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Zuschauer-Boom auch beim SC DHfK Leipzig – Aufstiegseuphorie vor Bietigheim-Spiel

Zuschauer-Boom auch beim SC DHfK Leipzig – Aufstiegseuphorie vor Bietigheim-Spiel

Derzeit läuft es für die Handballer des SC DHfK Leipzig rund. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop muss nicht einmal selbst spielen, macht in der Tabelle aber trotzdem weiter Boden gut.

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Philipp Weber vom Leipziger SC DHfK, hier gegen den TV Bittenfeld, soll seine Mannschaft zum Sieg führen.

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. Die Konkurrenz aus Bittenfeld hat am Gründonnerstag erneut Federn gelassen und in Bad Schwartau mit 25:30 verloren. Das Duell um den dritten Aufstiegplatz in der Zweiten Bundesliga entwickelt sich damit immer mehr zum Zweikampf zwischen den Grün-Weißen und der SG BBM Bietigheim. Leipzig erwartet damit am Sonnabend der zweite Aufstiegskracher.

Am Nachmittag spielt RB Leipzig gegen Darmstadt 98 vor einer erwarteten Rekordkulisse von 35.000 bis 40.000 Zuschauern in der Red Bull Arena. Keine sechs Stunden später wollen die Handballer gegen Bietigheim nachlegen und das möglichst auch vor einem stimmgewaltigen Publikum. RB-Fans erhalten mit ihrer Eintrittskarte vom Fußball ermäßigten Eintritt. Aber auch ohne die Preisaktion boomt der Vorverkauf. Nach Vereinsangaben gingen im Vorverkauf bereits mehr als 1700 Karten über den Tisch.

Jetzt will der Aufstiegsaspirant auch die Zuschauer-Bestmarke dieser Spielzeit knacken. Sie liegt bei 2866 Fans beim Ostschlager gegen den SC Empor Rostock. Dafür will der SC DHfK neben dem brisanten Duell auch ein attraktives Rahmenprogramm bieten. Nachwuchsstar Richard Istel bekommt in der Arena einen Liveauftritt. Der 14-Jährige Leipziger ist inzwischen durch die Castingshow „The Voice Kids“ einem TV-Millionenpublikum bekannt und wird von Lena Meyer-Landrut in der Sendung gecoacht.

Führungstrio fällt aus

Hauptattraktion bleiben aber die Jungs des SC DHfK. Das Hinspiel in Baden verloren sie mit 24:26. Damals hatte die Mannschaft der Bietigheimer aber noch ein anderes Gesicht: Christian Schäfer, Hannes Lindt und Christian Heuberger erzielten zusammen neun Tore. Das Trio fällt in Leipzig verletzt aus. „Jetzt sind wieder unsere Youngsters gefragt“, sagte Gästetrainer Hartmut Mayerhoffer, der die Mannschaft im vergangenen Sommer übernahm.

„Wir schnuppern am Aufstieg, ehrlich gesagt wollten wir das zu Saisonbeginn gar nicht“, so der Coach. Er leitete einen Umbruch im Team ein und gab das vordere Tabellendrittel als Ziel aus. Neben Lindt verpflichtete Bietigheim mit Torhüter Jan Kulhanek einen zweiten Profi mit Erstligaerfahrung von Tusem Essen. Auf Lindt hatten im vergangenen Sommer auch die Leipziger ein Auge geworfen. Sie angelten sich dafür Trainer Prokop aus Essen und dieser Keeper Kulhanek aus dem Eff-Eff. „Das ist eine echte Spielerpersönlichkeit“, so der Coach.  

Mit einem Sieg könnten die Leipziger schon einmal durch den Türspalt in die Erste Liga schauen. Wegen der schwächelnden Konkurrenz und des schweren Restprogramms von Bietigheim (spielen noch gegen Erlangen, Bittenfeld und Großwallstadt) würden sich die Aufstiegschancen schlagartig verbessern.

Allerdings müssen die Leipzig schon am Ostermontag nachlegen. Dann sind die Rimpar Wölfe in der Arena (Anwurf 18 Uhr) zu Gast. Die Rand-Würzburger brauchen jeden Punkt für den Klassenerhalt und haben dem SC DHfK im Hinspiel beim 24:24 einen Punkt abgenommen. Der Treffer zum Ausgleich fiel nach dem Schlusspfiff durch einen Siebenmeter. Das hat Prokop nicht vergessen: „Wir lassen uns von der Tabelle nicht blenden“, kündigt er an.

Matthias Roth

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