begegnungen um seinen Spielmacher Philipp Weber. In Essen hat sich der 21-Jährige am vergangenen Freitag am Fuß verletzt. Coach Prokop verbreitet aber vorsichtige Zuversicht. „Die Schwellung hält sich in Grenzen“, berichtet er.

Nach Ostern wollen die Vereinsverantwortlichen die weitere Zukunft planen. Mit dann vier möglichen Punkten mehr auf dem Konto, sollen die Papiere für eine Erstligalizenz abgeben werden. „Dafür sind wir schließlich 2007 mit unserem Projekt angetreten“, erklärt Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK Handball GmbH. Die Anmeldefrist für das Oberhaus endet am 30. April.

Kretzschmar fordert Hilfe von der Stadt

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Stefan Kretzschmar fordert mehr Hilfe aus dem Neuen Rathaus.

Quelle: dpa

Durchgerechnet hat Günther das Szenario schon vor Monaten. Der Etat müsste um 600.000 Euro auf dann zwei Millionen Euro steigen. Fernsehgelder und höhere Zuschauereinnahmen sollen einen Teil der Summe decken, der Rest kommt von Sponsoren. Aufsichtsrat Kretzschmar fordert auch Unterstützung von der Stadt. Beim SC Magdeburg unterstützten alle kommunalen Firmen den Verein. „In Leipzig frage ich mich manchmal, ob schon alle mitbekommen haben, dass überhaupt Männerhandball gespielt wird“, legte der frühere Linksaußen nach. Karsten Günther denkt laut über ein gemeinsames Netzwerk mit der Stadt nach, um Investoren auch für den SC DHfK zu begeistern.

In einer Sache sind sich Prokop, Günther und Kretzschmar einig: Mit zwei, drei Verstärkungen hat die Mannschaft auch das Zeug für die Erste Bundesliga. Über die genauen Positionen der möglichen neuen Spieler schweigen sich die Drei noch aus.

Der Höhenflug der Leipziger ist in der internationalen Handball-Szene zumindest nicht unbeachtet geblieben. „Ich bekomme jeden Tag Angebote von Spielerberatern“, berichtet Günther. Allerdings seien darunter auch abenteuerliche Offerten aus Ländern, da habe er nicht einmal gewusst, dass sie eine Handball-Liga besitzen.

Matthias Roth

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