Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
SC DHfK benötigt lange Anlaufzeit – Leipzig nach Sieg gegen Rimpar wieder auf Rang drei

SC DHfK benötigt lange Anlaufzeit – Leipzig nach Sieg gegen Rimpar wieder auf Rang drei

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind zurück im Rennen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Ostermontag gewann die Mannschaft von Trainer Christian Prokop mit 31:24 (16:15) gegen die Rimpar Wölfe.

Keine 48 Stunden nach der bitteren 28:30-Heimniederlage gegen Bietigheim haben die Grün-Weißen das Ruder vor 1798 Zuschauern wieder in Richtung Erfolg herumgerissen und rücken auf den dritten Platz vor. Allerdings haben die Leipziger bei zwei mehr absolvierten Spielen auch drei Minuspunkte mehr auf dem Konto als ihr direkter Konkurrent Bietigheim.

 

Die Niederlage war auch am Montag noch immer ein Thema. „Es war eine Enttäuschung vom Ergebnis her, jetzt wollten wir die Fans noch einmal belohnen“, sagte Prokop. Die Vorzeichen gegen Rimpar schienen auf dem Papier klar: Vierter gegen Fünfzehnter hieß es da.

Video und Fußball zwischen den Oster-Partien

Psychologisch hatten die Gäste aus der Nähe von Würzburg die Nase leicht vorn. Im Hinspiel holten sie mit einem verwandelten Siebenmeter nach dem Schlusspfiff noch einen Punkt gegen die Leipziger. Am vergangenen Sonnabend tankte die Mannschaft von Coach Jens Bürkle außerdem ordentlich Selbstvertrauen. Im Abstiegskampf fegte die DJK den Tabellenletzten aus Altenholz mit 34:18 förmlich aus der Halle.

php24b21408e9201404212112.jpg

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind zurück im Rennen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Ostermontag gewann die Mannschaft von Trainer Christian Prokop mit 31:24 (16:15) gegen die Rimpar Wölfe. Keine 48 Stunden nach der bitteren haben die Grün-Weißen das Ruder vor 1798 Zuschauern wieder in Richtung Erfolg herumgerissen und rücken auf den dritten Platz vor.

Zur Bildergalerie

 

Anders Christian Prokop: Ihm blieb gerade eine Trainingseinheit, um den Rückschlag im Aufstiegskampf zu verarbeiten. „Wir haben die Niederlage vom Sonnabend per Video analysiert und danach noch Fußball gespielt“, berichtete DHfK-Rückraumspieler Philipp Weber von der Übungseinheit zwischen zwei Pflichtspielen. Dem Coach genügte das.

Allerdings brauchten seine Männer einen ordentlichen Kraftakt, um ins Spiel zu kommen. Rimpar legte völlig unbeeindruckt mit der ersten Führung los. In der 19. Minute lagen die Gäste sogar mit 11:8 in Front. „In der vergangenen Woche konnte ich kaum trainieren, am liebsten hätte ich mich nach zehn Minuten ausgewechselt“, gab Weber zu. Der gebürtige Schönebecker biss die Zähne zusammen und hielt durch.

Knappe Führung zur Pause

 

Die schon in der dritten Liga bekannte Stärke der Mainfranken, lang ausgespielte Angriffe und Abschlüsse über die Mitte, führten auch in Leipzig immer wieder zum Erfolg. Erst als sich der Abwehrblock um Kapitän Thomas Oehlrich besser darauf einstellte, eroberte die Defensive Ball um Ball. Eine der stärksten DHfK-Waffen, das Konterspiel, rollte nun an. Lucas Krzikalla traf bei einem solchen Tempogegenstoß in der 24. Minute mit dem 13:12 zu ersten Führung der Gastgeber. Mit einem knappen 16:15 gingen die Leipziger in die Kabine.

 

Rimpar-Trainer Bürkle hatte schon vor dem Anpfiff nichts Gutes geahnt. Er warnte sein Team vor dem Kollegen Prokop: „Er bereitet seine Jungs unglaublich gut auf ihre Gegner vor. Da können wir uns auf etwas gefasst machen.“ Das konnte Rimpar wirklich und zwar in Hälfte zwei. Jetzt stand der Betonblock in der Deckung auf einem festen Fundament. Auch drei Minuten in doppelter Unterzahl (Milosevic, Krzikalla und Feld bekamen nacheinander eine Strafzeit) brachte den SC DHfK nicht in Bedrängnis. „Im Überzahlspiel haben wir einen Klassenunterschied gesehen“, meinte Bürkle.

Weber erzielte kurz darauf in der 41. Minute das 21:16 und Hallensprecher Roman Knoblauch, der den erkrankten Sascha Röser ersetzte, freute sich: „Was für eine Fackel, jetzt wird’s lustig.“ Der Aufstiegsaspirant spielte nun so, wie es sich die Fans von Anfang an gewünscht hätten. „Da haben wir unsere Linie verloren und bekommen insgesamt 13 Kontertore“, analysierte Rimpars Trainer.

Tor um Tor setzte sich der SC DHfK nun ab, der DJK dagegen gelangen innerhalb von 20 Minuten gerade vier Treffer. Unter dem Strich bleiben zwei Punkte und die Gewissheit, dass Bietigheim sein Restprogramm, darunter noch Friesenheim, Erlangen und Bittenfeld, selbst erst gewinnen muss.

Statistik:

SC DHfK:

Pulay, Tovas – Emanuel 3, Krzikalla 5, Oehlrich 2, Binder 7, Jonsson 1, Gerlich 4/3, Roscheck, Weber 3, Prokopec 3/1, Milosevic 2, Feld 1, Göde

DJK Rimpar Wölfe:

Madert, Brustmann – Spieß, L. 1, Kraus 3/1, Sauer, D. 2/1, Schmitt 7, Schörnig, Schäffer 3, Kaufmann 6, Büttner, Spieß, T. 2, Krze, Winkler, Gräsl, Sauer, J.

Siebenmeter:

DHfK 7/4, Rimpar 2/2

Zeitstrafen:

DHfK 6, Rimpar 3

Zuschauer:

1798

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte