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Spielberichte Sie sind zurück: SC DHfK Leipzig erbeißt sich einen Sieg gegen den TV Emsdetten
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SC DHFK
21:11 08.04.2015
Marc Pechstein in Aktion. Quelle: Rainer Justen
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Leipzig

Vor 2269 Zuschauern in der Arena Leipzig hatten die Hausherren lange Zeit große Probleme, profitierten aber am Ende einmal mehr von ihrem unbändigen Willen und ihrer Leidenschaft.

Nach zwei Niederlagen in Folge war den Gastgebern die Unsicherheit überdeutlich anzumerken. Sie waren kaum in der Lage, Tempo aufzunehmen. Zudem gingen in der Anfangsphase mehr Würfe daneben als ins Tor. Vor allem Philipp Weber und Franz Semper hatten zunächst mit der Zielgenauigkeit zu kämpfen. Der TV Emsdetten zeigte sich dagegen bestens auf den Tabellenführer eingestellt. Mit aggressiver Defensivarbeit und einem bärenstarken Tobias Rivesjö, der in Hälfte eins neun der 16 Gästetore erzielte, hatten sie keine Mühe, die Partie in ihrem Sinn zu gestalten.

Spätestens als Oddur Gretarsson in der 12. Minute zum 4:8 traf, schrillten bei den grün-weißen Fans die Alarmglocken. Bei Coach Christian Prokop hatten sie schon eher geläutet. Für den zwischenzeitlich wie von Sinnen agierenden Weber, der mehr und mehr Aktionen erzwingen wollte, schickte er Marc Pechstein aufs Feld. Max Emanuel kam für Semper ins Spiel, Max Janke für Philipp Pöter.

Prokop ließ im weiteren Verlauf mehrfach rochieren, behob damit aber die Probleme nicht. Zu statisch blieb das Spiel seiner Jungs, zu fehlerbehaftet und hektisch. Immerhin: Wenn es den Hausherren dann doch mal gelang, Tempo aufzunehmen, lief der Ball und landete auch in den Maschen. Vor allem das Spiel über Linksaußen Lukas Binder brachte Zählbares. Allerdings fanden die Leipziger ihren Kapitän zu selten. Mit einem 14:16 ging es in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff tat sich zunächst wenig positiv Neues, zumindest bis zur 38. Minute, als Janke zum 16:18 traf. Langsam fand der SC DHfK nun doch zum gewohnten Spiel. In der Abwehr machten sie ihren Gegnern das Leben jetzt schwerer. Die Folge: Nun ging auch beim TVE der eine oder andere Wurf daneben. Keeper Felix Storbeck hatte ebenfalls spätestens mit dem gehaltenen Siebenmeter gegen Rivesjö in seine Partie gefunden. In der 42. Minute konnte Kinder erstmals seit Spielbeginn ausgleichen. Semper warf mit einem Doppelschlag sogar die 21:20-Führung heraus.

Die erhoffte Sicherheit brachte das allerdings nicht ins grün-weiße Handeln. Wieder begannen die Gastgeber fahrig zu agieren, nahmen die Würfe zu früh und verpassten es so, weiter davonzuziehen. Im Gegenteil: Ruckzuck lag man wieder mit zwei Toren hinten. In der 53. Minute dann der Wendepunkt: Ernir Arnrson kassierte für eine Aktion gegen Storbeck die dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte. Den Gästen schwanden nun sichtlich die Kräfte. Sie mussten ihrem aufwändigen und intensiven Spiel Tribut zollen, während es den Leipzigern endlich gelang, ihre Emotionen in Handball umzumünzen. Sie bissen, sie kratzten, und verwandelten in der 58. Minute durch Weber ihren ersten Siebenmeter der Partie zum 26:24. Weber war es auch, der den zweiten Siebenmeter eine Minute vor Ultimo versemmelte und zusätzlich für seine Aktion beim Nachsetzen eine Zeitstrafe kassierte. Da auch Pöter schon draußen saß und bei den Gästen Iso Sluijters brummte, ging es vier gegen fünf in die Schlussminute. Und die überstanden die Jungs in grün-weiß, irgendwie.

Leipzig:

Tovas; Storbeck; Semper; Emanuel; Krzikalla; Pöter; Oehlrich; Binder; Roscheck; Weber; Janke; Milosevic; Pechstein; Qvist; Greß; Boese.

Emsdetten:

Nippes; Babin; Lokkebo; Sluijters; Wesseling; Rivesjoe; Brevik; Adams; Kropp; Runnarsson; Arnarson; Gretarsson; Koch.

Antje Henselin-Rudolph

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