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News SC DHfK peilt Rekordkulisse an - zwei Teams ziehen sich zurück - Gottas bastelt am Kader
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SC DHFK
14:43 22.02.2012
Die Handballer des SC DHfK wollen am 16. März vor einer Rekordkulisse in der Arena gegen Schwerin spielen. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Der Gegner heißt Post Schwerin und die Kulisse soll imposant werden. 6300 Zuschauer sollen ihr Team anfeuern. Damit wäre der bisherige Zweitligarekord aus der Partie Bittenfeld gegen Bietigheim mit 6211 Fans vom 16. Dezember vergangenen Jahres in der Stuttgarter Porsche-Arena übertroffen.

Der Vorverkauf ist bereits im vollen Gange. „Wir haben schon fast 2500 Karten abgesetzt“, freut sich Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer. In den nächsten Tagen soll eine Werbekampagne für weiteres Aufsehen in der Stadt sorgen. 200 XXL-Plakate kündigen dann die Partie an. Zusätzlich lassen die Marketingstrategen des Vereins 10.000 Postkarten in Kneipen und Restaurants auslegen. Tickets sind bereits zum Preis von sechs Euro im Angebot.

Während sich der SC DHfK auf ein Rekordpublikum freut, geht anderen Teams in der Liga die Luft aus. Nach ihrer Insolvenz hat die HSG Düsseldorf den Lizenzantrag für die neue Saison zurückgezogen. Gar nicht erst beantragen will der TV Korschenbroich (TVK) die Spielgenehmigung.

Düsseldorf bildet im Herbst eine Spielgemeinschaft mit dem DHC Rheinland. Der momentane Tabellenletzte vom TVK startet aus wirtschaftlichen Gründen in der dritten Liga einen Neuanfang. „Wir werden die Saison sauber beenden und bis zum letzten Spieltag alles geben“, sagte Kai Faltin, sportlicher Leiter des TVK.

Nach Angaben der Handball Bundesliga (HBL) stehen beide Teams damit als Absteiger fest. „Die Entwicklung in Düsseldorf ist schon enttäuschend“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Dagegen finde er die Entscheidung von Korschenbroich nicht verwerflich. Weitere Signale von finanziellen Schwierigkeiten anderer Vereine, so Bohmann, haben ihn bisher nicht erreicht.

DHfK-Manager Maik Gottas beobachtet die Entwicklung der westdeutschen Vereine unaufgeregt. „Das ist nicht unsere Baustelle“, sagt er. Der Manager drücke vielmehr Potsdam und Rostock im Abstiegkampf die Daumen, damit es auch in der nächsten Saison wieder publikumsträchtige Ostderbys in Leipzig gibt.

Sollen weiter für den SC DHfK spielen: Eric Jacob (rechts) und Till Riehn. Quelle: Christian Nitsche

Gottas selbst bastelt derzeit am Kader für die nächste Spielzeit. Hauptbaustelle ist der mittlere Rückraum. Leistungsträger Philipp Seitle verlässt die Mannschaft in Richtung Neuhausen. In den kommenden vier Wochen will der Manager einen Nachfolger präsentieren. Weitere Abgänge von Leistungsträgern erwartet er nicht. Bei Till Riehn und Eric Jacob laufen die Kontrakte zwar aus. „Wir haben neue Verträge vorbereitet und wollen beide für die nächsten Jahre binden“, so Gottas.

Verstärken soll den SC DHfK der frühere Delitzscher und jetzt bei Empor Rostock unter Vertrag stehende Rico Göde. Der 2,07-Meter-Mann mit Erstligaerfahrung ist allerdings mit einer schweren Knieblessur verletzt. „Der Meniskus ist bereits gemacht, jetzt müssen wir die Kreuzband-Operation abwarten“, berichtet Gottas, der sich am vergangenen Wochenende mit Göde getroffen hat. Der Kreisläufer sei optimistisch. Gottas will vor einer Verpflichtung aber noch die weitere Diagnose der Ärzte abwarten.

Bereits im nächsten Monat könnte Philipp Weber vom SC Magdeburg die Leipziger verstärken. Das Nachwuchstalent besitzt für anderthalb Jahre ein Zweitspielrecht bei den Grün-Weißen. Wegen Verletzungsausfällen bei den Elbestädtern durfte der 19-Jährige  zuletzt sogar im Europapokal für den SCM auflaufen und steuerte beim Last-Minute-Vorstoß ins EHF-Cup-Viertelfinale im kroatischen Nasice sogar zwei Treffer bei.

Wann Weber das DHfK-Trikot überstreife, werde in Magdeburg entschieden, so Gottas. In der kommenden Woche wollen die Vereinsverantwortlichen zur Personalie miteinander telefonieren. Lichtet sich das Magdeburger Lazarett, dann könnte Weber schon am 16. März dabei sein, wenn Leipzig den Zuschauerrekord knacken willen.

Matthias Roth

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