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Rückschlag im Aufstiegsrennen: SC DHfK Leipzig verliert Topspiel gegen Bietigheim

Rückschlag im Aufstiegsrennen: SC DHfK Leipzig verliert Topspiel gegen Bietigheim

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihren dritten Tabellenplatz und damit den Aufstiegsrang in die 1. Bundesliga abgegeben.

Die Grün-Weißen unterlagen am Samstagabend dem direkten Konkurrenten SG BBM Bietigheim in der Arena Leipzig mit 28:30 (15:13), obwohl sie lange die Partie dominierten. Erst in der Endphase verlor die Mannschaft von Trainer Christian Prokop vor rund 2700 Zuschauern die Nerven.

Die Abwehrreihen dominierten zu Spielbeginn und so führten die Gastgeber nach fünf Minuten nur mit 1:0. Dank überragender Paraden des Norwegers Henrik Ruud Tovas im DHfK-Kasten und einem bestens aufgelegten Philipp Weber im Angriff stand es bis zur zehnten Minute 4:2. Trotz Bänderdehnung war Spielmacher Weber zum Topspiel voll auf der Höhe. „Ich habe in dieser Woche nur einmal trainiert, aber wollte unbedingt dabei sein, um der Mannschaft zu helfen“, sagte der 21-Jährige.

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Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihren dritten Tabellenplatz und damit den Aufstiegsrang in die 1. Bundesliga abgegeben. Die Grün-Weißen unterlagen am Samstagabend dem direkten Konkurrenten SG BBM Bietigheim in der Arena Leipzig mit 28:30 (15:13), obwohl sie lange die Partie dominierten. Erst in der Endphase verlor die Mannschaft von Trainer Christian Prokop vor rund 2700 Zuschauern die Nerven.

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RB-Spieler Röttger gefragter Gast

Ein einziges Mal zogen die Gäste in der ersten Hälfte vorbei – 4:5. Dann brachen die Dämme, in Überzahl erhöhte Topscorer Max Emanuel zum 7:5. Matthias Gerlichs Treffer zum 10:7 markierte die erste Drei-Tore-Führung. Doch als Trainer Christian Prokop dem 21-jährigen Weber eine kleine Pause gönnte, geriet der Spielfluss ins Stocken. Beim 11:10 nahm Leipzigs Coach die Auszeit und wechselte anschließend den Torhüter. Auf der anderen Seite glänzte aber Bietigheims Keeper mit zwei starken Paraden am Stück, sodass beim 11:11 erneut der Ausgleich fiel. Ein Konter von Lukas Krzikalla besiegelte mit dem Pfiff den 15:13 Halbzeitstand.

In der Pause hatte vor allem RB-Fußballer Timo Röttger einen harten Job. Nach dem wichtigen 1:0-Sieg am Nachmittag gegen Aufstiegs-Konkurrent Darmstadt gönnte sich der Leipziger Publikumsliebling zwar ein Siegerbier, musste aber auch viele Autogramme schreiben und vor den Kameras der Fans posieren.

In der ersten Reihe hatte Röttger im Trikot von DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich beste Sicht auf das Spielfeld und sah zu Beginn der zweiten Halbzeit einen super Start der Grün-Weißen. Beim 18:13 musste Gästetrainer Hartmut Mayerhoffer seine Männer in der Auszeit erstmal wach rütteln. Das gelang ihm, denn Bietigheim kam bis zur 41. Minute wieder auf 20:19 heran. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir enorme Agressivität und Leidenschaft gezeigt. Leipzig ist dann ins Nachdenken geraten“, sagte der Bietigheimer Coach.

Kampfansage für die nächste Partie am Ostermontag

Die Chancenverwertung des SC DHfK ließ nun zu wünschen übrig und im Tor bekamen weder Gabor Pulay noch Tovas eine Hand an den Ball. Das nutzten die Gäste um dran zu bleiben – 22:22 und 24:24 die weiteren Stationen. Beim Stand von 25:26 in der 51. Minute lag Leipzig zum zweiten Mal im Spiel zurück. Coach Prokop versuchte sein Team mit einer Auszeit zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Vergebens, beim 26:29 war Bietigheim auf drei Treffer enteilt, weil Leipzig das Tor einfach nicht mehr traf.  Als Pavel Prokopec in der 56. Minute beim 26:30 einen Siebenmeter vergab, war die Niederlage besiegelt. „Wir haben komplett den Faden verloren und uns die Butter vom Brot nehmen lassen. So ein Mist, die Big Points hätten wir gebraucht“, sagte Weber.

Auch DHfK-Coach Prokop stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Klar ist es extrem bitter, weil wir uns alle mehr erhofft haben. Wir werden uns nun ärgern, aber schnell den Mund abwischen, um das nächste Spiel zu gewinnen.“ Denn bereits am Ostermontag steht die nächste wichtige Partie im Kampf um den Aufstieg an. Ab 18 Uhr trifft der SC DHfK, erneut in der Leipziger Arena, auf die abstiegsgefährdeten Rimpar Wölfe. „Die Niederlage wird uns nicht zurückwerfen. Wir spielen eine überragende Saison und hoffen, dass es am Ende auch für den Aufstieg reicht“, zeigte sich Weber schon wieder kämpferisch.

Statistik:

 

SC DHfK:

Tovas, Pulay, Emanuel 7, Krzikalla 1, Oehlrich 1, Binder3, Jonsson 1, Gerlich 3, Roscheck, Weber 5, Prokopec 4/4, Milosevic 1, Feld 2, Streitenberger, Boese, Göde

SG BBM:

Welz, Kulhanek, Haller 5, Rentschler P. 2, Salzer Timo 5, Dahlhaus 3, Coors, Blodig 1, Heling, Barthe, Salzer Thorsten, Rentschler M. 5, Lohrbach 6 

7-Meter:

SC DHfK: 5/4 SG BBM: 4/3

Zuschauer: 2714

Anne Grimm

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