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Spielberichte Bissig, gallig und eiskalt: SC DHfK zieht ins DHB-Pokal-Viertelfinale ein
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SC DHFK
21:30 18.10.2017
Maximilian Janke setzt sich gegen die Melsunger Abwehr durch. Quelle: Rainer Justen
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Kassel

DHB-Pokal-Achtelfinale, Licht aus Spot an in der Rothenbach-Halle. Ohrenbetäubend war der Lärm in der Schachtel. „Start me up“ von den Stones ballerte durch die Boxen, als die MT Melsungen in tiefrotem Licht die Platte betrat. Zumindest die Einlauf-Show gehörte vor den 3236 Zuchauern, darunter auch Bundestrainer Christian Prokop, mal eindeutig dem Hausherren.

Der SC DHfK in Weiß und unbeeindruckt. Und vor allem im Viertelfinale! Leipzig gewinnt in Kassel dank einer bärenstarken Abwehrleistung und Katze Milos Putera gegen Melsungen 27:22 (15:12). "Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Plan aufgeht. Wir haben heute richtig gut die Bälle verteilt", freute sich Trainer André Haber. Michael Roth, der Coach der Hausherren, musste einräumen: "Die Dynamik von Leipzig war eine ganz andere Hausnummer."

Andreas Rojewski eröffnete den Reigen für den Gast – 1:0 nach 30 Sekunden für Leipzig. Der Sportclub mit einem astreinen Blitzstart. Niclas Pieczkowski und Lukas Binder legten nach. Weil Milos Putera hinten den Kasten sauber hielt. Vier Minuten waren da gerade einmal gespielt. DHfK führte 3:0.

Es wäre zu schön gewesen, wenn es so sauber für die Gäste weitergegangen wäre. Bereits fünf Minuten später war die MT wieder dran. Tobias Reichmann war nicht zu bremsen, traf dreimal in Serie. Weil Julius Kühn sich auch nicht mehr bremsen ließ und die Leipziger vorn zu fispelig die Bälle vertendelten, zog der rote Drachen vorbei. Kurzeitig sogar auf drei Tore zum 10:7 davon. Ofen aus bei Leipzig? Dejavu?

Nein! In der 20. Minute haute Binder den zweiten Gang rein und donnerte im Grenzbreich des Leistbaren mit Vollgas ran und gleich drauf vorbei. Der Linksaußen klinkte bis zum Halbzeitpfiff Johan Sjöstrand fünf Dinger ein. Weil sich Philipp Weber, Franz Semper und Pieczkowski dazugesellen, ging Leipzig im Hessischen wieder in Front.

Putera bekam hinten auch wieder was zu fassen, seine Vorderleute agierten gallig. Nach 30 Minuten führte Leipzig 15:12. Die Änderungen, die DHfK-Trainer Haber vornahm, stabilisierten die Leipziger. Dabei ließ der 31-Jährige Lukas Krzikalla auf der Platte. Auch wenn der Rechtsaußen vorn nicht oft zum Zuge kam, war er hinten Gold wert. Die Katze fing vier Bälle von Melsungen ab. Neben Bastian Roscheck und Maximilian Janke machten abwechselnd Pieczkowski und Rojewski hinten die Mitte dicht. Benjamin Meschke riss vorn am Kreis die Löcher. Weber betrat in der 17. Minute erstmals das Parkett.

Und nach der Pause gleich wieder. Der SC DHfK machte genau dort weiter, wo er aufgehört hatte. Im Triplepack mit Alen Milosevic und Meschke wuchs der Vorsprung der Leipziger auf fünf Treffer. Das änderte sich auch nicht, als der MT-Funkturm und Nationalspieler Finn Lemke vor dem Kasten von Putera auftauchte. Und überhaupt hatte Habers Truppe das Trio Lemke, Kühn und Reichmann ganz gut im Griff. Entnervt guckte Kühn aus der Wäsche, als seine Fackel übers Leipziger Tor striff. Konnte er auch, denn selbst wenn der SC DHfK die Bälle nicht im Kasten unterbringen konnte, fielen den Gästen die Abpraller in die Hände. Ganze sieben Minuten blieb MT ohne Tor. Leipzig verteidigte den Vorsprung. 26:19 stand es nach 50. Minuten! Und Putera hielt weiter. Entnervt bissen die Ersten auf dem Feld in ihr rotes Trikot. Und der Keeper? Der hielt und hielt und hielt.

Von Alexander Bley

SC DHfK: Putera, Vortmann, Rojewski (2), Krzikalla (3), Binder (4), Janke (4), Pieczkowski (4), Roscheck, Weber (4/1), Meschke (2), Milosevic (1), Semper (3), Jurdzs, Kunkel, Milosevic, Rivesjö.

2-Minuten-Strafen: MT 2 Minuten / Leipzig 6 Minuten.

Siebenmeter: MT: 4 / 4. Leipzig: 1 / 2.

Zuschauer: 3236

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