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SC DHFK
10:09 03.04.2017
Zeigt in den nächsten Jahren weiter die Richtung an: Trainer Christian Prokop. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Das ist ein wichtiges Zeichen für Mannschaft, Verein und Fans: DHfK-Trainer Christian Prokop hat seinen noch bis 2018 laufenden Vertrag vorzeitig um drei Jahre bis 2021 verlängert. Das gab Geschäftsführer Karsten Günther am Sonntag nach dem Sieg gegen den TBV Lemgo bekannt. Unterschrieben haben auch die beiden Torhüter Milos Putera (bis 2019) und Jens Vortmann (bis 2020).

Damit ist die wichtigste Personalie im Team für die nächsten fünf Jahre gesichert. Prokop hat maßgeblichen Anteil am Aufschwung des Männer-Handballs in Leipzig. Er führte die Mannschaft nicht nur in die 1. Bundesliga, sondern holte mit ihr im ersten Jahr im Oberhaus gleich 30 Punkte. Die Bundesliga ehrte den Übungsleiter im Sommer dafür mit dem Titel „Trainer des Jahres“.

"Ich habe großes Vertrauen in den Verein. Ehrlich gesagt habe ich noch nie so einen Verein erlebt wie den SC DHfK. Hier wird an so vielen Stellschrauben gedreht, um erfolgreich zu sein. Ich denke, wir befinden uns in vielen Bereichen noch im Wachstum und ich möchte einfach dazu beitragen, diesen Verein in der Bundesliga zu etablieren", sagte Prokop am Sonntag.

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Geschäftsführer Karsten Günther ist glücklich über seinen Deal. "Ich glaube überhaupt nicht, dass es ein Fehler ist, einen so langfristigen Vertrag abzuschließen, wenn man die gleiche Auffassung von Handball teilt, wenn man weiß, wie der andere arbeitet. Und wir wollen mal kein Geheimnis draus machen: Gute Arbeit weckt Begehrlichkeiten. Die sind damit auch vom Tisch", erklärte er.

Der Konkurrenz sind die Fähigkeiten des gebürtigen Kötheners nämlich nicht verborgen geblieben. Als der SC Magdeburg Anfang des Jahres einen neuen Coach suchte, wurde der Name Christian Prokop an der Elbe hoch gehandelt. Der 37-Jährige und auch der SC DHfK dementierten stets heftig. Nach LVZ-Informationen hat auch ein weiterer Bundesligist in der Vergangenheit kräftig um Prokops Dienste gebuhlt und eine Abfuhr erhalten: die Füchse Berlin.

Beglückwünschen sich gegenseitig zu ihren neuen Verträgen: Jens Vortmann, Milos Putera und Christian Prokop (v.l.). Quelle: Pucture Point

Chefcoach Christian Prokop (CCCP), wie er im Verein genannt wird, hat mit seiner Unterschrift weiteren möglichen Abwerbeversuchen nun eine deutliche Absage erteilt. Das Bekenntnis zu Leipzig ist auch für die Spieler wichtig. Sie haben nun Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Bei zwölf Profis laufen die Verträge im kommenden Sommer aus. Lukas Binder und Maximilian Janke haben bereits verlängert. Nun also auch Puetera und Vortmann. "Es gibt so viele Gründe dafür, so lange hierzubleiben. Ich fühle mich mit meiner Freundin sehr wohl in der Stadt. Im Team stimmt es einfach. Ich denke, Leipzig ist sportlich einer der interessantesten Standorte in Deutschland", so Vortmann.

Die anderen acht Spieler befinden sich derzeit in Gesprächen mit der Vereinsführung. Bis Weihnachten sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Die Tendenz von Seiten des SC DHfK geht bei den meisten Aktiven in Richtung Vertragsverlängerung. Von Prokop ist bekannt, dass er die Mannschaft weiterentwickeln möchte. Ein personeller Umbruch, wie im vergangenen Sommer mit vier Neuzugängen, würde seine Arbeit nur bremsen. Verstärkungen auf ein bis zwei Positionen sind aber nicht ausgeschlossen.

Auch privat schätzt der Trainer die Stadt. Viele Wege legt er in Leipzig gern mit dem Fahrrad zurück. Seine Frau Sabrina arbeitet hier zudem als Grundschullehrerin. Nicht zuletzt kommt dem Familienmenschen Prokop auch die kurze Entfernung zu seiner Heimatstadt entgegen. In Köthen leben nach wie vor seine Eltern. Regelmäßige Besuche mit den Enkeln Anna und Luca gehören zum Standardprogramm. Prokop und Leipzig: Das passt auf Dauer.

Matthias Roth/Antje Henselin-Rudolph

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