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Spielberichte Lukas Binder und Yves Kunkel bei DHfK-Tests als Spielmacher gefordert
Sportbuzzer SC DHfK Leipzig Spielberichte Lukas Binder und Yves Kunkel bei DHfK-Tests als Spielmacher gefordert
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SC DHFK
20:59 21.01.2018
Lukas Binder (Bild, rechts) und Yves Kunkel mussten am Sonntag das Spiel vom SC DHfK ankurbeln. (Archivbild) Quelle: Christian Modla
Dessau

Die außergewöhnliche Personalsituation der grün-weißen Handballgilde aus Leipzig verlangt nach außergewöhnlichen Maßnahmen. So kurbelten am Sonntag in Dessau abwechselnd die Linksaußen des SC DHfK Lukas Binder und Yves Kunkel das Spiel an. Das brachte beim Peugeot-Cup, wie im Vorjahr, den 3. Platz. Der Bundesligist entschied die Partie gegen Lugi HF (Schweden) mit 18:14-Toren für sich. Den Sieg bei der 19. Auflage des internationalen Handballturniers erkabbelte sich der SC Magdeburg, weil dieser vor etwa 2000 Zuschauern das Finalspiel gegen die Füchse Berlin 18:16 gewann. Gastgeber Dessau mit Uwe Jungandreas als Coach wurde Fünfter.

Zurück zur außergewöhnlichen Leipziger Positionsrochade, die Trainer Michael Biegler schon vorab angekündigt hatte. Bereits beim Freitagstest in Zeitz gegen den VfL Gummersbach (27:28) ließ er Binder und Kunkel im Rückraum wirbeln. Zur Halbzeit lag der SC DHfK da sieben Tore vorn. „In der zweiten Hälfte haben wir das Training gemerkt“, begründete Binder. Und das hatte es in sich. Grundlagen-Ausdauer. „Aber keine stupiden Läufe, sodass du auf den nächsten Tag schon vorher keinen Bock hast“, beschrieb Binder, der mit seiner Leistung als Mittelmann bei den Tests nicht „so zufrieden“ war. „Das ist schon eine krasse Umstellung, eine ganz andere Belastung“, erklärt er. Die aber nicht ganz so neu für den waschechten Leipziger ist. Denn in der Jugendnationalmannschaft hatte der Rechtshänder die Position schon einmal inne.

Ab Donnerstag an Fehlern arbeiten

Nötig war die Mannschaftsumstellung, weil Biegler derzeit die Taktgeber fehlen – Philipp Weber und Maximilian Janke weilen in Kroatien, Niclas Pieczkowski, Andreas Rojewski und Franz Semper sind verletzt. Auch in der Abwehr gab es im Innenblock neue Konstellationen. Tobias Rivesjö und Benjamin Meschke waren hinten und vorn gefordert. Wie auch Gregor Remke. Der 20-Jährige wurde vom Kooperationspartner, dem Zweitligisten EHV Aue, zurückbeordert. Seit Mittwoch steht er beim SC DHfK im Training. „Ich habe mich übelst gefreut, als mir André Haber Bescheid gesagt hat“, sagte er.

„Die Spieler haben neue Profile annehmen müssen“, sagte Michael Biegler, „am Freitag haben sie das 40 Minuten überragend gemacht. Nicht gut war es in der Schlussphase, weil sie die Uhr nicht runtergespielt haben.“ Auch am Sonntag in Dessau zeichnete sein Team „riesen Präsenz“ am Anfang aus. Die Ergebnisse der Tests waren zweitrangig. „Zwei von drei Aufgaben haben sie gut bewältigt“, resümierte er.

Am Donnerstag wird im Training das Fehlerausmerzen begonnen. Bis dahin steht erneut Athletik auf dem Plan. Eine kurze Verschnaufpause bekommt bis dahin Aivis Jurdzs. Bastian Roscheck steigt dann ebenfalls ins Training ein.

Jankes Rückkehr noch unklar

Wann Maximilian Janke wieder in Leipzig trainiert, entscheidet sich auch in den nächsten Tagen. Denn Freitagabend gab Bundestrainer Christian Prokop bekannt, Rune Dahmke nachzunominieren. Nach dem Team-Abend beim „Kroaten um die Ecke“ mit Fleisch, Ajvar und Zwiebel teilte Prokop seinen Bad Boys den Entschluss mit. Nach Roscheck das zweite EM-Aus für einen Leipziger. Der Rückraumlinke bleibt vorerst beim Team. Am Montag wird entschieden, ob er zurückfliegt.

Der Grund für die zweite Rolle rückwärts: Prokop will auf Außen Uwe Gensheimer entlasten. Wohlwissend, dass der Käptn im Turnier bisher unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Für DHB-Vizepräsident Bob Hanning zeigt die Entscheidung Größe. „Ein Fehler wäre es, nicht zu reagieren.“ Auch in Leipzig zeigen die Handball-Experten für Prokops Entscheidung Verständnis. „Bei der bisherigen Quote von Uwe Gensheimer ist das ein verständlicher Schritt“, sagte DHfK-Manager Karsten Günther. „Uwe spielt kein grandioses Turnier, deswegen wird ein zweiter Linksaußen gebraucht“, schloss sich Lukas Binder an, betonte aber auch: „Max ist bei uns einer der wichtigsten Spieler, auch wenn er unauffällig ist. Hinten arbeitet er hart und vorn setzt er Impulse.“

Alexander Bley/Jens Kürbis

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