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News "Wesenszüge einer Prügelei" – SC DHfK Leipzig empfängt den TVB Stuttgart
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SC DHFK
19:50 21.03.2018
DHfK-Coach Michael Biegler bereitet seine Mannschaft auf ein kampfbetontes Spiel gegen Stuttgart vor. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Stuttgart vor Augen und Gummersbach weiter im Kopf: DHfK-Trainer Michael Biegler hadert noch immer mit der Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Sonntag, geht aber die nächste Aufgabe mit Schwung an. Die Niederlage beim VfL will und kann er nicht so einfach "aus der Jacke schütteln". "Da ist schon noch Enttäuschung vorhanden", sagt der 56-Jährige. So richtig kann er die 24:29-Niederlage auch nicht verstehen. Die Mannschaft habe in der Woche zuvor überragend trainiert, in Gummersbach dann viel zu verhalten agiert. Jetzt müsse der Knopf für den Restart gedrückt werden.

Neues Spiel, neue Chance. Am Sonntag (Anwurf 12.30 Uhr) ist der TVB Stuttgart in der Arena zu Gast. Fans wissen: Spiele gegen die Schwaben sind etwas Besonderes. Da dominiert der Kampf bis an die Grenze des Legalen und wenn der Schiedsrichter nicht hinschaut, manchmal auch darüber hinweg. Der TVB ist für seine robuste Spielweise bekannt. "Das Hinspiel hatte die Wesenszüge einer Prügelei", erinnert sich Co-Trainer André Haber. Der SC DHfK habe sich davon aber nicht beeindrucken oder gar anstecken lassen und mit 27:22 gewonnen. Abwehrchef Bastian Roscheck meint deshalb auch: "Die Taktik allein wird nicht das Wichtigste sein." Die Grün-Weißen müssen sich auf eine körperbetonte Partie einrichten und ganz wichtig: Sie dürfen nicht wieder wie zuletzt den Start verschlafen.

Die Mannschaft saß deshalb am Dienstag nach dem Training zusammen und hat offen die Probleme angesprochen und sich gegenseitig die Fehler in Gummersbach aufgezeigt. Biegler fordert vor allem mehr Lockerheit. "Alle Spieler wollen etwas abliefern, wenn es dann nicht gleich klappt, dann verkrampfen sie", so der Coach.

Von Anpassungsschwierigkeiten zwischen sich und der Mannschaft will Biegler nichts wissen. "Ich habe doch nicht alles auf links gedreht", sagt der Übungsleiter. Die Mannschaft habe vor Weihnachten alles weggeräumt was geht. "Dafür habe ich eine Verbeugung gemacht", berichtet Biegler. In der EM-Pause musste er bei seinem Dienstantritt gleich mit mehreren Problemen kämpfen. Die Nationalspieler fehlten in der Vorbereitung, hinzu kamen Verletzte und ein hammerharter Spielplan. Nun also Stuttgart. Der TVB braucht jeden Punkt gegen den Abstieg und wird entsprechend motiviert in Leipzig auftreten.

Gute Nachricht: Niclas Pieczkowski ist in der Schulter schmerzfrei und kann bei Würfen voll durchziehen. "Er hat einen Peitschen-Schlagwurf", findet Biegler. Dafür wackelt Andreas Rojewski wieder. Er leidet an einer Augen-Infektion und wird in der Universitätsklinik behandelt. "Wir sind aber vorsichtig zuversichtlich", sagt Mannschaftsarzt Pierre Hepp. Aivis Jurdzs fällt dagegen mit einer Bänderverletzung in der Mittelhand aus. Gute Fortschritte macht nach seiner Hüft-Operation Franz Semper. "Er hat schon fast ein vernünftiges Gangbild und liegt über dem Genesungsplan", so Hepp. An eine Rückkehr ins Training ist aber noch nicht zu denken.

Der Spieltag am Sonntag steht ganz im Zeichen der Inklusion. Für sehbehinderte Fans gibt es wie immer eine Audioübertragung. Flyer werden dieses Mal in Brailleschrift verteilt, die Mannschaft läuft mit gehandicapten Kindern ein und in der Halbzeit tritt ein Gebärdenchor auf. 2800 Tickets sind schon weg. Restkarten sind für das Spiel genauso im Angebot, wie auch für das Länderspiel am 4. April gegen Serbien.

Von Matthias Roth

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